19.07.2009
Jetzt bin ich 3 und ein erwachsener Flätty Mann! Somit stehen mir ein eigener Haus- und auch ein Autoschlüssel zu – finde ich…
13. – 17.07.2009
Das perfekte Geburtstagsgeschenk für einen Flat
Ein Ereignis jagt das andere. Kaum zu Hause angekommen packen wir schon wieder unsere Koffer und fahren nach Bleckede zu einem 5-Tages-Seminar bei Anke Bogaerts. Herrchens Geburtstagsgeschenk für mich : - )))
Frauchen genießt die tolle Kulisse direkt an der Elbe und ich die Tatsache, dass ich den lieben langen Tag Dummies holen kann - als Markierung / Memory / Suche /Einweisen... Manchmal klappt es nicht wie geplant, aber da haben Frauchen und ich dann immer die perfekte Ausrede: Sie ist blond und ich bin ein Flat ; - )
Am letzten Tag kommt auch Herrchen und macht wie immer ein paar tolle Photos von mir und meinen Mitstreitern, die ihr genau hier finden könnt.
10. - 12.07.2009
Heute darf ich Frauchen zu einem Audit nach Usedom begleiten und da Freitag ist, bleiben wir dann auch gleich das ganze Wochenende auf der Insel.
Zunächst gibt es einen kleinen Interessenskonflikt: Frauchen interessiert die Seebäder Architektur, ich bin eher für toben am Strand und schwimmen. Entlang der Uferpromenade zwischen Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin kommen wir schließlich beide auf unsere Kosten und so wird das Wochenende dann doch noch sehr schön.
04.07.2009
Heute ist Training in Lüneburg angesagt. Da wir etwas zu früh dran sind, beschließt Frauchen in der Stadt noch einen Kaffee zu trinken. Zum Glück finden wir auch gleich einen freien Tisch direkt am Rande der Fußgängerzone. Während Frauchen telefoniert, döse ich unter dem Tisch und bereite mich mental auf meinen Dummy Einsatz vor. Plötzlich entdecke ich einen Hund in der vorbeiflanierenden Menschenmenge. Eine braune Flathündin – da muss ich hin und guten Tag sagen!!!! Ich stürme los und vergesse dabei völlig, dass ich ja eine Leine um habe. Diese strafft sich bei der Aktion, wickelt sich um den Tisch – und bringt diesen zum Kippen. Mit einem lauten „Klirr“ landen Frauchens Kaffeetasse, Zuckerdose, Salz- und Pfefferstreuer - kurz alles was auf dem Tisch steht - am Boden. Nach einer umfangreichen Aufräumaktion und Zahlung eines großzügigen Trinkgelds suchen Frauchen und ich das Weite. Fürchte, so schnell kann ich mich da nicht wieder blicken lassen : - (
01.07.2009
Hallo Leute,
leider hat sich meine Sekretärin eine längere Auszeit genommen, daher habt ihr lange nichts mehr von mir gehört, aber das soll jetzt wieder anders werden. Zunächst einmal eine kurze Zusammenfassung, was in den letzten Monaten so alles passiert ist:
- Ich habe eine neue feste Freundin. Sie heißt Nala uns ist ein Flat! Habe sie eines Morgens auf dem Weg zum Bäcker getroffen und es war Liebe auf den ersten Blick : - ))) Zum Glück war Frauchen so schlau und hat sich ihre Telefonnummer geben lassen. Seitdem verhilft sie mir regelmäßig zu einem Rendezvous.
- Beruflich bin ich jetzt voll eingespannt. Zum einen bin ich inzwischen mehr oder minder fest ins Zertifizierungsgeschäft eingestiegen und begleite Frauchen regelmäßig ins Büro und auch mal auf Geschäftsreisen. Zum anderen arbeite ich in Herrchens Praxis weiter an meiner Ausbildung zum Zahnarzthelferhund.
- Im Mai waren wir wieder auf Sylt. War wie immer toll, zumal ich dieses Mal - im Gegensatz zum letzten Jahr - wieder voll einsatzfähig war. Und auch die fast schon obligatorische Wasserrute habe ich mir gespart : - ) Ein paar Bilder findet ihr hier.
- Beim ersten Workingtest des Jahres kassiere ich eine 0-Runde. Wie soll man sich aber auch auf Dummies konzentrieren, wenn einem am Ansatzpunkt der Duft einer läufigen Hündin in die Nase steigt?!
16.01.2009
Und wieder einmal geht es in Richtung Tierklinik: Warten – Schwanzverband ab – Wundinspektion – Diskussion und dann – macht sich Frauchen mit mir auf dem Weg zum Ausgang? Hey, Moment mal, habt ihr das nicht was vergessen?!
Dez. 2008 – Jan. 2009
Es folgen viele Tierarztbesuche und noch mehr Schwanzverbände – wahlweise in Blau, Rosa mit lila Herzen oder passend zur Weihnachtszeit in Rot / Weiß. Eines steht jedenfalls fest: Dauer wedelnde Flattys und Schwanzverbände passen nicht zusammen : - )
23.11.2008
Vor Käsehunden wird gewarnt!
Also Leute Käse ist ja im Prinzip etwas super leckeres, aber von Käsehunden sollte man die Pfoten lassen. Da stehe ich nichtsahnend am Wegesrand und lese die Holmer Sandberge Nachrichten, da stürzt sich plötzlich aus heiterem Himmel ein Appenzeller Rüde auf mich. Am Anfang wehre ich mich noch erbittert, doch es wird schnell klar, dass ich keine Chance habe, also lege ich mich lieber auf den Rücken und gebe auf. Leider interessiert das den Appenzeller nicht und er traktiert mich einfach weiter. Als Frauchen uns schließlich trennt, tut mir alles weh. Angeschlagen humple ich zum Parkplatz und von da geht es dann auch gleich in die Tierklinik. Dort werde ich erst einmal eingehend untersucht. Eine Bisswunde am Bein ist schnell gefunden, aber die ist zum Glück nicht besonders tief und erklärt nicht das viele Blut, dass inzwischen überall an meinem Fell, an Frauchen sowie den Polstern unseres Autos klebt. Also geht die Suche weiter. Zaghaft wedele ich dabei mit dem Schwanz und plötzlich sind auch die Tierärztin, Wände und sämtliches Mobiliar im Behandlungszimmer blutbespritzt. Aufgeregt wühlen nun Tierärztin und Frauchen in meiner Rute, dann fühle ich einen Pieks und werde ganz, ganz müde…
Als ich wieder aufwache, fehlen die letzten 2 cm meiner Rute und die Rutzenspitze schmückt ein Verband.
15.11.2008
Als ich heute Morgen mit Frauchen am See ankomme, herrscht dort schon reges Treiben. Die gesamte Krupunder Clique ist da: Tara, Lesley, Jule, Kiren, Brecht und die Neufundländer Hündin. Darüber hinaus sind noch 3 seltenere Gäste erschienen: Collie Ben sowie die Französische Bulldogge Gismo mit Kumpel. Man ist das ein Gewusel. Ich bin ziemlich im Stress: Absicherung aller Zugänge zum Spielgebiet, Überwachung der einzelnen Spielgruppen, dass ja alles friedlich bleibt und nichts aus dem Ruder läuft, regelmäßige Überprüfung, ob auch noch alle 2-Beiner, insbesondere Frauchen, da sind.
Plötzlich höre ich hinter mir ein jämmerliches Quieken: Lesley wird von Ben bedrängt und hat sich angstvoll auf den Boden gekauert. Einsatz für Kommissar Camus: Mit 3 Sprüngen bin ich bei Ben, dränge ihn von Lesley ab und stürze mich auf ihn. Sekunden später liegt er am Boden und hat Nasenbluten. Na, das wird ihm hoffentlich eine Lehre sein, nicht wieder junge Damen zu belästigen.
10.11.2008
Zweibeiner sind doch merkwürdige Wesen. Daran, dass sie den ganzen Tag Geräusche, also sogenannte Sprache, von sich geben, habe ich mich ja mittlerweile gewöhnt. Auch dass sie diese Geräusche gelegentlich mit Gebärden unterstreichen, ist bekannt und kann manchmal ganz hilfreich sein, z. B. in Zusammenhang mit meiner „Lieblingsübung“ PLATZ!. Dass 2-Beiner aber völlig still sind und nur gestikulieren, habe ich bisher noch nie erlebt. Dementsprechend interessiert schaue ich auch dem Pärchen zu, das uns beim Seespaziergang entgegen kommt. Hmmm, war das nicht ein erhobener Finger für Sitz? – Ich versuche es mal. - Keine Reaktion, na, dann habe ich das wohl doch falsch verstanden. Mal sehen, ob noch eine andere mir bekannte Geste kommt. Hey, Moment, nicht so schnell!!! - Ok, ich gebe es auf und halte mich lieber weiter an die sprechenden Exemplare.
18.10.2008
Heute Nacht hat es sich nun endlich ausgezahlt, dass seit 2 Jahren mit Hilfe von ums Haus schleichenden Katzen und Igeln an der Perfektionierung meines Einbrecher-Frühwarnsystems arbeite. Als mich gegen 3.00 Uhr ein Geräusch aus dem Schlaf schreckt, weiß ich genau was ich zu tun habe:
- Aufspringen und die übrigen Bewohner mit einem lauten WUFFF wecken
- Das Geräusch orten und verfolgen: WUUUFFFF an der Eingangstür, WWWWUUUUFFFF, WWUUUUFFFFFFFF in der Bibliothek, WWUUUUFFFFF, WWWWUUUUUFFFFFF, WWWUUUUUUUFFFFFF im Schlafzimmer
- Frauchens „Ruhe!!!! – Und lass gefälligst die Katzen in Frieden!“ ignorieren
- Sich an ihrem ungläubigen Gesichtsausdruck weiden, als sie den schwarzen Kapuzenmann am Schlafzimmerfenster vorbeirennen sieht ; - ))
- Frauchens Schrei: „Micha, da draußen ist jemand!!!!!!!!!!!!!!!!“ mit eindrucksvollem Bellen und Knurren unterstreichen
Nun geht alles ganz schnell: Herrchen stürzt in den Garten, um den Einbrecher zu stellen, ich renne zur Terrassentür, um ihn dabei zu beobachten und verbal zu unterstützen und Frauchen greift zum Telefon, um die Polizei zu alarmieren. So schnell diese beim Aufschreiben leinenloser Hunde ist, im Notfall lässt sie ewig auf sich warten und so gelingt dem Einbrecher schließlich die Flucht.
Dennoch: Für meinen Einsatz gab es jede Menge Streicheleinheiten und natürlich auch eine Extraportion Futter. Da hat sich die Aufregung doch gelohnt : - )))
11.10.2008
Frühes Aufstehen, lange Autofahrt, bei Ankunft viele 2-Beiner und noch mehr Retriever, es kann sich bei unserem heutigen Ausflugsziel wohl nur um einen Workingtest handeln : - )))
Nach der ungeliebten Anmeldeprozedur und der unvermeidlichen Warterei geht es endlich los:
Bei der ersten Übung gilt es erst eine Markierung zu holen. Auf dem Rückweg fällt dann ein Verleitungsdummy ins Wasser, das aber erst geholt werden darf, wenn das erste und ein weiteres Dummy aus einer Suche am Hang sicher in Frauchens Händen angekommen sind. Alles kein Problem : - ) Nach wenigen Minuten trete ich mit einem selig lächelnden Frauchen und 18 Punkten im Gepäck den Rückweg an.
Bei der zweiten Übung wird es dann kompliziert. Der Helfer wirft eine der beiden zu holenden Markierungen so blöd, dass das Dummy an der steilsten Stelle eines sandigen Abhangs in einem Strauch hängen bleibt. Nun ist Einfallsreichtum gefragt: Erst versuche ich es von unten, bekomme jedoch keinen Halt und falle immer wieder rückwärts den Hang hinunter. Taktikwechsel – ich versuche das Dummy von oben zu erreichen. Nach einigen Versuchen gelingt es mir endlich und ich kann die hart erarbeitete „Beute“ bei Frauchen abliefern. Weil ich so viel Ausdauer und Erfindungsreichtum an den Tag gelegt habe, wird mir verziehen, dass ich bei der ersten Markierung beim Zurückkommen mit dem Dummy herum gespielt habe und ich bekomme alles in allem 16 Punkte für die Übung.
Nach so viel Aufregung finde ich die dritte Übung langweilig: Fußlaufen und 2 relativ kurze Markierungen. Da muss ich mich nicht so anstrengen. Diese laxe Einstellung wird dann auch gleich mit entsprechendem Punktabzug geahndet – 15 Punkte.
Bei der vierten Übung stehen Frauchen und ich am Rande eines Steilhangs. Unten ist ein kleiner Teich, in den eine Markierung fällt. Wie war das doch gleich: „Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…“. Das will ich testen, springe ab und segele im freien Fall den Hang hinunter. Es folgt eine Bauchlandung : - ( Ok, da muss ich wohl noch ein wenig über, aber jetzt gilt es erst einmal das Dummy zu retten… Als nächstes noch eine Markierung und dann ist es geschafft, 20 Punkte und mein erster bestandener Einzel-Workingtest : - )))
27./28.09.2008
Heute wandern erst alle Taschen ins Auto und dann beginnt Frauchen damit, unser Ferienhaus grundrein zu machen – untrügliche Zeichen dafür, dass der Urlaub zu Ende geht und die Rückfahrt ansteht.
Zunächst geht es wieder zu einem dieser Schlösser. Es heißt Chambord, ist sehr groß mit vielen Türmen und hat - aus meiner Sicht wesentlich interessanter - einen sehr schönen weitläufigen Schlosspark in dem Hunde sogar offiziell ohne Leine laufen dürfen.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang geht es weiter zu unserem Zwischenübernachtungsquartier. Dort gibt es sogar ein 3. Bett, auf das ich mich - angesichts der Tatsache, dass das Zimmer extrem klein und auf den Boden kein Platz für mich ist - zum Schlafen legen darf : - )))
Am nächsten Morgen überqueren wir dann die deutsche Grenze und ich darf - wie auch schon im letzten Jahr - zum Abschluss unseres Urlaubs ein paar Runden im Wildförstersee drehen.
Übrigens: Photos vom gesamten Urlaub findet ihr hier.
24.09.2008
Auf meiner heutigen Abendrunde mit Frauchen ist mir etwas Peinliches passiert. Wir sind gerade auf unserem „Hausweg“ entlang der Klippen unterwegs, als ich in der Ferne einen 2-Beiner auf uns zukommen sehe: männlich, dunkle Haare, Jeans und blaues Hemd – hey, das muss Herrchen sein!!!! Begeistert schieße ich los. Kurz vor Erreichen des Ziels: Absprigen, Zunge zum Begrüßungsschleckern ausfahren… Doch dann – schnüffel – das ist ja gar nicht Herrchen! Inzwischen ist Frauchen herbeigeeilt und versucht meinem etwas verschreckten „Opfer“ die Sachlage zu erklären. Naja, Hunde haben halt keine Adleraugen…
23.09.2008
Heute hat Frauchen mit mir einen schönen Ausflug zur Ile de Noirmoutier gemacht. Zum Glück ist diese Insel über eine Brücke mit dem Festland verbunden, sodass dieses Mal auch der Rückweg gesichert ist (ich denke da nur an unser Robinson Crusoe Erlebnis vom letzten Jahr). Als Erstes treffen wir auf ein Gruppe Franzosen, die ein Picknick am Stand machen. Freundliches Schwanzwedeln, ein treuer, etwas leidender Blick und schon habe ich ein leckes Stück Baguette mit Käse im Maul. Wirklich nett diese Franzosen : - ))
22.09.2008
Also ich habe wieder etwas dazu gelernt: Große alte Häuser mit vielen Türmen heißen Schlösser. Man kann sie als Hund sogar besuchen, Voraussetzung - die Zweibeiner tragen einen dabei. Wir haben dann das Schlösserbesichtigen gelassen und uns lieber auf die Erkundung der Parks beschränkt ; - )
16.09.2008
Camus de Cognac
Heute hat mein Großer Geburtstag und zur Feier des Tages, steht ein ganz besonderer Ausflug auf dem Programm. Wir fahren in eine Stadt namens Cognac. Erst habe ich ja nicht so recht verstanden, was an dieser Stadt so besonders sein soll, aber dann habe ich plötzlich überall Schilder mit meinem Namen entdeckt. Wow, scheinbar bin ich hier eine Berühmtheit! : - )) Leider zerstört Frauchen sogleich meine Illusion indem sie mir erklärt, dass nicht ich gemeint bin, sondern es sich hier um eine Destillerie handelt, die ein alkoholisches Getränk namens Cognac herstellt. Moment: Das Getränk heißt wie der Ort und diese Destillerdingsda wie ich?! Das ist mir zu hoch! Da gehe genieße ich doch lieber den ausgiebigen Spaziergang im Stadtpark, denn der ist aus meiner Sicht das eigentlich Besondere an diesem Ausflugsziel, denn er ist riesengroß!
15.09.2008
Quiberon
Hey, das kenn ich! Hier waren wir schon im letzen Jahr. Herrlicher langer Strand, super Wellen und jede Menge Muscheln zum suchen und knacken. Klasse! Leider gibt es wieder Ärger wegen des Liegetuches: Könnte jemand bitte mal den 2-Beinern erklären, dass auch ein Flätty am Stand gerne auf einem Badelaken liegt und zwar natürlich immer genau auf dem, das auch von seinen Leuten genutzt wird ; - )
12.09.2008
Jippiii! Frauchen packt Koffer und auch meiner ist dabei. Der Inhalt lässt mich hoffen: Schwimmdummy, Stofftiere, meine Decke, viiiiel Futter – das sieht doch nach einem längeren Urlaub aus : - ) Und in der Tat: Es geht wieder 2 Wochen nach Frankreich in die Bretagne. Dieses Mal in einen kleinen Ort in der Nähe der Loiremündung.
07.09.2008
Erst schlagen wir uns die Nacht in diesem Gasthof um die Ohren und dann heißt es am nächsten Morgen schon wieder in aller Herrgottsfrühe raus. Aber dieses Mal kann ich wenigstens selbst aktiv werden und muss nicht nur zuschauen, denn wir treten zum Teamwettbewerb an.
Als erstes lerne ich erst einmal meine Teamkollegen kennen: Ein weiterer Flatrüde und eine Labbihündin. Na, die sehen ja ganz nett aus. Mal sehen, was wir so zusammen auf die Beine stellen.
Bei der ersten Übung gibt es allerdings schon ratlose Gesichter. Es gilt eine Suche, eine Markierung und ein Memory zu arbeiten. Jeder Hund aus der Gruppe soll das machen, was er am besten kann. Ja, was können wir denn so?! Unter unseren 2-Beinern entbrennt eine kurze Diskussion. Im Anschluss daran darf ich suchen und die anderen beiden die Markierungen holen. Nach der 2. Übung muss mein Flat-Kollege leider aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Wir 2 Verbliebenen machen aber trotzdem weiter und erzielen mit 203 Punkten immerhin noch einen 6. Platz!
06.09.2008
Kleines Geschwistertreffen
Ein Wald, viele Retriever, Schüsse und der Geruch von Dummies in der Luft – hier kann es sich nur um einen Workingtest handeln : - )) Begeistert springe ich aus dem Auto und – laufe als erstes meinem Zwillingsbruder über den Weg! Was macht der denn hier und vor allem – warum grumpft er mich so unfreundlich von oben (aus dem Kofferaum) herab an?! Da muss ich erst einmal Contra geben, denn auch wenn er mein Bruder ist, alles darf sich der Kerl deshalb nun auch nicht erlauben.
Aber eigentlich sind wir ja wohl zum Arbeiten und nicht zum streiten hier, deshalb komme ich auch sofort mit, als Frauchen zum Aufbruch ruft. Einige Waldwege später stehe ich plötzlich Bruder Nr. 2 (Paul) und Schwesterchen Clara gegenüber. Wow, ist ja ein echtes Geschwistertreffen heute hier. Die anfängliche Freude weicht aber bald tiefer Bestürzung, denn im Gegensatz zu meinen Geschwistern darf ich kein einziges Dummy arbeiten. Stattdessen heißt es warten und zuschauen!!!
Zu allem Überfluss geht es dann im Anschluss auch noch in einen Gasthof. Während die 2-Beiner quatschen und sich den Bauch vollschlagen, heißt es für mich wieder – warten und zusehen, gemein!
16.08.2008
Nach meiner glorreich bestandenen Dummy-A Prüfung geht es heute nun also zum ersten „richtigen“ Workingtest. Soviel vorweg: Obwohl ich mich mit 20, 17, 15, 14, und 13 Punkten nicht schlecht geschlagen habe, konnte ich trotzdem nicht bestehen. Ausgerechnet die Wasseraufgabe wurde mir zum Verhängnis. Naja, was heißt eigentlich Wasseraufgabe?! Eigentlich hatte diese Aufgabe gar nicht so viel mit Wasser zu tun, denn das Dummy fiel in einen Schilfgürtel. Das habe ich nicht so ganz verstanden und verzweifelt den ganzen Teich abgesucht : - ((( Ok, hinterher ist man immer schlauer. Außerdem hat Frauchen bisher noch nie im Schilf mit mir geübt. Habe aber irgendwie im Gefühl, dass sie das bei nächster Gelegenheit nachholen wird ; - )
01.-03.08.2008
An diesem Wochenende bekomme ich nun endlich mein letztes Geburtstagsgeschenk von Herrchen. Wie schon im letzten Jahr geht es auch dieses Mal wieder für ein verlängertes Wochenende an die Ostsee.
Natürlich steht wieder jede Menge Spaß in Form von Strandspaziergängen auf dem Programm, doch das Highlight des Urlaubs ist die „Hundepoolparty“ am letzten Morgen. Als ich aufstehe, sehe ich einen Setter im Teich vor unserem Hotelzimmer planschen. So nach und nach kommen aus allen Ecken und Winkeln weitere Hunde und bevölkern den „Pool“. Verständnislos schaue ich Frauchen an, denn bisher hat sie mir strickt untersagt dort baden zu gehen. Aber schließlich beugt sie sich dem Gruppenzwang und ich darf mich der fröhlichen Gesellschaft anschließen. Was für ein Spaß!
29.07.2008
Zivilcourage
Heute bin ich am See doch tatsächlich Zeuge eines Übergriffs auf eine meine Hunde Freundinnen geworden. Zunächst sah alle ganz harmlos aus: Als ich mit Tara auf den Waldweg einbiege, sehe ich Brecht mit Leslie und einer Golden Hündin spielen. Mit der Zeit wird das Spiel aber immer heftiger und lauter und als Brecht beginnt Leslie zu bedrängen, quiekt diese in ihrer Not auf. Jetzt reicht’s, da muss doch jemand einschreiten! Gesagt, getan - mit ein paar Sprüngen habe ich Brecht erreicht und dränge ihr knurrend und Zähne fletschend von Leslie ab. Erst als er sich ergeben auf den Boden drückt, lasse ich von ihm ab und schaue kurz, ob es Leslie gut geht. Danach darf das Spiel weiter gehen, aber in aller Ruhe bitte, ich halte Wacht…
26.07.2008
Heute ist er nun da, der Tag der Dummy A Prüfung. Wie alle großen Ereignisse wirft auch dieses seinen Schatten in Form des extrem frühen Weckerklingelns voraus : –((
Im Revier angekommen zähle ich 12 Hunde (überwiegend Goldies, ein paar Labbies, 1 Curly, 1 Toller und 3 weitere Flats). Dann heißt es erst einmal warten, weil wir leider den vorletzten Startplatz erwischt haben.
Endlich werden wir aufgerufen. Im Sturmschritt zerre ich Frauchen zur 1. Aufgabe. Zum Glück erinnere ich mich noch gerade rechtzeitig bevor wir ins Blickfeld der Richterin kommen, an die Bedeutung des Kommandos „Fuß“ und so erreichen wir ganz manierlich den Rand einer Senke. Frauchen setzt mich ab und bei „Such Apport“ schieße ich pfeilschnell ins Gelände - 1x, 2x, … 5x, so langsam könnte mal Schluss sein. Schließlich haben wir inzwischen die 30°C Marke überschritten! Mit deutlich verringertem Tempo geht es an Dummy Nummer 6 und 7 und dann kommt endlich das erlösende „Bitte leinen Sie den Hund jetzt an.“ Puh, kann mich nicht erinnern, schon mal so froh über dieses Kommando gewesen zu sein ; - ) Am Ende gibt es für meinen heldenhaften Einsatz unter tropischer Sonne 18 Punkte.
Nach erneuter Warterei geht es als nächstes zu einem Feld. Dort gehe ich mit Frauchen und Richterin erst einmal ohne Leine bei Fuß. Irgendwie bin ich schon ziemlich aufgeregt und auch Frauchen wirkt nicht gerade wie die Ruhe in Person. Daher gelingt das Fußlaufen heute auch nicht ganz so vorbildlich. Als dann aber Schuss und Dummy fallen bleibe ich sofort stehen und schaue mir alles aufmerksam an. Weiter bei Fuß, noch ein Schuss und dann darf ich das Dummy holen. Raus wie ein geölter Blitz, kurz gepeilt - jaaa, da ist es - und schnell zu Frauchen zurück. Geschafft – 18 Punkte!!!
Nun folgt – na, richtig geraten – warten. Dann geht es schließlich los zu den letzten beiden Übungen. Zunächst die Landmarkierung: Sitzen, Knall, Dummy, losschießen, aufnehmen, zurück, abgeben, 20 Punkte kassieren, juhu : - ))) Dann die Wassermarkierung: Sitzen, Knall, Dummy, Po kurz anheben (!), auf ein panisches „S I T Z!!!“ von Frauchen Po wieder fallen lassen, losschießen, beherzter Sprung ins Wasser, aufnehmen, zurück, kurz vor Frauchen ablegen und schütteln, abgeben, 15 Punkte und der Ermahnung kassieren, dass so etwas in der Dummy F aber nicht mehr geht – und dann ist es geschafft. 71 von 80 möglichen Punkten. Lasse mich noch kurz von Frauchen drücken und umarmen und falle dann im Auto in einen wohlverdienten Tiefschlaf.
21. – 25.07.2008
Frauchen ist mal wieder auf Geschäftsreise und ich lasse mich von Herrchen und Omi verwöhnen.
Neben Spiel, Spaß und viel im Garten dösen, darf ich auch wieder als Zahnarzthelferhund tätig werden und mit Herrchen das Ostroher Moor unsicher machen. : - ))
20.07.2008
Heute habe ich entdeckt, dass auch Herrchen etwas mit Pferden macht. Hatte ihn ja schon länger in Verdacht, weil er manchmal so komisch riecht, wenn er abends nach Hause kommt…
Na, jedenfalls er reitet nicht auf diesen komischen Tieren, sondern lässt ich von ihnen in einem Wagen ziehen. Vorsichtig versuche ich auch mal, diesen zu erklimmen, aber so richtig geheuer ist mir das nicht und ich suche schnell wieder das Weite. Noch viel unheimlicher als dieser Wagen ist jedoch das dazu gehörende Pferd. Als es sich beim Grasen heimtückisch an mich heran schleicht, gerate ich in Panik und versuche es mit lautem Bellen und in die Luft schnappen zu verscheuchen. Nun sieht Frauchen sieht ihre Langzeithoffnungen (ich als Reitbegleithund) schwinden und greift ein. Ich muss in sicherer Entfernung sitzen und zusehen, wie sie das Pferd streichelt. Dann lockt sie mich mit Leckerlies näher heran und schließlich Fressen Pferd und ich friedlich nebeneinander. Na gut, so schlimm sind Pferde doch nicht…
19.07.2008
Mein 2. Geburtstag
Jeder Menge Geschenke (Dummy, Mini Dead Fowl Ente, Wasserspielzeug, ein Wildförsterschwein, Hundekekse und –kuchen etc.) und im Hintergrund läuft wieder Stevie Wonder – das kann nur eines bedeuten: Ich habe wieder Geburtstag!!!
Dennoch geht es zunächst einmal nach Eutin zum Training, schließlich ist heute Generalprobe für die Dummy A Prüfung am nächsten Wochenende. Vielleicht liegt es daran, dass ich in Gedanken schon bei meiner Geburtstagsfeier heute Abend bin oder daran, dass ich Frauchen einfach nicht zu sehr in Sicherheit wiegen will, jedenfalls vergeige ich die Generalprobe gründlich (Ausspucken, Runden drehen, nicht markieren). Naja, dann kann ich nur hoffen, dass das Sprichwort stimmt und wir die Prüfung nächste Woche schaffen…
Abends kommt dann Tara mit Ihren Leuten vorbei. Leider wird es aufgrund des Wetters nichts mit der Gartenparty, aber gemeinsam das Haus auf den Kopf stellen macht auch Spaß : - )))
16.07.2008
Heute gab es seitens meiner Stader DRC Trainingsgruppe einen Elbspaziergang mit anschließender Grillparty. Hat Spaß gemacht – besonders das „Resteessen“ ; - ))
10.07.2008
Es ist zwar 2.00 Uhr nachts aber mein Bauch tut weh und ich glaube ich muss mal raus heißt auf Hundisch in etwa: „Hu, hu, hu, huuuuuuuu!“
Zunächst versuche ich, mich Frauchen mitzuteilen. Leider übersetzt sie meine „Worte“ mit: „Mir ist langweilig, lass mich raus in den Garten zum Katzenjagen.“ Na gut ich versuche es noch mal: HU, HU, HU, HUUUUUUUU! Obwohl ich mich wirklich deutlich artikuliere, kommt irgendwie nur „Lass mich raus.“ bei ihr an. - Immerhin! Kurz darauf erscheint Herrchen, leint mich an und geht mit mir in den Garten. Leider unterbindet er alle meine Versuche, hinter den Büschen zu verschwinden. Scheinbar denkt auch er, dass ich da Katzen jagen will, dabei muss ich doch nur dringend einen Haufen machen! Noch nie habe ich mich so unverstanden gefühlt : - (((
Wieder im Haus angekommen sind meine Bauchweh trotzdem wie durch ein Wunder weg und ich lege mich schlafen. Eine Stunde später jedoch sind sie wieder da – dieses Mal sogar noch schlimmer als zuvor. Ok, Frauchen: „HU, HU, HU, HUUUUUUUUUUUU!!!!!!!“ Leider besteht ihr Kommentar dieses Mal nur in einem wütend geknurrten: “NEIN, CAMUS, KEINE K A T Z E N!!!“ Was haben die bloß alle mit den blöden Katzen??!! Ich muss k… und zwar ganz, ganz dringend!!!!
Mein nächstes HU, HU, HU, HUUUUUU!!!!!!!!!!!!!!! unterstreiche ich mit einem beherzten Sprung gegen die Terrassentür. Doch leider geben weder sie noch Frauchen nach. Und dann passiert es: Mit einem lauten Knall setze ich einen großen „Haufen“ Dünnpfiff mitten in den Flur. Völlig verschämt verkrümele ich mich nach oben ins Büro, aber auch dort: „Pfffft“ und noch ein Haufen mitten auf das dortige Sofa. Oh, nein, wie soll ich meinen Leuten nur jemals wieder unter die Augen trete!!!! Obwohl – ich habe es versucht ihnen zu sagen, ehrlich, ich habe es versucht…
30.06.2008
Haben nach einem Tag Erholungspause an den basics „geworkt“ : - ((
28.06.2008
Norddeutsches Flattreffen
Ich bin schon ganz aufgeregt: Über 60 Flätties sollen auf dem diesjährigen Norddeutschen Flattreffen sein und wenn es nach der Statistik geht, müssten folglich 30(!) Hündinnen darunter sein : - ))) Darüber hinaus hat mir Frauchen viele interessante Dummy Aufgaben versprochen. Bei diesen Aussichten, lasse ich mich auch durch strömenden Regen nicht abhalten und springe freudig ins Auto.
Auf Schloss Blumendorf angekommen werden wir unserem Alter/Können entsprechend in Gruppen eingeteilt und dann geht es auch schon los.
Station 1
Ich gehe neben Frauchen und der Trainerin (Mimi Kolner, NL) unangeleint bei Fuß. Nach einer Weile fällt ca. 20 m links von uns eine Markierung in mittelhohes Gras. Wir gehen weiter und es wird auf dem Feld vor uns eine weitere Markierung geworfen. Ich darf mir aussuchen, welche ich zuerst holen will und entscheide mich für die zuletzt geworfene. Nachdem ich das Dummy brav und auf direktem Weg bei Frauchen abgeliefert habe, darf ich Nummer 2 retten. Ich habe die Fallstelle noch ganz genau im Kopf, aber als ich dort ankomme, sehe ich nur so eine komische Plastiktaube im Boden stecken. Komisch, ich bin mir ganz sicher, dass das hier die richtige Stelle ist, na, dass nehme ich eben die Taube. (Anmerkung der Redaktion: Die Taube war nur eine Ablenkung, das eigentliche Dummy lag kurz dahinter ; - )). Zum Abschluss wird noch eine Markierung geworfen, die dann aber Frauchen holen darf. Alles ist gut gelaufen (von dem kleinen Taubenmissverständnis mal abgesehen ; - )) und wir ernten viel Lob. Hoch motiviert geht es daher zur nächsten Aufgabe.
Station 2
Wir stehen auf einem Feld. Vor uns fällt auf ca. 30-40 m eine Markierung. Frauchen richtet mich jedoch auf den hohen Bewuchs rechts neben uns aus und schickt mich suchen. Ok, kein Problem! 2-3 beherzte Sprünge – und ich werde zurückgerufen. Hä? Fast vor Frauchens Füßen angekommen dann wieder der Suchenpfiff. Ach so, hätte sie mir doch gleich sagen können, dass die Dummies quasi vor unseren Füßen liegen! Nachdem ich 3 eingesammelt habe, darf ich dann endlich die Markierung und wieder jede Menge Lob abholen.
Station 3
Juhu, ich rieche Wasser!! Trotzdem gehe ich brav und ohne Leine neben Frauchen Fuß bis zum Seeufer. Der Trainer (Jaques Stadhouder, NL) ist beeindruckt : - )) Dort fällt dann erst eine Wasser- und anschließend eine Landmarkierung. Ich darf zuerst die im Wasser holen. Da es sich um ein unbekanntes Gewässer handelt, prüfe ich zunächst die Möglichkeiten für einen seichten Einstieg. Hm, das Ufer sieht überall steil aus und ich muss doch schließlich schnell rein und das Dummy vorm Ertrinken retten! Also entscheide ich mich kurzerhand für den „Papa-Porsche-Sprung“ : - ) Die Landmarkierung ist dann auch schnell geholt und damit auch diese Station geschafft.
Station 4
Frauchen und ich machen mit dem Trainer (Norbert Knauer, D) einen Einzel Walk up. Es fällt eine Markierung und Frauchen darf mich auf Kommando losschicken. Während ich das Dummy hole, wird der Himmel bedrohlich schwarz. Also schnell zu Frauchen zurück, das Dummy in ihre Hand gespuckt und vor dem einsetzenden Hagel schnell zu Herrchen unter den Regenschirm geflüchtet.
Station 5
Endlich eine schöne große Suche: Frauchen und ich stehen am Waldrand, während ein Helfer Dummies auslegt. Auf Frauchens Kommando darf ich loslegen: Einmal, Zweimal, Dreimal… Nachdem ich 6 Dummies in Rekordzeit geholt habe, ist Frauchen glücklich und der Trainer (Johnny Eckhaus, DK) hoch zufrieden. Während wir auf den Rest der Gruppe warten, überfällt mich die Müdigkeit. Ich buddle mir eine Kuhle, rolle mich hinein, bette mein Haupt auf Frauchens Bein und halte ein kleines Schläfchen.
Station 6
Hier passieren merkwürdige Dinge: 2 Helfer laufen mit Stöcken klappernd in komische Geräusche machend (Entengeschnatter) durch den Wald. Es fällt eine Markierung, die ich - nachdem die Helfer verschwunden sind - auf Frauchens Kommando holen darf. Die Richtung stimmt exakt, allerdings habe ich im grünen Blättergewirr Schwierigkeiten mit dem Einschätzen der Entfernung und so suche ich zunächst zu weit hinten im Gelände. Mit Frauchens Hilfe („Hier“ und Suchenpfiff) finde ich das Dummy dann aber. Nun fällt eine 2. Markierung. Dieses Mal habe ich ganz genau hingeschaut und laufe sofort zur Fallstelle. Dort angekommen stelle ich jedoch fest, dass da anstatt eines Dummies eine riesige Dead Fowl Gans liegt. Wie soll ich das Ding bloß zu Frauchen zurück bringen??!!! Ich probiere mehrere Tragestellungen aus und entscheide mich schließlich dafür, die Gans am Hals hinter mir her zu schleifen. Dabei trete ich aber auf ihre pendelnden Füße und komme nun weder vor noch zurück. Entmutigt lege ich die Gans ab und schaue fragend zu Frauchen. Die eilt mir dann auf Anweisung der Trainerin (Charlotte Kiepker, D) zur Hilfe, trägt die Gans zunächst selbst ein Stück und bietet sie mir dann erneut an. Ok, wenn Frauchen das Ding tragen kann, dann kann ich das auch! Ich wage einen erneuten Versuch und zerre das widerspenstige Apportel zum Ausgangspunkt zurück. Puh, geschafft! Was für ein Glück, dass wir normalerweise nicht mit Wild arbeiten ; - )
Station 7
Eine Standard Trainingssituation: Frauchen setzt mich ab und geht weiter. Es fällt eine Markierung im Wald, sie ruft mich zu sich heran und ich darf im Anschluss das Dummy holen. - 1.000 Mal probiert und daher ist auch nichts Negatives passiert : - )
Station 8
Das Schwierigste kommt wie immer zum Schluss und das auch noch beim Frauchen (Brigitta Backström) meines Opas Belsud Black Taurus - Gott habe ihn seeling!
Wir Hunde werden abgesetzt, während unsere 2-Beiner jeweils mit 2 Dummies ausgestattet davon marschieren. In einiger Entfernung reihen sie sich dann auf und werfen mit viel Tam Tam jeweils ein Dummy. Dann Wende nach rechts und nach ein paar Schritten das gleiche Spiel noch einmal. Anschließend werden wir Hunde zu einer Fußübung abgeholt, wieder am Ausgangspunkt abgesetzt und dann heißt es erst einmal warten, während sich die 2-Beiner etwas abseits lang und breit in einer mir unbekannten Sprache unterhalten. Dann wird einer nach dem anderen von uns abgerufen und auf die zuvor geworfenen Dummies eingewiesen. Im Anschluss daran heißt es wieder sitzen und warten. Jetzt habe ich allerdings keine Lust mehr und beginne aufzustehen und in Richtung 2-Beiner zu wandern. Das bringt Frauchen schließlich den Abschlusskommentar ein: „You have a very talented dog but to be really good you need to work on the basics.“
Beim anschließenden Grillen unternehme ich noch ein paar halbherzige Versuche, meinen 2-Beinern etwas vom Teller zu klauen und falle dann in eine gnädige Ohnmacht. Was für ein schöner Tag!
26.06.2008
Nachdem Frauchen heute Morgen mich frisiert hat, ist sie am Abend selbst an der Reihe. Natürlich bin ich wie immer mit von der Partie, schließlich braucht sie doch einen „Trendberater“ ; - )
Im Salon angekommen dreht sich jedoch erst einmal alles um mich: Ich bekommen Wasser (die Azubine muss die Überschwemmung beseitigen). Danach gibt es Leckerlies (die Azubine schwingt den Besen, um die Krümel zu beseitigen). Anschließend möchte ich es mir auf der neuen, gemütlich aussehenden weißen Couch im Wartebereich gemütlich machen (die Azubine rennt hinter mir her, um dies zu verhindern). Tja, so etwas nennt sich „duale Ausbildung“ – Ausbildungsziel: Friseur und Hundesitter ; - )
Endlich ist Frauchen fertig und wir können zu unserer Abendrunde am See aufbrechen. Ich plansche gerade vergnügt im Wasser, als plötzlich ein Rhodesien Ridgeback um die Ecke biegt und sich ohne Vorwarnung auf mich stürzt. Innerhalb von Sekunden liege ich ergeben auf dem Rücken, aber der Kerl hat offensichtlich noch nie etwas von Kampfregel gehört und denkt daher überhaupt nicht daran, von mir abzulassen. Nun schreitet Frauchen ein und versucht den Brutalo zu vertreiben, was ihr auch mit Hilfe des endlich aufgetauchten Herrchens schließlich auch gelingt.
Einige Zeit nach der Attacke beginne ich, wie Rocky Balboa auszusehen. Eine kurze Untersuchung zeigt, dass mich der Ridgeback am Auge gebissen hat. Jetzt muss ich wieder Tabletten und Salben über mich ergehen lassen. Pfui, Teufel!
14.06.2008
Heute wurde das frühe Aufstehen mit einem Seminar bei Anke Bogaerts belohnt. Wie auch im letzten Jahr hatten 2- und 4-Beiner wieder viel Spaß.
Meine Lieblingsübung des Tages war ganz klar die zum „Stopp-Sitz-Pfiff“ (und ich glaube, mit dieser Meinung stand ich unter uns Hunden nicht allein da : - )) : Dummy fliegt und wird heimlich entfernt. Hund wir auf Dummy geschickt und der Sitzpfiff ertönt. Jedes Mal, wenn wir uns brav setzen, fliegt eine obercoole Mini Dead Fowl Ente, die wir sofort apportieren dürfen. Einfach klasse!!! Ich habe die Ente gar nicht mehr aus den Augen gelassen, so toll war die! (Anmerkung an meine 2-Beiner: Ich habe bald Geburtstag! ; - ))
Ein weiteres Highlight war der Trainingsabschluss: Nach diversen Markierungen, Übungen zum Einweisen und einem Walk up durften wir 4-Beiner in Zweiergruppen frei toben. Dabei habe ich quasi den Jackpot in Form einer schnuckeligen Flathündin gewonnen (sehr zum Ärger von Calle ; - )).
08.06.2008
5 Gründe, warum ich Fußball nicht mag:
- Keiner spielt mit mir, weil das ganze Rudel gebannt vor dem Fernseher sitzt.
- Die 2-Beiner Grillen und ich kriege nichts ab.
- Herrchen zeigt unerklärliche Verhaltensweisen, gekoppelt mit merkwürdigen Geräuschen. (T O O R!!!! )
- Manchmal sehen meine Leute traurig aus und lassen sich auch von einer Flätty-Zunge nicht trösten.
- Am Ende eines Spiels fallen „Schüsse“ in der Umgebung, aber es fliegt kein einziges Dummy.
07.06.2008
Nach einem tollen Training in Eutin heute war ich so euphorisch, dass ich beschlossen habe einen kleinen Test zu wagen: Kann ich vielleicht in der Rangordnung unseres Trainingsrudels nicht eine Position aufrücken?
Calle war da jedoch ganz klar anderer Meinung und hat meine Ambitionen nach einem kurzen lauten Ringkampf quasi unter sich begraben. Na gut, dann bleibe ich eben die Nummer 3 (und damit das Schlusslicht. : - (( Aber warten wir es ab, eines Tages…
04.06.2008
Verwechslung
Als ich heute mit Frauchen um den See gehe, stelle ich fest, dass eine Hündin wieder einmal „eindeutige Botschaften“ hinterlassen hat. Das haben neben mir auch meine Geschlechtsgenossen bemerkt. Gerade als wir einen verzückt schnüffelnden Schäferhund überholen, hebt dieser den Kopf und schaut mich ganz merkwürdig an. Und dann beginnt die Verfolgungsjagd – der Typ rennt um den halben See hinter uns her, umwedelt und beschleckert mich und versucht schließlich hinten aufzusteigen. Moment mal, denkt der etwa ich bin die besagte Dame???!!!!! Das muss ich unbedingt richtig stellen und beginne zu knurren. Bevor die Situation jedoch entgleitet, schreitet Frauchen ein, schnappt sich den liebestollen Schäferhund und bringt ihn zu seinem Frauchen zurück. Also Sachen gibt es, sehe ich der Ponymann etwa aus wie eine Hündin?!…
06.06.2008
Auf der Couch
Als moderner Hund gehe ich ja mit der Zeit und bei Problemen folglich zum Therapeuten. Es geht um das Thema Autos. Seit die Dinger bei meinem Unfall ihr wahres Gesicht offenbart haben, fürchte ich mich vor ihnen (besonders wenn sie von hinten kommen). Da wir Autos hier in Hamburg allerdings kaum aus dem Weg gehen können, haben meine 2-Beiner beschlossen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Meine erste Therapiestunde geht zunächst recht harmlos los: Frauchen beginnt auf einem Rasenstück in der Nähe einer Straße mit mir Ball zu spielen. Von Zeit zu Zeit lausche ich zwar auf die Verkehrsgeräusche, aber die Liebe zu meinem Quietschball ist größer als die Angst vor den Autos. Nach einer Weile geht es dann weiter in Richtung Straße. Meine Nervosität steigt, aber ich darf auf der straßenabgewandten Seite laufen und das macht die Sache halbwegs erträglich. Nachdem ich mich bei einem kurzen freien Spiel im Park regeneriert habe, kommt der nächste Schritt: ich muss direkt an der Straße laufen. Dabei versucht Frauchen ihr Möglichstes meine Aufmerksamkeit von den Autos weg auf sich zu lenken. Nach 5 Minuten sind wir beide ziemlich geschafft, aber das Schlimmste steht uns noch bevor - die Verkehrsinsel. Wie habe ich es früher nur geschafft, dort ruhig sitzen zu bleiben, während vor und hinter mir der Verkehr vorbeibraust?! Wir steuern die Insel an, die Fußgängerampel schaltet auf Rot und die Autos kommen. Jetzt helfen keine ausgestrahlte Ruhe und keine Ablenkung mehr, ich will nur noch weg!!!! Mit Mühe und Not hält mich die Therapeutin eine Ampelphase auf der Insel fest, dann ist endlich Schluss für heute.
Verkehrsinseln meiden Frauchen und ich noch, aber das Laufen an der Straße wird jeden Tag besser…
25.05.2008
Nach einer kurzen, traumreichen Nacht (Juni, oh Juni!) sind wir um 9.00 Uhr wieder startklar.
Der Tag beginnt mit meinem persönlichen Alptraum: Dem Gruppenphoto! Schon beim Klang dieses Wortes bekomme ich ein unangenehmes Ziehen in der Halsgegend - also bleibe ich doch dieses Mal lieber sitzen…
Nach der Photosession beginnt dann endlich die Arbeit mit ein paar Steilhangapporten, gefolgt von einem Walk up im tiefen Wald. Ist gar nicht so einfach, Frauchen auch über Baumstämme und Wurzeln „Fuß“ zu folgen. Auch weiß man nie, was einem im Unterholz so alles begegnet…
Anschließend gibt es eine Doppelmarkierung (Land / Wasser). Weil ich wieder möglichst schnell sein will, wähle ich für die Wassermarkierung zunächst den Uferweg. Auf Höhe des Dummies angekommen, stelle ich dann aber fest, dass der Abstieg zum See zu steil ist. Leider habe ich keinen Plan B und weiß nun nicht so recht, was ich tun soll, also zurück zu Frauchen. Irgendwie schäme ich mich aber, mit leerem Fang vor ihr zu erscheinen. Da fällt mir zu meiner Rettung das Landdummy ein ; - )
Im zweiten Anlauf will ich meinen Fehler wieder gut machen, springe nach dem Startpfiff direkt ins Wasser und schwimme in schnurgerader Linie – über den See zu Herrchen. Der kann nun tolle Photos machen, aber ich stehe leider schon wieder ohne Dummy da. So langsam wird es peinlich! Also noch einmal ab ins kühle Nass und das Dummy gesucht. Da vorne ist es – na Gott sei dank!
Nach dieser Übung hat mein Image als Streber etwas gelitten, aber was solls: Nobody is perfect!
Nun ist das Training vorbei und während sich die 2-Beiner zu Kaffee, Kuchen und Klönschnack zusammen setzten, stromere ich mit den 6 Hündinnen (!!) durch den Schlosspark. Leider ist Juni nicht dabei. Sie sitzt wohl behütet von Aragon im Auto : - (((
Dann kommt plötzlich Bewegung in die 2-Beiner und ich sehe Frauchen mit einem komischen Schwein im Arm dastehen. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich selbiges als unser Wildförster Trophy „Wanderpokal“. Hey, soll das etwa heißen, dass wir gewonnen haben? Nach mehreren Umarmungen von Herrchen und Frauchen und einem weiteren Gruppenphoto mit Schwein bin ich mir sicher – ja, ich bin der diesjährige Wildförster Trophy Champion!!!
24.05.2008
Endlich ist es soweit: Nach knapp einem Jahr steht wieder eine Familienzusammenführung auf dem Programm! Dieses Mal treffen wir uns bei meiner Schwester Caoimhe. Sie ist jetzt eine richtige Gräfin mit einem eigenen Schloss, privatem Swimmingpool (Schlossgraben / Teich) und jeder Menge Grundbesitz (Wiesen, Wald und Felder), beste Vorraussetzungen also für ein tolles Wochenende mit vielen grünen Säckchen. : - ))) Mit von der Partie sind in diesem Jahr übrigens: Tante Jette, der multiple Champion Aragon, seine Tochter Juni (schnuckelig sage ich euch!!!), Clara, Ayla, natürlich Caoimhe, Lotta, Bruno, Paul und ich. Catharina verteidigt die Ehre der Wildförster im Ausstellungsring und mein Zwillingsbruder Ciro musste mir ja leider das mit dem Autounfall nachmachen und ist noch nicht wieder voll einsatzfähig. (An dieser Stelle noch einmal gute Besserung, Bruderherz!)
Nach dem Sammeln auf der Schlossterrasse geht es zu einer nahe gelegenen Wiese, wo wir mit einem Walk up starten. Immer wieder fliegen dabei Dummies in ein Gebiet mit höherem Bewuchs, die wir anschließen erst ohne, dann mit Verleitung und schließlich noch einmal „blind“ holen dürfen.
Anschließend geht es weiter zum 1. Teich. Dort fällt eine Markierung ins Wasser. Wir müssen jedoch zunächst am Ufer „Fuß“ gehen, bevor das Dummy „gerettet“ werden darf. Als Frauchen mir schließlich den Befehl „Apport“ gibt, bin ich etwas verwirrt: Das Dummy liegt mitten im Teich und ist somit nur schwimmend zu erreichen. Seit meinem Unfall vor über einem Monat wird jedoch jeder meiner Schwimmversuche mit einem grimmigen „Nein“ kommentiert. Was soll ich denn jetzt machen???! Fragend schaue ich zu Frauchen. Als die mir dann erneut ein aufmunterndes „A p p o r t!“ zuruft, spurte ich begeistert ins Wasser. Offensichtlich ist das Badeverbot aufgehoben!! : - ))
Weiter geht es zum 2. Teich. Dort sollen wir eine Markierung über Wasser arbeiten. Da ich schneller laufen als schwimmen kann, wähle ich zurück den Uferweg. Schließlich soll man doch das Dummy immer auf dem schnellsten Wege zum Hundeführer bringen oder war es der kürzeste…??
Zum Abschluss gibt es noch ein paar Markierungen an einem Steilhang. Als Bruno dabei versucht, Paul das Dummy abzunehmen, kommt es zu einem handfesten Bruderstreit. Spontan entschließe ich mich, auch noch mitzumischen, frei nach dem Motto Schwarz gegen Braun. Aber dann sind auch schon unsere 2-Beiner da und der Spaß ist vorbei.
Nach einem ausgiebigen Nickerchen im Kofferraum, versuche ich mich abends etwas näher mit Juni bekannt zu machen. Tagsüber hat ja Papa Aragon alle Annäherungsversuche abgeblockt und auch jetzt lässt er sie leider nicht aus den Augen. Schon bei dem kleinsten Schritt in ihre Richtung kassiere ich ein deutliches „G R R R!!!!) Keine Ahnung, was der Kerl gegen mich hat. Ich bin jung, sehe gut aus, lebe in gesicherten Verhältnissen und arbeite hart an meiner Karriere zum Apportierer. Außerdem liebe ich Juni – Ehrenwort ; - )
11.05.2008
Die Welt ist klein
Heute haben ich doch tatsächlich in Rantum 2 Labbi Hündinnen getroffen, die ich vom Krupunder See kenne. Eine der beiden hat sich jedoch seit unserem letzten Zusammentreffen stark verändert: Sie ist unheimlich dick geworden und riecht auch irgendwie komisch. Frauchen erklärt mir, dass sie trächtig ist und ich ja vorsichtig mit ihr umgehen soll. Trächtig – spontan bekomme ich Heimweh nach Mama, aber wer weiß, wenn ich nett frage lässt mich Adele vielleicht auch mal nuckeln…
10.05.2008
Heute wagen sich meine 2-Beiner mit mir mal wieder auf die Meerseite der Insel. Ich belohne ihr Vertrauen damit, dass ich brav am Strand bleibe. Da es schon die ganzen Tage sehr heiß ist, habe ich übrigens bei Spaziergängen am Strand ein ausgeklügeltes Schattenspendesystem entwickelt: Man platziere Herrchen mit dem Rücken zur Sonne, sodass er einen Schatten wirft, hebt dann in selbigem eine Kuhle aus, lässt sich mit einem wohligen „Hmpf“ hineinplumpsen und schläft erst einmal eine Runde. Selbstverständlich ist es Herrchen während dieser Zeit strickt untersagt, sich zu bewegen. Frauchen ist in diesem Zusammenhang übrigens ungeeignet – sie hat zu schmale Schultern ; - )
08.05.2008
Nach dem Lister, dem Keitumer, dem Morsumer und dem Rantumer erkunden wir heute das Hörnumer Watt. Unterschiede im Muschel-, Krebs oder Wattwurmgeschmack sind nicht festzustellen ; - )
07.05.2008
Da ich ja nicht mehr ins Wasser darf, hat Frauchen ihre Leidenschaft fürs Wattwandern entdeckt ; - ). Zunächst bin ich ja (genau wie Herrchen) nicht so begeistert, aber dann stelle ich fest, dass man im Watt jede Menge interessante und zum Teil sogar essbare Dinge finden kann, z. B. Muscheln, Krebse und – Wattwürmer. Letztere sind allerdings ziemlich schwierig aus dem Schlick zu operieren – zieht man zu doll, reißen sie durch : - (
Am Nachmittag geht es dann noch nach Westerland zum Shoppen. So ist das halt, wenn man ein Frauchen hat. Seit ich jedoch nicht mehr wie wild an der Leine zerre und wie ein Derwisch durch die Fußgängerzone wirble, ernte ich bei solchen Gelegenheiten statt Schreckensrufen und spontanen Ausweichmanövern immer öfter auch mal ein „Guck mal, was für ein schöner Hund!“
06.05.2008
Die Wüste lebt
Heute habe ich entdeckt, dass es auf Sylt neben Sonne, Strand und Meer auch die „Wüste Morsum“ gibt. Beweisphotos (und andere schöne Syltaufnahmen) findet ihr hier.
Abends war ich dann noch mit Herrchen und Frauchen in der Sansibar. Mal ehrlich: Für 2-Beiner mag das ja Kult sein, aber für Hunde ist dieses Lokal nicht empfehlenswert:
- Es gibt keine Leckerlis.
- Ich bekomme kein Wasser serviert sondern soll aus dem Gemeinschaftsnapf an der Tür trinken.
- Bei Sonnenuntergang werden schreckliche Lieder gespielt. Irgendetwas mit Capri…
- Kellner kriechen unter den Tischen rum und suchen nach Heizreglern. Dazu gibt es eigentlich nur einen passenden Kommentar – W U F F!!!!
- Für einen stattlichen Flätty Mann ist dort alles viel zu eng.
Das einzige was mich tröstet ist, dass die 2-Beiner ein paar Gambas für mich aufheben, die ich genüsslich auf unserem anschließenden Tagesabschluss-Spaziergang am Strand verzehre.
04.05.2008
Gerade ist meine Lunge wieder auf dem Weg zur alten Funktionsfähigkeit, schließen sich meine haarlosen Schürfwunden und verschwinden die rosa Narben auf meiner Nase, da ist auch schon wieder mein Wedilatior defekt!!! - Diagnose: Wasserrute. Also ab ins Auto und zum örtlichen Tierarzt, der übrigens weder mit Leckerlis noch mit Abrechnungspositionen geizt. Ich glaube, so langsam bekomme ich tatsächlich bis an mein Lebensende kein Taschengeld mehr und das Thema Wasser ist für diesen Urlaub jetzt endgültig gegessen : - ((
02.05.2008
Der Urlaub fängt gut an. Erst gab es Hundekekse, Wasser und ein nettes Schattenplätzchen zum Ausruhen in meinem Lieblingscafé und dann quasi zum Nachtisch ein „lecker Mädel“, mit der ich toll am Stand toben konnte. Leider habe ich vergessen, Frl. Bremer nach ihrer Telefonnummer zu fragen, aber wer weiß, vielleicht habe ich ja Glück und sehe sie in den nächsten Tagen noch einmal wieder.
01.05.2008
Ich packe in meinen Koffer…
… oder besser gesagt, Herrchen für mich ins Auto: Mein Bett, gaaanz viel Futter und Leckerlis, meine (Schwimm-) Dummies, Manni und Nils (Stofftiere), die Reste von Pauls Genesungsgeschenk ; - ), mein Beauticase etc. etc.
Richtig geraten, es geht in den Urlaub. Wie schon im letzten Jahr stehen knapp 2 Wochen Sylt auf dem Programm. Ich freue mich schon sehr, auch wenn es dieses Mal wohl eher ein Kur- als ein Abenteuerurlaub wird. Man stelle sich vor: Wir fahren ans Meer und ich darf wegen meiner Lunge nicht schwimmen!!!!
30.04.2008
Heute war Herrchen wieder mit mir in der Klinik. Dort haben sie die lila Fäden entfernt. Schade eigentlich, denn die haben mir mit Sicherheit das eine oder andere Extra-Leckerli von mitleidigen 2-Beinern eingebracht ; - )
25.04.2008
Die letzte Nachuntersuchung ist gut verlaufen und so darf ich mit Frauchen heute wieder ins Büro. Als Unfallopfer genieße ich dabei gewisse Privilegien, z. B. dürfen wir ausnahmsweise mit dem Auto in der Firmentiefgarage parken. Außerdem bekomme ich natürlich jede Menge Leckerlis und Streicheleinheiten von Frauchens Kollegen. Die lila Fäden sind dabei übrigens äußerst förderlich ; - )
In der Mittagspause dann allerdings der blanke Horror: Um zur Auslaufwiese an der Alster zu gelangen, müssen wir eine 4-spurige Straße überqueren. Früher war das kein Problem, aber seit dem Unfall weiß ich ja, dass all diese lauten Dinger da um uns herum potentielle Hundemörder auf 4-Rädern sind. Völlig verschreckt ziehe ich den Schwanz ein, versuche mich hinter Frauchen zu verstecken und als das nicht klappt - zu flüchten. Irgendwann ist es dann aber geschafft und ich kann bei einem Spiel auf der Hundewiese entspannen.
18.04.2008
Nach 2 Tagen „Dauerschlaf“ geht es mir schon ein wenig besser. Auch die Leberwurstleute aus der Klinik sind sehr zufrieden mit mir. Statt einer ordentlichen Leckerli-Belohnung bekomme ich allerdings nur einen Pieks und werde schon wieder müde…
Als ich aufwache, habe ich lila Fäden in Nase. Oh Gott, was soll jetzt nur mein Hündinnen-Fanclub von mir denken?! Aber es kommt noch schlimmer: Zu Hause angekommen, stecken Herrchen und Frauchen meinen Kopf in einen Trichter, der mich daran hindern soll, die frischen Nähte aufzupulen. Da ich nun nicht mehr vernünftig gucken kann, bleibe ich zunächst wie angewurzelt stehen und versuche schließlich durch plötzliche Ausfallsprünge nach vorne oder hinten dem Trichter zu entrinnen. Dabei ramme ich ohne Rücksicht auf Verluste alles, was mir in den Weg kommt. Aus Sorge um meine Gesundheit (und ihre Möbel ; - )) nehmen mir meine 2-Beiner den Trichter schließlich wieder ab. Ich muss jedoch fest versprechen, nicht zu kratzen.
16.04.2008
In der Tierklinik sind alle sehr nett zu mir (besonders die Praktikantinnen, die nicht mit Streicheleinheiten geizen ; - )). Dennoch bin ich froh, als Herrchen am Abend kommt, um mich nach Hause zu holen. Mir tun noch immer alle Knochen weh, eine Platzwunde spaltet Nasenschwamm und Lefzen und bei der kleinsten Anstrengung muss ich als Folge einer Lungenblutung fürchterlich husten. Außerdem bin ich entsetzlich müde…
15.04.2008
Puh, Zahnartzhelferhund die Zweite. Aber bevor es wieder in die Praxis geht, machen Herrchen, Frauchen und ich noch einen ausgiebigen Morgenspaziergang. Zunächst geht es in Richtung See, aber hey, hallo, Leute, was soll denn das?! – Ihr rennt ja schon wieder dran vorbei!!!
Missmutig trotte ich neben meinen 2-Beinern her. Schon seit Tagen darf ich nicht mehr an den See sondern muss auf einem gegenüberliegenden Feld spazieren gehen. Und das alles nur, weil ein Hundehasser mit Krampen versetztes Futter ausgestreut hat!!!
Während ich noch darüber nachgrüble, warum ein Mensch so etwas Gemeines tut, hält ein Auto auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Einer meiner „Kumpels“ steigt aus und geht mit seinem Herrchen zum See. Das ist ungerecht!! Warum darf er da hin und ich nicht??!!! Meine 2-Beiner setzen jedoch ungerührt ihren Weg in Richtung Feld fort und da ich ja angeleint bin, bleibt mir nichts anderes übrig, als ihnen zu folgen. Aber wurmen tut mich das Ganze doch!!
Als wir schließlich am anderen Ende des Feldes angekommen sind, nimmt mir Frauchen die Leine ab. Das ist meine Chance: Ich bin Camus vom Wildförstersee und ich lasse mich nicht vom See vertreiben!! Also flugs umgedreht und ab in Richtung Wasser. Als Frauchen hinter mir „H I E R!!!!!!!!!!!!“ brüllt, kommen mir kurz Zweifel an meinem Vorhaben. Ich stoppe und komme ein paar Schritte zurück. Dann aber gewinnt mein Trotzkopf die Oberhand und ich setze meinen Weg in Richtung See fort. Im gestreckten Galopp geht es über das Feld, auf den Bürgersteig, über die Straße - und dann ist da plötzlich dieses Auto…
14.04.2008
Angriff der Marshunde
Heute war wieder „Maloche“ in meinem Zweitjob als Zahnartzhelferhund angesagt. Aber zum Glück gibt es ja das Ostroher Moor, wo Herrchen und ich in der Mittagspause unser Akkus wieder aufladen können.
Ausnahmsweise hat auch Frauchen heute etwas in Heide zu tun und so können wir abends alle gemeinsam noch eine zweite Runde durchs Moor drehen. Während ich darauf warte, dass meine 2-Beiner sich abmarschbereit machen, sehe ich plötzlich vor der gegenüberliegenden Tierarztpraxis ein merkwürdiges Wesen. Von Hinten sieht es aus wie ein Hund, aber vorne hat das Wesen statt eines Kopfes eine Art großen Lampenschirm. Kein Zweifel, es muss sich um einen „Marshund“ handeln! Sofort fange ich an zu bellen, um seine Leute vor der extraterrestrischen Gefahr zu warnen. Aber wie üblich verkennen die den Erst der Lage völlig: Statt dankbar zu sein, ermahnen mich eindringlich zur Ruhe. Einfach unbelehrbar diese 2-Beiner…
13.04.2008
Hetlinger Marsch
Wow, ein neues Ausflugsziel! Strand und Wasser haben mir die 2-Beiner versprochen, aber zunächst sind nur Rasen und jede Menge dieser wolligen weißen Tiere zu sehen. Bei deren Anblick läuft mir irgendwie das Wasser im Munde zusammen. Ich kann mir aber gar nicht erklären wieso, ist aber auch müßig darüber nachzudenken, denn ich bin ja schließlich an der Leine und komme daher sowieso nicht an sie ran.
Irgendwann schlagen wir uns in die Büsche und erreichen schließlich den Elbstrand. Frauchen zückt mein Schwimmdummy und der Spaß kann beginnen! Herrchen hat diesen tollen Nachmittag wieder in tollen Bildern festgehalten. Klickt einfach hier.
Begeistert springe ich aus dem Auto.
30.03.2007
Mein erster Workingtest
Nun ist er da, mein großer Tag! Allerdings hat mir niemand gesagt, dass ich mitten in der Nacht aufstehen muss. Dementsprechend erstaunt bin ich, als Frauchen mich gegen 4.00 Uhr wachrüttelt und nach einem kurzen Imbiss ins Auto verfrachtet.
2,5 Stunden später sind wir am Ziel und ich ausgeschlafen. Folglich will ich erst einmal meine Umgebung erkunden und die hat es in sich – überall wimmelt es von 2-Beinern und Retrievern, die ich natürlich alle begrüßen möchte. (Ich glaube, Frauchens Arme sind jetzt ein paar cm länger , - )).
Nachdem mich Frauchen auf einem kleinen Waldspaziergang mit einigen Übungen noch etwas runter gekühlt hat, geht es los zur ersten Station. Mit Startnummer 8 sind wir leider das letzte Gespann in unserer Gruppe. Also heißt es erst einmal warten. Das ist nicht gerade meine Paradedisziplin und so werden Frauchens Arme wieder ein Stück länger. ; - ) Aber dann geht es endlich los. Frauchen leint mich ab und wir gehen - begleitet von der Richterin – ein Stück bei Fuß am Ufer eines Weihers entlang. Dann bleiben die 2-Beiner stehen und ich , ach ja, setzten! Frauchen und Richterin gehen schließlich weiter und ich bleibe (weil mir gerade nichts Besseres einfällt ; - )) brav sitzen. Dann ruft mich Frauchen ran, es knallt und ich darf ein Dummy aus dem Wasser retten. Auf dem Rückweg sehe ich plötzlich so einen Typ mit Kamera auf der Wiese stehen. Sollte das etwa Herrchen sein?! Schnell mal hinlaufen und nachsehen. Neee, ist er nicht! Brrr, aber irgendwie bin ich nass. Also schnell mal das Dummy ablegen und ordentlich schütteln. Ups – nun aber lieber schnell zu Frauchen…
Auf geht’s zur zweiten Aufgabe. Wieder heißt es „Leine los“ und „Fuß“ zum Ausgangspunkt. Dort muss ich dann „Sitz“ und „Bleib“ machen, während Frauchen weiter geht. Endlich hält sie an, es knallt und ich darf zu ihr laufen. Dort angekommen, gehen wir zusammen weiter (bei Fuß versteht sich ; - ), Frauchen legt ein Dummy aus, wir drehen um und dann steht „Einweisen“ auf dem Plan. Anschließend knallt es wieder und ein Dummy segelt in einem schönen Bogen in den Wald. Auf Frauchens Kommando presche ich hinterher, hole es, überlege kurz, ob ich vor der Abgabe erst noch einen kleine Schleife drehe sollte, besinne mich dann aber eines Besseren und bringe das Dummy direkt zu Frauchen. Wow, was bin ich doch für ein toller Kerl!!!!!!! Und damit das alle sehen und verstehen (Frauchen inklusive), setze ich hier an Ort und Stelle einfach mal eine Markierung! Du willst das nicht Frauchen?! Ok, vielleicht haben die Hündinnen da hinten mehr Verständnis für mich. Und tschüss…..
Natürlich hat mich Frauchen wieder eingefangen und es geht weiter zu Station Nr. 3. Das ist einfach: Leine ab, „Fuß“, sitzen, Frauchen wirft und holt (! – Gemeinheit) Dummy, dann wirft Helfer und ich hole Dummy. - Hier ist es, Frauchen. Ah, Du hast gerade „Aus“ gesagt, wie passend… ; - )
Aufgabe 4 irritiert mich etwas. Es beginnt altbekannt mit „ohne Leine bei Fuß“, dann fällt eine Markierung (quasi vor meine Füße), ja, und jetzt??!! Du muss doch noch etwas Spannenderes sein! Nicht, na, gut, dann hole ich eben das „Baby“-Dummy.
Vor der letzten Aufgabe müssen wir noch einmal lange warten. Mittlerweile bin ich zugegebener Maßen etwas müde und so bleibt es dann bei Frauchens aktueller Armlänge von mittlerweile geschätzten 3,50 m. Schließlich sind wir aber an der Reihe. Drei Mal dürft ihr raten: Richtig – „Fuß“ ohne Leine, „Sitz“, dann: Knall, Markierung, weiter „Fuß“ und zum Schluss „Apport“!! Es piekst zwar ordentlich, als ich durch das Unterholz pflüge, aber einen echten (Flätty)Mann kann das natürlich nicht schocken…
Dann ist es vollbracht und ich springe freiwillig ins Auto, um quasi sofort in eine tiefe Ohnmacht zu fallen…
29.03.2008
Heute habe ich eine gelungene Generalprobe in Eutin hingelegt. Nun ist Frauchen glücklich und geht morgen wohl etwas beruhigter an den Start. Aber man sagt ja immer: „Schlechte Generalprobe, gute Vorstellung.“ Daraus folgt im Umkehrschluss… Na, mal sehen, was ich mir morgen so alles einfallen lasse. ; - )
20.-24.03.2008
Osterurlaub im Retriever Traumland
Ich habe es gefunden, das ultimative Traumland des Retrievers. Es heißt „Mecklenburger Seenplatte“. Hier reiht sich ein See quasi an den nächsten und dazwischen gibt es lauter kleine (und zumindest in der Nebensaison menschenleere) Wanderwege durch Wald und Flur. Natürlich haben meine 2-Beiner auch bei der Hotelauswahl an mich gedacht. Es gibt einen direkten Zugang zum Müritzsee mit eigenem (Flätty) Strand! So kann ich - trotz des winterlich weihnachtlichen Wetters - jeden Morgen mein Schönheitsbad nehmen. : - )
Während wir die Gegend erkunden, geht es auch wieder auf Schatzsuche. Meine 2-Beiner nennen das Geochaching. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das Spiel noch nicht so ganz durchschaut habe. Irgendwie ist das Ganze ja wie eine Suche. Hat man dann aber das „Dummy“ (meist in Form einer Tupper / Photodose) gefunden, apportiert man es nicht etwa, sondern versteckt es wieder sorgfältig an Ort und Stelle und - geht!!!. Also ich fände es besser, den Cache mitzunehmen, deshalb bin ich anfangs auch immer umgedreht und habe versucht, ihn wieder auszubuddeln. Aber leider bestehen die 2-Beiner auf ihren Spielregeln : - ((
Ach ja, etwas Interessantes gibt es hier noch: Bootsstege. Die sind manchmal ganz schön unheimlich, besonders wenn sie „freischwimmend“ sind. Zunächst habe ich mich ja trotz Leckerlies und gutem Zuredens nicht rauf getraut, mir dann aber doch ein Herz gefasst. Ja, ja ich bin schon ein Held ; - )
Bilder aus dem Traumland findet ihr genau hier (übrigens ohne das ganze Photoalbum zu durchsuchen
: - )).
17.03.2008
Juhuuuu, nach einem langen Notdienstwochenende ist Herrchen wieder da!!!!!! Habe ihn gerade mit einer heftigen „Schleck-Attack“ begrüßt : - )
15.03.2008
Das Üben für den Workingtest geht weiter. Weil heute aber das Training in Eutin erst am Nachmittag losgeht, beschließt Frauchen vorher mit mir noch die Stadt zu erkunden. Natürlich muss ich mit ihr wieder in diverse Geschäfte und dort „Sitz-Platz-W A R T E!!!“ machen. Aber heute kaufen wir sogar etwas (eine Wärmflasche für Omi) und ich darf die Tüte stolz durch die Fußgängerzone tragen. Zum Abschluss gönnt sich Frauchen eingemummelt in eine Decke ihren ersten „Open-Air-Kaffee“. Ich würde derweil gerne Möwen jagen, aber das ist natürlich wieder nicht erlaubt.
Dann geht es endlich zum Training. Dort stehen diverse Markierungen mit Geländeübergängen sowie Einweisen auf dem Programm. Bis auf die ersten 2 Dummies, mit denen ich wieder ein paar Ehrenrunden drehe, klappt alles gut – auch die abschließenden Wasserapporte.
Zum Schluss machen wir noch einen Abstecher auf die Geburtstagsfeier vom B-Wurf „Aus dem Osten Holsteins“. Mann, so viele schnuckelige junge Hündinnen (naja und auch ein paar Jungrüden, aber die zählen nicht ; - )) Völlig erschöpft krabble ich schließlich ins Auto und verschlafe mehr oder minder den Rest des Abends.
10.03.2008
Unser Abendspaziergang fing heute so gut an (Omi und Dummies im Gepäck, gutes Wetter, tolles Ausflugsziel mit Bademöglichkeit…), endete dann aber in einem Teppichladen!!!! : - ((
Noch ehe ich mich versehe stehe ich plötzlich in einem Glaskasten der zu fliegen beginnt. Die 2-Beiner nennen das Panoramafahrstuhl, ich sage dazu nur F o l t e r k a m m e r !!! Im 1. Stockwerk angekommen, verlasse ich mit eingeklemmtem Schwanz und im Kriechgang den Ort des Schreckens.
Zu Glück bietet sich sofort eine interessante Ablenkung: Teppichstapel! Auf die kann man super drauf springen und sich - wenn sie besonders kuschelig sind - auch darin wälzen ; - ) Leider besteht Frauchen auf gutes Benehmen und so ist der Spaß dann auch ganz schnell vorbei…
Als mich meine 2-Beiner schließlich wieder in dieses Panorama Ding lotsen wollen, ramme ich alle Viere in die Auslegwahre und gehe keinen Schritt mehr weiter. Auch Leckerlies und gutes Zureden nutzen nichts. Schließlich gibt Frauchen nach und wir nehmen die Treppe. Für heute gewonnen, aber wenn ich das richtig verstanden habe, kommen wir bald wieder hierher und dann wird Frauchen wohl einen neuen Versuch unternehmen. Tja, nicht nur ich bin hartnäckig im Verfolgen meiner Ziele…
09.03.2008
Heute ist Party in Hannover angesagt, denn Herrchens alter Schulfreund hat Geburtstag.
Da es bei unserer Ankunft Zeit für meinen Nachmittagsspaziergang ist, laden Frauchen und ich unseren „Großen“ erst einmal aus und fahren weiter ins nahe gelegene Leine Tal. Nette Gegend! Leider hat Frauchen mal wieder die Dummies im Auto vergessen, aber wozu habe ich meine Nase?! – Schnell ist zumindest ein verwaister Tennisball gefunden, mit dem wir Such und Apportierspiele machen können.
Plötzlich passiert etwas Merkwürdiges: Frauchen wirft einen „Hobby-Ball“ und der fliegt und fliegt und fliegt – sogar um die Ecke! Sehr merkwürdig!!!!!!! Verzweifelt versuche ich ihn zu fangen, gebe dann aber auf und komme zu Frauchen zurück. Die murmelt was von: „Mist, da habe ich doch wohl glatt einen Hasen getroffen…“ Ach so, dann war das also gar kein Ball, der da geflogen ist…
Zurück auf der Party, klaue ich den anwesenden 2-Beinern-Welpen erst einmal ihren Fußball. Der ist zwar etwas schwierig in den Fang zu bekommen, aber als echter Retriever meistere ich schließlich auch dieses Problem : - ).
Etwas ratlos bin ich immer noch, wenn es um 2-Beiner-Welpen geht. Der eine bringt mir Stöckchen zum zerkauen und der andere Matsch zum fressen, das ist nett und wird auch gerne angenommen, aber streicheln oder gar schreiend an mir vorbei rennen finde ich einfach gruselig.
08.03.2008
Der wilde Osten
Calle und ich wollten heute in Eutin mal ein Aufwärmtraining der anderen Art machen und ein paar Jungbullen auf der Weide jagen. Leider kann Frauchen Gedanken lesen und hat meinen Start schon im Ansatz mit einem donnernden „N E I N !!!!!!!!“ unterbunden. Ok, dann halt nicht…
Etwas beleidigt trotte ich auf die gegenüberliegende Wiese. Aber was ist das: Einer der Bullen ist scheinbar ausgebüchst und steht jetzt völlig frei vor uns. Ups! Noch ehe Calle, Julie und ich bis 3 zählen können, haben uns unsere Frauchen die Moxonleinen übergeworfen und treten den geordneten Rückzug an.
06.03.2008
Frauchen und ich haben tatsächlich einen Platz beim Workingtest ergattert. Nun heißt es üben, üben üben - auch wenn wir nur in der S-Klasse starten. Ach, was heißt hier eigentlich nur, wäre ein Workingtest ein Mercedes, dann wäre das die Luxusklasse ; - )
Na, wie dem auch sei. Wir sind jedenfalls heute zum DRC-Training gefahren. Da standen ein Walk-up, ein Apport mit Schuss, einer mit Verleitung sowie ein weiterer über Wasser auf dem Programm.
Beim ersten Apport bin ich kurz auf die Fährte einer läufigen Hündin abgebogen, habe mich dann aber eines Besseren besonnen und doch das Dummy geholt. Die übrigen Apporte liefen super, was aus Frauchens Sicht bedeutet, dass ich mit dem Dummy nicht stiften gegangen bin ; - )
Bei Wasser Apport haben sich einige meiner Mitstreiter als „Mädchen“ entpuppt und wollten nicht ins kalte Wasser. Das kann einem Flatmann wir mir natürlich nicht passieren: Dummy – juhu - los – splash!
02.03.2008
Heute haben wir versucht, zwischen 2 Regenschauern unseren Nachmittagsspaziergang zu absolvieren. Ist leider nicht geglückt. Gerade als wir mitten in den Sandbergen sind, geht ein richtiger Wolkenbruch nieder. Da hilft nur eins - sich vollends nass machen und in den See springen. Bilder! – Ja, hier…
24.02.2008
Heute haben wir einen tollen „Rudelausflug“ nach Lüneburg, bzw. in die dortigen Wälder unternommen. Natürlich musste Herrchens neue Kamera mit : - ) Die Ergebnisse des Photo Shootings könnt ihr hier sehen.
23.02.2008
Als Zahnarzthund hat man es nicht leicht. Nachdem Frauchen bei mir Zahnbelag festgestellt und den Umstand an Herrchen gemeldet hat, bekomme ich jetzt 1x wöchentlich nicht nur das Fell sondern auch die Zähne gebürstet. – Pfuiteufel!!!!
21.02.2008
Was für eine Überraschung. Da döse ich unter Frauchens Schreibtisch und denke an nichts böses, als es plötzlich klingelt und kurz darauf Tara die Treppe zum Büro hinaufstürzt. Ehrensache, dass wir erst einmal ein ausgiebiges Begrüßungsrangeln starten.
Als wir schließlich eine Pause einlegen, stellt Tara fest, dass ihr Herrchen verschwunden ist. Nun ist es vorbei mit Spielen und Toben, stattdessen trabt sie jammernd durchs ganze Haus. Ich will Tara ablenken und bringe ihr meine schönsten Spielsachen, aber auch das kann sie nicht trösten.
Irgendwann gebe ich genervt auf und lege mich wieder zu Frauchen unter den Tisch. Plötzlich erscheint Tara, hockt sich mitten im Büro in und – nein, das kann doch nicht wahr sein – sie piescht!!!!!!!!!!! Oh, oh, das gibt Ärger. Das schein Tara auch zu denken und krabbelt vorsorglich auch zu mir unter den Tisch. Frauchen bleibt aber ganz cool und holt kommentarlos Wasser, Schrubber und Handtuch.
Am Nachmittag wagen wir dann zu Dritt einen Ausflug zum See. Am Anfang will Tara immer noch umdrehen, aber schließlich können Frauchen und ich – unterstützt durch einen Ball und diverse Superleckerlies - Sie davon überzeugen, bei uns zu bleiben.
Abends wird Tara dann wieder abgeholt und ich falle mit einem zufriedenen Grunzen aufs Sofa und gleich darauf in einen tiefen traumreichen Schlaf…
20.02.2008
Es ist stockfinsterer Morgen, dichter Nebel liegt über dem See. Plötzlich taucht aus dem Nichts ein großes gruseliges Etwas auf. Jetzt gibt es nur eins: Ich muss Frauchen beschützen. Knurrend und bellend baue ich mich auf dem Weg auf. Keine Chance, dass dieses Ding an mir vorbei kommt.
Aber halt! – Stopp! – Was macht denn Frauchen da?! Sie geht einfach ungerührt an mir vorbei, direkt auf das Ding zu!!! Na gut, dann muss ich wohl oder über hinterher. Beim Näherkommen entpuppt sich das Ding als Mülleimer. Ok, aber der gute Wille war da…
17.02.2008
Karate Kid
Gerade liefere ich mir mit Tara so einen richtig schönen Ringkampf, als plötzlich ein kleiner Westi angelaufen kommt und sich einmischt. Moment, was sind denn das für Manieren?!! Mit einem gekonnten Schulterwurf und einem eindruckvollen „GRRRRRRRRRRRR“ befördere ich ihn außer Reichweite und widme mich wieder Tara. Plötzlich naht das Frauchen vom Terrier, reißt ihn an sich, untersucht ihn am ganzen Körper und wirft mir Blicke zu, die in etwa sagen: „Du schwarze Terrier mordende Bestie!!“ Frauchens freundliche Frage: „Alles ok?“ wird mit Nachtachtung und einer schnellen Flucht beantwortet. Schon komisch, ich habe dem Typ doch nur gesagt: „Du störst!“
13.02.2008
Heute habe ich beim DRC Training dem vorwitzigen Lennox das Dummy aus dem Maul gerissen und dafür fürchterlichen Ärger bekommen. Aber mal ehrlich: Was erdreistet der sich mit seinen 10 Monaten auch, direkt vor meiner Nase angeberisch mit dem Dummy herumzufuchteln?!
11.02.2008
Hat ein Flat eigentlich auch Garantie?
Als ich heute Morgen aufstehe merke ich gleich, dass etwas nicht stimmt. Ich kann nicht wedeln!!!!!
Mein Schwanz hängt ganz schlaff herunter und wenn ich mich freue, wackelt nur der Po. Frauchen diagnostiziert einen defekten Vedilator und bringt mich zur Reparatur zur Leberwurstfrau. Eine Spritze, eine Dose Hundewurst und ein paar Stunden später, erwacht mein Schwanz langsam wieder zum Leben. Glück gehabt!! Aber mal ne Frage: Ich bin ja erst 1,5 Jahre alt, fällt das dann noch unter Garantie? ; - )
10.02.2008
Anbaden in St. Peter Ording
Heute war es endlich soweit: Das erste Meerbad des Jahre! Meine 2-Beiner und ich haben den herrlichen Sonnenschein genutzt und sind nach St. Peter Ording gefahren. Zugegeben, Wasser und Lufttemperatur waren noch etwas arktisch, aber einen echten Flatty stört das natürlich wenig. Ich sage nur Schwimmdummy retten bis der Arzt kommt (um Frauchens „Tennisarm“ zu versorgen ; - )))
Nach einiger Zeit verspüre ich allerdings das dringende Bedürfnis, mich in die Dünen zurück zu ziehen. Leider sind weit und breit keine zu sehen, weil der Stand so breit ist. Als es nicht mehr geht, hocke ich mich verschämt hinter einen kleinen Sandhaufen. Natürlich ist Frauchen auch gleich mit der Tüte zur Stelle. Da wir noch eine Weile laufen wollen, der nächste Papierkorb aber beim Parkplatz ist, möchte Frauchen die Tüte an einer Standmarkierung zwischenlagern. Leider hat sie mir Ihren Plan nicht erklärt, sodass ich immer wieder umkehre und die Tüte apportiere ; - )
Schließlich in St. Peter Ort angekommen brauche ich dringend ein Schluck Wasser. Leider haben meine 2-Beiner vergessen, welches mitzunehmen (Man merkt, dass wir ein paar Monate nicht mehr an der See waren. Die sind aus der Übung, was die entsprechende Grundausstattung angeht!). Geld haben sie auch keines dabei. Zum Glück hat Frauchen eine Idee: Sie verschwindet in einem Bistro und kommt mit einer „Kacktüte“ voll Wasser zurück. Tja, wozu diese Tüten nicht alles gut sind!
09.02.2008
Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen…
Heute bin ich in Eutin zum ersten Mal einem Fuchs in freier Wildbahn begegnet. Der lief seelenruhig vor uns über den Weg und verschwand in einem Erdloch. Natürlich musste ich sofort hinterher und diese Loch inspizieren. Mehr als den Kopf reinstecken und ordentlich schnuppern ging aber leider nicht und auch das war nur kurz möglich, weil mir natürlich Frauchen natürlich schon wieder auf den Fersen war : - (.
Bei der anschließenden Suche haben wir einen Hasen und ein Fasanenpärchen aufgeschreckt. Für die hatte ich jedoch keinen Blick übrig, schließlich war ich in „Mission Dummy“ unterwegs. Gleiches galt für die Rehe, die wir später noch getroffen haben. Tja, da soll noch mal einer sagen, im Osten Holsteins wäre nichts los ; - )
03.02.2008
Heute haben Frauchen und ich das schöne Wetter genutzt und einen laaaangen Spaziergang in den Holmer Sandbergen gemacht. Natürlich haben wir auch ein paar Dummies mitgenommen. Als ich gerade mitten in einer Suche bin, brechen plötzlich 3 Rehe durchs Unterholz. Ich überlege kurz, ob ich nicht hinterher rennen sollte, erinnere mich dann aber durch Frauchens eindringliches „Such!!!!“ daran, dass ich ja gerade auf wichtiger Dummy-Mission bin und hefte meine Nase wieder an den Boden. Als ich schließlich mit Dummy bei Frauchen auftauche, ist diese überglücklich und ich darf eine kleine Trainingspause einlegen und mit ihr spielen.
01.02.2008
Mutig will Frauchen uns heute zum ersten Workingtest anmelden - in der Schnupperklasse, denn ich habe ja schließlich noch keine Prüfung, um in den „richtigen“ Klassen zu starten. Die Aktion wird ein richtig gutes Teamwork: Frauchen kümmert sich um den Papierkram, Herrchen steuert die Briefmarke bei und ich lutsche selbige an : - )
21.01.2008
Heute steht mal wieder der Stop-/Sitzpfiff auf dem Übungsplan. Dazu bewaffnet sich Frauchen mit meinem neuen Kong-Ball (ein Geschenk von Omi) und geht mit mir zum See. Pfiff, setzen, Ball apportieren, wieder Pfiff, usw., usw. …
Nach 20 Minuten Training brauche ich dringend eine Abkühlung und stapfe in den See. Jetzt könnte Frauchen zur Abwechslung den Ball mal ins Wasser schmeißen! Die zögert jedoch, guckt fragend auf den Ball und murmelt: „Ob der wohl schwimmt?“ - Ja, ja, ja warum sollte er nicht, nun wirf schon!!!
Irgendwie scheint Frauchen verstanden zu haben, denn sie wirft tatsächlich den Ball. Begeistert stürme ich hinterher, aber an der „Landestelle“ angekommen ist nirgends mehr ein Ball zu sehen. Verzweifelt drehe ich Runde um Runde, aber der Ball bleibt verschwunden.
Nach einer ganzen Weile merke ich, dass Frauchen mich ruft. Noch eine Runde und dann gebe ich widerstrebend auf und schwimme zurück. Wir gehen weiter, aber der Ball will mir einfach nicht aus dem Kopf. Das gibt es doch gar nicht, der kann doch nicht einfach weg sein!! Als wir schon halb um den See herum gewandert sind, beschließe ich noch eine letzte Suchaktion zu starten, mache auf dem Absatz kehrt und laufe - noch bevor Frauchen eine Chance hat mich zu stoppen - zurück zum „Tatort“. Schließlich muss aber auch ich einsehen, dass der Ball verloren ist.
P.S.: Wir haben am nächsten Tag einen neuen Ball gekauft. War uns zu peinlich Omi zu beichten, dass ihr Geschenk nur wenige Tage überdauert hat; - )
23.01.2008
Erziehungscamp Krupunder See
Diese Jugend von heute! Also die Politiker haben schon recht, wenn sie sagen, dass man da hart durchgreifen muss … ; - )
Heute treffen wir bei unserem Spaziergang jedenfalls auf Lesley, eine 12 Wochen alte Bearded Collie Hündin – und eine richtige Plage! Ständig will sie mit einem spielen, springt rum, bellt und schleckert an den Lefzen rum… Zunächst habe ich es ja mit Ignorieren versucht, aber die Kleine will einfach keine Ruhe geben. Naja, dann müssen eben stärkere Geschütze aufgefahren werden: Ein kleiner gezielter Ausfallschritt mit gefletschten Zähnen, begleitet von einem warnendem Knurren.
Plumps, da liegt Madame vor mir auf dem Rücken und quiekt jämmerlich. Etwas erschrocken schaue ich erst zu Lesley und dann zu Frauchen. Mensch, ich wollte doch nur sagen: „ Du nervst!“
Weiter geht’s – und da naht auch schon der nächste Youngster, Vego, ein knapp 1-jähriger Goldie. Auch der zeigt heute keinen Respekt vor dem Alter und nervt rum. Also noch einmal –grrrrr!!! Vego fällt zwar nicht gleich um, aber geht doch sicherheitshalber hinter seinem Herrchen in Deckung. Als er sich wieder raus traut, spielen wir dann aber doch noch ein bisschen bevor es nach Hause geht.
05.01.2008
Heute muss ich mal wieder eine Anekdote vom Eutiner Training zum Besten geben. Also, es steht Einweisen auf dem Programm. Ich bin schon 2 Mal los und habe jedes Mal bilderbuchmäßig das Dummy in gerader Linie gefunden, aufgenommen und zurückgebracht. Frauchen setzt mich zum dritten Mal an. Ich laufe, laufe, laufe – aber da ist nirgends ein Dummy zu sehen. Hmmm, vielleicht habe ich ja etwas missverstanden und das Dummy liegt jenseits des Grabens, dort wo Ares immer fündig geworden ist (er hat die Übung mit Ablenkungsdummy gemacht). Also schwups über den Graben und dort gesucht. Aber auch hier – Fehlanzeige. Fragend schaue ich zu Frauchen uns lasse mich letztendlich auch überzeugen zurück zu kommen. Dort finde ich dann auch ein Dummy, aber ich habe die 2-Beiner ja schwer im Verdacht, dass sie sich verzählt und mir dieses letzte Dummy nur untergejubelt haben ; - )
01.01.2008
Das erste Wunder im neuen Jahr…
Auf unserem Neujahrsspaziergang konnte ich heute meinen Augen kaum trauen: Da kommt uns doch tatsächlich eine Dogge mit einem ganzen Baum im Maul entgegen!!! (Anmerkung der Redaktion: Durchmesser des Stammes ca. 15 , Länge ca. 200 cm!) Tief beeindruckt setze ich mich erst einmal hin und starre sie ungläubig an. Daraufhin legt die Dogge ihre Last ab und kommt zu einem kurzen Spielchen herüber. Als sie sich schließlich verabschiedet, bleibt der Baum liegen. Vorsichtig pirsche ich mich heran und versuche ihn nun meinerseits anzuheben. Aber so sehr ich mich auch bemühe, ich bekomme ihn nicht hoch. Vielleicht hätte ich mir statt einer Dead Fowl Ente lieber eine 10er Karte für das Fitness Studio wünschen sollen...
31.12.2007
Heute ist also wieder der Tag des Dummies. Tja, letztes Jahr war ich ja noch zu jung und unerfahren um die Bedeutung dieses Tages zu verstehen, aber heute weiß ich ja: Knall = Dummy. Leider scheine ich kein braver Hund gewesen zu sein, denn obwohl es bereits am Nachmittag überall knallt, kann ich - trotz größter Aufmerksamkeit - kein für mich bestimmtes Dummy erspähen : - (((
Irgendwann gebe ich die Hoffnung auf und beginne eine wilde Verfolgungsjagd mit einer Windhündin. Ich will mich ja nicht loben, aber mittlerweile bin ich ganz schön schnell. : - ) Mit der Ausdauer ist das aber noch so eine Sache. Nach 30 Minuten bin ich bereits völlig fertig. Als schließlich Tara und Maja auftauchen, kann ich mich kaum noch auf den Beinen halten. Ball spielen?! Fehlanzeige!
Zu Hause angekommen, versinke ich erst einmal in eine gnädige Ohnmacht. Irgendwann erscheint allerdings Omi und ich mobilisiere noch einmal alle Reserven. Irgendwann fallen mir dann aber wieder die Augen zu. Als ich wieder aufwache, liegen sich die 2-Beiner in den Armen und wünschen sich ein frohes neues Jahr. Draußen knallt es überall. Wahrscheinlich dürfen jetzt alle Hunde der Welt Dummies apportieren, nur ich nicht. Was habe ich bloß falsch gemacht?...
29.12.2007
Auch wenn ich ja nicht mehr auf Ausstellungen gehe, ist Frauchen dennoch der Meinung, dass ein Haarschnitt von Zeit zu Zeit nicht schaden kann. Und heute ist es wieder so weit. Als Frauchen mein Beauty Case rausholt, versuche ich noch schnell zu flüchten, ergebe mich dann aber in mein Schicksal. Gut, dann gehe ich eben mit „Primaner-Öhrchen“ ins neue Jahr. Vielleicht steht ja Tara oder Jule oder Lotte oder Julie oder Lale oder oder ; - ) drauf…
28.12.2007
Heute darf ich meine Weihnachtsgeschenke einweihen. Ich kann es kaum erwarten, mein Dummy und meine Ente auszuprobieren! Dementsprechend hibbelig bin ich, als Frauchen mich am Waldrand absetzt, um eine Suche vorzubereiten. Besonders habe ich es natürlich auf die Ente abgesehen. Ich schiele also über meine Schulter und versuche mir genau zu merken, wo Frauchen sie versteckt.
Dann geht es endlich los. Pfeilschnell schieße ich ins Unterholz, finde zunächst aber nur mein neues Dummy. Gut, liefere ich das eben schnell bei Frauchen ab, bevor ich mich wieder um die Ente kümmere. Gesagt, getan – oder auch nicht, denn als ich das Dummy in gewohnter „Täschen Manier“ abtransportieren will, fällt mir auf, dass es größer und viel schwerer ist, als normal. Verwundert bleibe ich erst einmal stehen, mache 1, 2 neue Hebeversuche und stelle schließlich fest, dass ich es nur mittig im Fang abtransportieren kann. Frauchen, das war doch Absicht!!
Ok, jetzt aber schnell zurück und die Ente gesucht. Da ist sie jippiii!!! Nun brauchst Du Dir aber nicht einzubilden Frauchen, dass ich dieses tolle Ding gleich wieder bei Dir abliefere, damit Du es wieder einsteckst ; - ) Also erst einmal 1, 2 Ehrenrunden gedreht und dann ab in den Wald ein nettes Plätzchen suchen, um die Beute in Ruhe zu inspizieren.
Naja, irgendwann hat mir Frauchen die Ente dann doch wieder abgejagt und wir machen uns auf den Weg zum nahegelegenen See. Plötzlich sehe ich eine Bewegung im Wald, vielleicht ein Kumpel zum Spielen? Aufgedreht wie ich bereits bin, schieße ich sofort los und ignoriere geflissentlich Frauchens Stopp Pfiff. Der vermeintliche Kumpel ist jedoch ein Reh, das bei meinem Anblick sofort die Flucht ergreift. Begeistert über meine neue Entdeckung drehe ich noch einige Runden im Wald und laufe dann zu meinen Leuten zurück. Dort warten natürlich Leine und ein paar Unterordnungsübungen auf mich – seufz! Am See angekommen ist das aber alles vergessen…
Herrchen hat ein übrigens wieder paar Bilder von unserem Spaziergang gemacht.
26.12.2007
CSI Halstenbek
Heute Morgen haben Tara und ich komische Sachen im Wald gefunden – lauter Beutel, in denen die 2-Beiner Papier und so kleine runde Scheiben aufbewahren, mit denen man einkaufen kann. Leider waren alle – von ein paar Plastikkarten abgesehen leer. Ein klarer Fall von Taschendiebstahl (da verstehe ich schließlich was von ; - )).
Tja, wenn Frauchen inzwischen mit mir ins Fährtentraining eingestiegen wäre, dann hätte ich - ganz in Kommissar Rex Manier - die Täter verfolgt und den Fall gelöst, aber so müssen wir uns wohl auf die Polizei verlassen…
24.12.2007
Heiligabend
Der Tag beginnt mit einer Überraschung: Das von Herrchen apportierte Stöckchen zieht ins Wohnzimmer ein und wird dort von Frauchen mit allem möglichen Zeug, dass man weder essen noch verschleppen darf, behängt.
Anschließend werden Päckchen unter dem Baum verteilt. Ich hoffe ja, dass in einem meine Dead Fowl Ente sowie mein neues Dummy befinden. Die sind nämlich vor einigen Tagen mit der Post gekommen und dann spurlos verschwunden.
Nun gibt es ein besonders leckeres Abendbrot mit Gambas. Anschließend machen wir ein lustiges Apportierspiel mit den Päckchen unterm Baum und ich darf auspacken. Eine neue Leine (naja), ein Leuchthalsband (Frauchen will wohl nicht mehr, dass ich im Schutze der Dunkelheit auf Erkundungstour gehe), ein Ball (wie sich nach ca. 30 Sekunden zeigt nicht Flättyzahn gerecht) und ja, da sind sie: Ente und Dummy. Leider nimmt mir Frauchen beides sofort nach dem Auspacken ab. Wohl noch nie was von dem Spruch „Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen“ gehört!!!
Einige Photos von unserer Bescherung findet ihr im Photoalbum.
22.12.2007
Auf feindlichem Terrain
Ich liege gerade gemütlich im Flur und halte meinen Nachmittagsschlaf, als Herrchen und Frauchen plötzlich zu den Hundejacken greifen. Schlagartig hellwach schieße ich zur Tür. Ein außerplanmäßiger Ausflug, da muss ich mit! Und tatsächlich – Frauchen greift zur Leine, juhuuuu!
Ich staune allerdings nicht schlecht, als unser Ausflug 3 Häuser weiter auf dem Grundstück meines Intimfeindes Moritz endet. Naja, eigentlich bin ich wohl eher sein Feind, denn Moritz schießt jedes Mal an den Zaun und bellt aus Leibeskräften, sobald er mich auch nur am Horizont erblickt.
Jetzt sitzt er jedenfalls in einem provisorischen Zwinger (was seine Laune nicht gerade verbessert) und in seinem Garten stehen überall nadelige Stöckchen. Auf diese Dinger haben es meine 2-Beiner abgesehen. Immer wieder wird eines hochgehoben, von allen Seiten gemustert und dann wieder hingestellt. Gelegentlich kommt auch mal die Frage: „Camus, was sagst Du denn zu dem?“ – Mensch Leute: zu groß und zu pieksig zum Apportieren und im Übrigen muss ich mich auf Moritz konzentrieren, also stört mich jetzt nicht!
Irgendwann einigen sich Herrchen und Frauchen dann auf eines der Stöckchen und es geht zurück nach Hause. Stolz trabe ich neben Herrchen her. Ist schon ein toller Typ mein Großer, der kann einen ganzen Baum apportieren!!!
04.12.2007
Puh, das war heute wieder ein Gerangel mit Tara. Jetzt habe ich aber einen Bärenhunger. Lass mal Frühstück rüber wachsen, Frauchen, aber ein bisschen pronto! - Sag mal, hörst Du schlecht: F R Ü H S T Ü C K!!!!! Noch immer keine Reaktion! Vielleicht hilft das Belagern des Fressnapfes. Nein? – Ok, dann vielleicht der Küchenschrank. Auch nicht? - Kühlschrank?!...
Beleidigt und mit knurrendem Magen verziehe ich in mein Bett und versuche zu schlafen. Alter Abnehmtrick, im Schlaf merkt man den Hunger nicht so.
Am frühen Nachmittag greift Frauchen dann zu Hundejacke und Leine. Vielleicht ist ja das Futter ausgegangen und wir besorgen jetzt neues. Freudig stürme ich, Schweineohren, Rinderkopfhaut und andere Leckerein vor Augen, nach draußen und ins Auto. Leider endet die Fahrt nicht wie erhofft im Futterhaus, sondern bei einem mir fremden Leberwurstmann. Naja, auch gut, schließlich gibt es in solchen Etablissements immer etwas zu fressen. Aber Fehlanzeige, obwohl mich der Kerl am ganzen Körper betatscht und mich schließlich sogar piekt, rückt er nicht ein mickeriges Leckerli raus! Haben sich denn heute alle gegen mich verschworen?!! Eines steht fest, hier komme ich bestimmt nicht wieder her! Plötzlich werde ich gaaaanz müde. Als ich wieder aufwache, weiß ich nicht genau wo ich bin, alles dreht sich um mich und Hunger habe ich auch immer noch. Also fange ich kläglich an zu jaulen, bis man mich schließlich zu Frauchen bringt.
Zu Hause angekommen mache ich noch einen letzten Versuch an etwas Essbares zu kommen, aber mir schwant schon, dass es sinnlos ist. Womit habe ich das nur verdient?! Falls ich heute Nacht vor lauter Hunger meine 2-Beiner anknabbere sind sie selber Schuld!
02.12.2007
Ich bin mächtig aufgeregt. Heute soll meine erste Weihnachtsfeier mit den Kumpels aus der DRC Trainingsgruppe stattfinden. Leider wurde für den Nachmittag eine Unwetterwarnung herausgegeben. Na, hoffen wir mal, das sich das Wetter noch ein bisschen hält.
Am Ort des Geschehens angekommen, werden wir in Gruppen eingeteilt und dann müssen wir mit unseren 2-Beinern lustige Übungen machen: Abrufen durch die Beine, Dummy Zielwerfen mit anschließendem Apport, „Hier“ über eine geöffnete Dose mit Wüstchen, Eierlaufen…
Leider fängt es mittendrin an zu schütten, sodass wir alle froh sind, als wir uns schließlich im Gasthof aufwärmen können. Kaffee und Kuchen haben wir 4-Beiner natürlich mal wieder nicht bekommen, dafür aber ein Geschenk, dass sich jeder unter dem Tannenbaum aussuchen konnte. Ich hatte eine tolle Fischgräte aus Latex. Leider hat sie meiner Kauwut nur ca. 30 Minuten stand gehalten : - ((
Mich und mein Julklapp Geschenk sowie Bilder von unserem Team könnt ihr im Photoalbum bewundern.
27.11.2007
Es ist 4.00 Uhr morgens und ich kann vor lauter Sehnsucht nach der schönen Unbekannten nicht schlafen. Wie gerne wäre ich jetzt bei ihr, aber obwohl ich schon fast 1,5 Jahre bin, haben mir meine 2-Beiner noch immer keinen eigenen Haustürschlüssel gegeben!!
Selber schuld denke ich, dann muss ich die Herrschaften eben aus dem Bett schmeißen, damit sie mich rauslassen. Nach einigen Hypnoseversuchen, freundlichem Pfoteauflegen, ausgiebigem Schleckern von Füßen und Gesichtern sowie einigen herzzerreißenden Jammerlauten steht Herrchen schließlich auf und begibt sich zur Tür. (Er denkt, ich muss Pischi ; - )) Ich mache mich startklar, aber dann kommt die große Enttäuschung in Form meiner Leine. Aus der Traum vom frei im Garten rumstromern und nach einem Weg zu meiner Geliebten zu suchen : – (((
Wieder im Haus beschließe ich daher eine selbstkomponierte Arie mit dem Titel „Ode an die Liebe“ zu singen. HUUUUHUUUUUUUUHUUUU, HUHUHUUUUUUUUU, HUUUUUUUUHUHUUUUUUU!!!!!!!!!!!! Meine 2-Beiner scheinen von meinen musikalischen Fähigkeiten nicht sehr überzeugt zu sein. Als mein Konzert nach 2 Stunden endet, bleibt der Beifall aus.
26.11.2007
Ich bin ja sooooo verliebt!!!!! Eine schöne Unbekannte hat rund um den See Botschaften mit nicht jugendfreien Inhalten hinterlassen. Seitdem kann ich an nichts anderes mehr denken. Kaum sind wir am See schalte ich meine Nase ein und mein Gehör aus - schließlich möchte ich ungestört von Frauchens Pfiffen und Rufen die Liebesbriefe meiner Angebeteten lesen. Das birgt natürlich jede Menge Konfliktpotential, aber für „Sie“ nehme ich Frauchens Unterordnungsprogramm gerne auf mich.
19. – 23.11.2007
Eine ganze Woche treibt sich Frauchen in der Weltgeschichte herum und Herrchen und ich sind mal wieder „Strohwitwer“. Da sich Omi nicht so gut fühlt, unterstütze ich Herrchen für 2 Tage tatkräftig in der Praxis, sorge dafür, dass er mittags frische Luft bekommt und mache nachmittags mit der Hündin der Tierärztin deren Praxis unsicher : - )) Also Frauchen, brauchst Dir nicht einbilden, dass ich Dich vermisse!!
14.11.2007
Frauchen ist genervt. Während der neue Zaun draußen beständig wächst, klingelt bei uns immer öfters das Telefon. Als Folge stürzt sie dann immer mit grimmigem Gesichtsausdruck aus dem Haus und führt wortreiche Debatten mit den Nachbarn. Habe ich es nicht gleich gesagt: Das mit diesem Zaun ist keine gute Idee…
13.11.2007
Fremde Männer machen sich lautstark an den Büschen und Sträuchern im Garten zu schaffen und da Frauchen oben im Büro arbeiten muss, bleibt die Überwachung des Ganzen natürlich mal wieder an mir hängen. Typisch!
Naja, die Herren scheinen ihr Handwerk zu verstehen und eigentlich ist es ja auch ganz gut, wenn zumindest die Hecke mal wieder ordentlich zurück geschnitten wird. Ich kann dann einfacher drüber springen, um in Nachbars Haus und Garten auf Entdeckungstour gehen.
Während ich mir schon überlege, was ich dort als erstes unter die Lupe nehmen möchte, schleppen die Gärtner plötzlich große Metallgitter heran und fangen an, diese hinter der besagten Hecke aufzubauen. Was soll denn das??!!! Die Dinger sind doch viel zu hoch zum Drüberspringen!!! Völlig entgeistert schaue ich dem Treiben zu und so langsam schwant mir, dass es mit meinen Ausflügen nun wohl vorbei ist. Na gut, ich habe vielleicht die eine oder andere Blume bei der Landung platt gemacht und ja, ich gebe zu, dass einige der Bonsaitöpfe, die überall in den Beeten stehen (warum eigentlich?!) bei meinen Streifzügen auch was abgekriegt haben, gut und vielleicht war es auch keine gute Idee, meine Toilette vom eigenen aufs Nachbargrundstück zu verlagern, aber muss man deshalb gleich zu solchen drastischen Maßnahmen greifen?!...
07.11.2007
Also Leute, das muss ich euch erzählen! Ich habe heute Frauchens 3. Hobby (neben mir : - ) und den Pferden) kennen gelernt – es nennt sich Ballett.
Am Ort des Geschehens angekommen, soll ich zunächst in der Umkleide warten. Da wird es mir aber schnell zu langweilig und das tue ich auch lautstark kund. Mein Geheul geht wohl allen ganz schön auf die Nerven und als ich gerade mal ruhig bin, kommt Frauchen, schleppt eine mobile Stange in den Flur und bindet mich daran fest. Nun habe ich freie Aussicht auf den Saal. Dort spielen sich merkwürdige Dinge ab: Eine Menge weiblicher 2-Beiner stehen in komischen Klamotten und noch komischeren Schuhen an Stangen aufgereiht und wedeln mit Armen und Beinen. Ich fixiere Frauchen und versuche verzweifelt ihre Bewegungen zu entschlüsseln - vielleicht eine neue Art von Einweisen?! Irgendwann gebe ich es auf und konzentriere mich lieber auf die Musik. Als ich beginne versuchsweise mitzusingen, löst das extreme Heiterkeit unter den 2-Beinerinnen aus. Na gut, wenn man meine Kunst hier nicht zu schätzen weiß, dann lege ich mich eben hin und schmolle.
Als aber die 2-Beinerinnen ihre Stangen verlassen und beginnen durch den Raum zu drehen und zu springen vergesse ich Schmollen und will mitmachen. Mein Sprint wird aber durch die Stange gestoppt, die sich schließlich – nachdem ich sie durch den halben Flur geschleift habe – im Türrahmen verkantet. Die Welt ist echt ungerecht!
03.11.2007
Heute haben meine 2-Beiner einen äußerst komischen Ausflug mit mir gemacht. Angefangen hat alles auf einer Wiese. Dort spielen wir erst einmal mit einer fremden Frau „Einweisen“, will heißen, wir gehen spazieren und wechseln immer wieder gemäß ihrem Handzeichen die Richtung. Plötzlich strömen ganz viele 2-Beiner auf die Wiese - interessiert mich aber nicht. Brav suche ich mir meinen Weg zwischen den vielen Beinen und bleibe Herrchen und Frauchen auf den Fersen.
Danach sind die fremden 2-Beiner wieder verschwunden und meine Leute fangen an, mit mir zu spielen - erst einfach so und dann mit einem Handtuch. Dabei greift plötzlich die fremde Frau ein und will mit mir ein Zerrspiel anfangen. Darauf falle ich aber nicht herein. Schließlich weiß ich, dass ich das nicht soll und außerdem ist es schlecht für die Zähne .; - ).
Anschließend wirft Herrchen noch ein paar Bälle für mich. Jipppi, jetzt bin ich so richtig in Spiellaune!! Aber statt weiter mit mir zu toben, will Frauchen jetzt, dass ich mich ruhig auf den Rücken lege. Das sehe ich zwar nicht so richtig ein, lasse mich aber mit etwas Überredung umdrehen. Als ich aber merke, dass
- die Wiese unter mir total kalt und nass ist und
- die fremde Frau Anstalten macht, mich am Boden festzuhalten,
rappele ich mich schnell wieder auf und weigere mich strickt, die Prozedur noch einmal zu wiederholen.
Und dann sind plötzlich auch schon wieder die ganzen anderen Menschen da und fordern mich zum Spielen auf. Na dann mal los…
Irgendwann bilden die Leute dann einen Kreis um mich und meine 2-Beiner, der sich erst langsam und dann ganz schnell schließt. Für jemanden, der schon mal die Hamburger Innenstadt auf einen Samstag gesehen hat, ist das aber alles kein Problem. Auch als Herrchen und Frauchen sich aus dem Staub machen und mich allein im Kreis zurück lassen, behalte ich die Nerven.
Anschließend geht es in den Wald. Dort wartet quasi hinter jedem Baum eine Überraschung auf mich: Ein 2-Beiner, der mit Rassel und Quietschi rumlärmt (gähn!) ein anderer, der eine Riesendose schüttelt (schleck, ist da vielleicht was zu fressen drin?) ein weiterer, der mit einem Gummipferd spielt (???), ein Gespenst (schleck, ich hab Dich lieb) und flatternde Bänder, unter denen ich mit Frauchen durchkriechen soll (na, wenns denn sein muss). Nur als plötzlich ein übereifriger Helfer direkt vor meiner Nase aus dem Gebüsch springt und sich einen riesigen laut scheppernden Sack um die Ohren schleudert, sehe ich mich genötigt zu bellen. Der Helfer kriegt daraufhin Ärger mit der Richterin und ich kann den Sack noch mal in Ruhe inspizieren.
Auf dem Rückweg kommen wir an einem weiteren 2-Beiner vorbei, der 3 Schüsse abgibt. Juhuuuu, endlich weiß ich was das hier alles soll - Dummies apportieren!!! Begeistert stürze ich los, um das Dummy zu suchen. Leider ist keines zu finden, was für ein enttäuschender Tag!
02.11.2007
Wow, ich habe gerade ein Wettrennen gegen einen Windhund gewonnnen!! – Naja,
sie war 9 Jahre alt ; - )
01.11.2007
Liebeskummer
Ich bin am Boden zerstört – Tara hat einen anderen!!!!!!!!! Vigo heißt er und ist ein 5 Monate alter Goldenrüde. 5 Monate, mein Gott, man stelle sich das mal vor!!! Das fällt doch unter Welpenschändung oder etwa nicht??!!! Zugegeben, ich war ja auch nicht immer treu, aber das ist schließlich etwas anderes. Ich bin ein Rüde und meine Hormone zwingen mich ja quasi usw…
Ich liege in meinem Bett und habe immer diese Szene von gestern und heute Morgen vor Augen: Tara spielt zärtlich und selbstvergessen mit Vigo und würdigt mich keines Blickes. HUHUHU!!!!!!!
Ich muss Sie zurückgewinnen. - Nachher mal mit Frauchen beratschlagen. Sie muss doch wissen, was Frauen wollen…
30.10.2007
Heute bin ich wieder den Verlockungen des Weibes erlegen. Aber mal ehrlich: Wie soll „Mann“ einer schicken gut riechenden Blondine auch widerstehen? Die Männer unter Euch wissen bestimmt, was ich meine…
Ich jedenfalls konnte es nicht und bin der schönen Unbekannten im Laufschritt gefolgt. Das ich dabei Frauchens Pfiff überhört, 3 Straßen überquert und fast einen Auffahrunfall verursacht habe, ist mir gar nicht aufgefallen. Ich hatte halt nur Augen und Ohren für meine Angebetete.
Als ich irgendwann wieder zu mir gekommen bin, stand ich mutterseelenallein auf dem Bürgersteig. Die Hündin war hinter einem Gartenzaun verschwunden und Frauchen nur ein kleiner schwarzer Punkt am Horizont. Panisch trete ich den Rückweg an. Natürlich erwartet mich keine freundlicher Empfang, sondern das größte Donnerwetter meines bisherigen Hundelebens. Für den Rest des Tages lasse ich Frauchen dann auch keine Sekunde aus den Augen und bin der folgsamste Hund der Welt.
28.10.2007
Good bye, Showbiz
Heute heißt es ein letztes Mal früh aufstehen, um zu einer Ausstellung zu fahren. Noch reichlich verschlafen lasse ich mich widerstandslos um den See führen, Bürsten und ins Auto verladen.
In Hannover angekommen wird es dann spannend. Sooo viele Hunde auf einem Haufen. Die Pudeldame, die in der Einlassschlange mit mir anbändeln will, ignoriere ich geflissentlich. Ich stehe einfach nicht auf toupierte Haare mit Zöpfchen, aber die schicke Labradorhündin weiter vorne in der Reihe könnte mir schon gefallen… ; - )
Endlich sind wir in der Halle. Herrchen hat einen schönen Lagerplatz direkt am Ring für uns gefunden. Ich lege mich erst einmal gemütlich auf die Decke vor meinen Kennel und halte ein kleines Schläfchen. Irgendwann scheucht mich Frauchen hoch und will einen Probelauf mit mir veranstalten. Na gut, wenn es denn sein muss…
Dann ist wie immer Warten angesagt. Endlich ist es soweit und ich betrete mit Frauchen als letzter von 4 Jungrüden den Ring. Dann geht es los – die erste Runde wird gelaufen. Ich merke wie Frauchens Pulsschlag steigt. Wahrscheinlich hat sie jetzt Bilder von Kängurus vor ihrem geistigen Auge ; - ). Ich bin heute aber wild entschlossen mich zu benehmen und laufe brav neben ihr her. Dann geht es ans „Steh“ vorm Richtertisch. Auch das meistere ich mit Bravour und mit viel Wedeln. Schließlich sind wir beim Abtasten angelangt. Als die Richterin nach meiner Schnauze greift, zucke ich zurück, schließlich weiß ich, was jetzt kommt. Irgendwann muss ich das Maul aber doch öffnen, naja und dann ist alles auch ziemlich schnell vorbei…
Trotzdem, meine 2-Beiner sind glücklich und schenken mir ein tolles blaues Dummy, ein neues Vetbett und eine neue Leine bevor es zu einem ausgiebigen Spaziergang in den Wald und schließlich nach Hause geht.
Jetzt werden wir uns vermehrt um die kleinen grünen Säckchen kümmern. Macht eh mehr Spaß als im Kreis zu laufen…
27.10.2007
Heute habe ich meine Kasperei vom letzten Mittwoch wieder gutgemacht und beim Training in Eutin den Streber gegeben:
- Erste Aufgabe: Eine Markierung bei der ich aber nur die Flugbahn sehen kann. Ich bin super auf Kurs, als plötzlich hinter mir Julie auftaucht. Ey, was soll das – das ist mein Dummy! Natürlich müssen wir mit der Übung nun wieder von vorn beginnen. : – (
- Zweite Aufgabe: Genau wie die erste, nur dass das Dummy im Wasser landet. Beim ersten Mal wate ich noch vorsichtig in den Tümpel. Als ich dann aber noch einmal ausrücken darf, um Julies Dummy zu retten, zeige ich den berühmten Flätty Selgelflugsprung.
- Als nächstes versuchen wir einen Walkup. Auch das klappt ganz gut, außer dass ich dieses Mal versuche Julies Dummy zu erwischen : - ))
- Abschließend gibt es noch eine Suche im Wald. Allerdings stauen Julie und ich nicht schlecht, als die letzten 2 Dummies nicht von uns, sondern von unseren Frauchen geholt werden. Eins muss in diesem Zusammenhang ja mal gesagt werden: Der Naseneinsatz der beiden Damen war echt schlecht!!
20. /21.10.2007
Dieses Wochenende erwartet Frauchen Besuch von ihrem Patenkind. Cornelia ist 10 Jahre alt und eigentlich sehr nett. Dennoch beobachte ich sie argwöhnisch, versuche wo es nur geht, ihr aus dem Wege zu gehen und quittiere jegliche Annäherungsversuche ihrerseits mit einem Grummeln. Frauchen gibt Cornelia daraufhin den Tipp, mich einfach zu ignorieren. Das ist mir natürlich auch nicht recht und als dann am Abend alle 2-Beiner auf dem Sofa sitzen, pirsche ich mich vorsichtig an und lege mich dazu.
In der Nacht schleiche ich mich immer wieder zu Cornelias Zimmer und beobachte sie vom Türrahmen aus. Bisher hat noch nie ein anderer 2-Beiner bei uns geschlafen und ich bin mir noch nicht so sicher, ob das alles so seine Ordnung hat.
Am nächsten Morgen kommt dann Cornelias Familie zum Frühstück. Ihre kleine Schwester Marleen ist ungefähr so groß wie ich, daher total faszinierend, aber auch irgendwie furchtbar unheimlich. Als sie etwas unbeholfen versucht mich zu streicheln belle ich vor Schreck. Danach traut sich Marleen nicht mehr ohne Bodygard durchs Haus. Das tut mir natürlich schrecklich leid und als sie ruhig mit Marleen auf der Gästematratze liegt, kuschele ich mich dazu.
Den Umgang mit kleinen 2-Beinern muss ich wohl noch ein bisschen üben…
19.10.2007
Heute hatte ich wieder Damenbesuch. Tara war mit ihren Leuten hier und wir haben gemeinsam Urlaubsbilder angesehen. Nichts gegen Wanderurlaub im Allgäu, aber für meinen Geschmack gibt es dort zu wenig Wasser : - ))
Während unsere 2-Beiner essen, quatschen und die Photos ansehen, mache ich es mir auf dem Sofa vorm Kamin gemütlich und versuche Tara davon zu überzeugen, zu mir zu kommen. So ein bisschen Kuscheln vorm prasselnden Feuer, das wäre doch was! Unverständlicherweise kennt Tara noch nicht die Vorzüge eines Sofas, aber schließlich traut sie sich – vorsichtig eine Pfote vor die andere setzend – hinauf. Nun folgt ein kleiner Ringkampf und dann ist sie auch schon wieder unter. Kein Sinn für Romantik diese Frau…
17.10.2007
Nach der Urlaubspause haben wir heute auch unser Training beim DRC wieder aufgenommen. Damit Frauchen nach dem fabelhaften Samstagstraining nicht etwa auf die Idee kommt, dass ich meine Flegelphase hinter mir hätte, lasse ich heute wieder den totalen Kasper raushängen. Ausflüge ins Schilf statt „Sitz“ und „Bleib“, Spaziergänge auf der Deichkrone statt Abliefern des Dummies… Wenigstens zum Schluss der Stunde schaffe ich noch 2 anständige Apporte, dennoch ignoriert mich Frauchen für den Rest des Abends. Na gut, nächste Woche gebe ich mir mehr Mühe – versprochen!
16.10.2007
Es gibt auch Leberwurstmänner! Das habe ich heute entdeckt, als ich mit Frauchen zur Augenuntersuchung in einer Spezialklinik war. Zum Glück hat er sich nicht von seinen weiblichen Artgenossen unterschieden: Auch er war sehr nett und hatte einen großen Vorrat an Leckerlis : - )) Ich habe mich dann auch ganz vorbildlich benommen und immer wenn er gucken wollte ganz still gehalten. Sobald er sich allerdings umgedreht hat, um seine Instrumente zu wechseln, habe ich die Gelegenheit genutzt und ausgiebig die Helferin geschleckert. Ach ja, die Ergebnisse waren übrigens gut. Ich bin ein richtiges Adlerauge…
14.10.2007
Hach, ich glaube, heute wird ein toller Tag: Blauer Himmel, Sonnenschein und Frauchens Ankündigung, dass wir einen tollen Ausflug machen wollen.
Gespannt springe ich ins Auto. Als ich jedoch die Straßenfluchten Hamburgs an mir vorbei ziehen sehe, überkommen mich leichte Zweifel, was den Ausflug betrifft. Und richtig: Wir halten mitten in Hamburg und treffen uns mit Frauchens Freundin zum Frühstück in einem Café. Statt Schwimmen und Toben steht für mich nun „Sitz“ und „Bleib“ auf dem Programm, während sich die 2-Beiner am köstlichen Buffet bedienen! Erzürnt ob dieser Ungerechtigkeit, schmiede ich einen Plan: Wenn ich nichts von den leckeren Sachen haben darf, dann soll auch Frauchen nichts bekommen. Also stehe ich immer auf, sobald sie losgeht. Das heißt für Frauchen dann wieder zurückkommen und mich hinsetzen. Auf diese Art erreicht sie niemals das Buffet! ; - ). Nach einer Weile wird das Spiel allerdings langweilig und Frauchen böse, also verkrümele ich mich unter den Tisch und halte ein kleines Schläfchen.
Endlich sind die 2-Beiner statt und es geht zurück zum Auto. Als sich der Kofferraum wieder öffnet, sind wir an der Nordsee. Juhuuu!!! Sofort stürme ich auf den nächsten Kumpel zu, renne ihn über den Haufen und gehe anschließend mit ihm baden. Es folgen mehrere Stunden „Schwimmdummy-Retten“ und toben. Danach leere ich erst einmal eine 1,5l Flasche Wasser.
Auf dem Rückweg machen wir noch Station in Heide und besuchen Herrchen, der dieses Wochenende arbeiten muss. Der wird erst einmal stürmisch begrüßt, schließlich habe ich ihn schon 2 Tage nicht gesehen. Beim anschließenden Stadtbummel nehme ich erst einmal einen kräftigen Schluck aus jedem Brunnen und gehe - zur großen Erheiterung aller Umstehenden - im Bassin vor dem Wasserturm abschließend noch eine letzte Runde schwimmen. Mensch Frauchen, reg dich nicht auf! Ich kann schließlich nichts dafür, dass Wasser mich so magisch anzieht, das liegt in den Genen; - )
13.10.2007
Heute geht es endlich wieder zum Training nach Eutin. Nach der langen Pause machen heute sogar die Unterordnungsübungen Spaß und ich verblüffe alle Anwesenden durch perfekte Ausführung. Und dann ist es Endlich Zeit, für die „grünen Säckchen“. Lange nicht gesehen und doch wiedererkannt… Die erste Aufgabe geht schief, weil ich mich nicht von meinem Dummy trennen möchte und mal wieder ein paar Ehrenrunden drehe, aber danach klappt dann alles prima.
Ach ja, mit Julie kann man wieder toll spielen, jetzt wo sie nicht mehr dieses betörende Parfüm an sich hat…
11.10.2007
Es ist noch stockfinster und Frauchen schmeißt mich aus dem Bett. Ist etwa schon wieder eine Ausstellung oder Urlaub angesagt? Ich schaue mich um, kann aber kein Gepäck entdecken. Naja, dann muss Frauchen wohl nur wieder irgendwo hin und wir machen eine frühe Runde. So ist es dann auch. Als wir uns auf den Weg zum See machen, ist es jedoch noch immer dunkel. Ich bin etwas verunsichert, lausche auf jedes Geräusch, drehe mich nach den huschenden Lichtern der Autos um. Im Wald bleibe ich ganz ohne Kommando immer schön „bei Fuß“. Nicht dass ich Angst hätte, nein, aber ich muss doch auf Frauchen aufpassen, damit ihr nichts passiert ; - )
09.10.2007
Als wir heute zu unserem Morgenspaziergang aufbrechen, staune ich nicht schlecht: Irgendwie scheint die Welt am Gartentor aufzuhören. Statt Straße, Bäumen und Häusern ist da nur ein weißer Vorhang. Frauchen erzählt irgendetwas von Nebel. Ich weiß zwar nicht so genau, was sie damit meint, trabe aber ergeben neben ihr in Richtung See. Dort angekommen stelle ich jedoch mit Schrecken fest, dass auch dieser verschwunden ist. Sosehr ich mich auch bemühe, ich kann ihn vom Ufer aus nicht sehen. Auch die Stöckchen, die Frauchen hineinwirft verschwinden im Nichts. Folglich verzichte ich auf mein Morgenbad, denn ist doch schließlich logisch: Wo kein See ist, kann man auch nicht schwimmen…
07.10.2007
Heute lassen wir noch einmal Urlaubsfeeling aufkommen und fahren nach St. Peter Ording an die Nordsee. Leider ist Ebbe und wir müssen ewig lange laufen, um ans Wasser zu kommen. Brandung ist daher auch Fehlanzeige, aber natürlich habe ich trotzdem meinen Spaß: Hier eine Möwe, dort den Wurfball und da einen Kumpel jagen und natürlich schwimmen, schwimmen, schwimmen – was gibt es Schöneres für einen Flat?
06.10.2007
Eine von Frauchens Freundinnen hat einen „Welpen“ bekommen und der muss natürlich ein Geschenk haben. Etwas zum Anziehen soll es sein. - Tja, ist doch wirklich unpraktisch, dass die 2-Beiner keinen Pelz haben…
Wir fahren also mit der S-Bahn in die Stadt. Irgendwie habe ich eine wage Erinnerung an diese großen rollenden Kästen, aber wirklich wohlfühlen tue ich mich darin nicht. In der Stadt angekommen muss ich vor Aufregung erst einmal. Und da ist es wieder mein altes Problem: ein dringendes Bedürfnis und keine schützende Vegetation, in die ich mich zurückziehen könnte. In meiner Not wähle ich schließlich einen Müllkübel und hocke mich dahinter. Frauchen findet das sehr praktisch, weil sie die Tüte dann gleich entsorgen kann. ; - )
Jetzt geht es mir erst einmal besser, aber der nächste Schreck lässt nicht lange auf sich warten. Als wir in die Spitaler Straße einbiegen (eine von Hamburgs Haupteinkaufsstraßen) bleibe ich wie angewurzelt stehen: Soweit das Auge reicht ein einziges wogendes Menschenmeer. Mein Gott, ich wusste gar nicht, dass es so viele 2-Beiner auf der Welt gibt!!! Immer schön an Frauchens Bein geschmiegt, tauche ich in das Gewimmel ein. Irgendwann biegen wir in ein großes Haus ab, in dem man „Pelze“ für 2-Beiner kaufen kann. Auch hier ist alles voller Menschen. In der „Welpenabteilung“ angekommen, haben wir aber plötzlich ganz viel Platz an den Regalen. Das ist schön, aber warum schreien plötzlich die ganzen kleinen 2-Beiner um mich herum und weshalb werfen uns die dazugehörigen Mütter so merkwürdige Blicke zu und fangen an lautstark zu schimpfen??!
Jetzt müssen wir noch in ein anderes großes Haus, um Geschenkpapier und eine Karte zu kaufen. Im Fahrstuhl wartet eine große Überraschung auf mich – Flats, wohin ich auch schaue. Interessiert beginne ich zu schnüffeln und will die anderen Hunde begrüßen, aber irgendwie riechen die gar nicht und rankommen tue ich auch nicht. Merkwürdig!! Frauchen sagt was von Spiegeln und das die anderen Hunde ich seien. Muss ich mir etwa Sorgen um ihren Geisteszustand machen?...
Endlich sind wir fertig und es geht zurück nach Hause. Gäähn, jetzt muss ich erst einmal ein kleines Schläfchen halten, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten…
02.10.2007
Heute habe ich mit Frauchen einen Ausflug nach Lüneburg gemacht. Der Stadtbummel wurde natürlich gleich wieder dazu genutzt, um „Fuß“ auf der Straße und „Bleib“ in den Geschäften zu üben. Da ich heute meinen gnädigen Tag habe, geht beides aber erstaunlich gut. Nach der Stadt kommt dann mein Highlight des Tages: Ein ausgiebiger Spaziergang in einem schönen Waldgebiet mit Bächen und Seen. Eine 9 Monate alte Flat/Weimeraner Mischlingshündin macht mein Glück perfekt. Sie liebt Verfolgungsjagden genauso sehr wie ich und gemeinsam geht es über Stock und Stein.
Zum Abschluss des Tages besuchen wir noch Freunde meiner 2-Beiner. Die sind gerade umgezogen in ein neues schickes Haus, das ich ganz ungeniert erst einmal vom Keller bis zum Dachboden besichtigen muss. Alles ist wunderbar bis auf die kleine 2-Beinerin die dort wohnt. Obwohl sie ganz still vor mir stehen bleibt und sogar ein Leckerli in der Hand hat, will ich mich partout nicht anfassen lassen. Stattdessen trete ich den Rückzug hinter Frauchens Rücken an und fange an zu knurren. Das wird natürlich nicht besonders freundlich aufgenommen und ich glaube, mit dieser Aktion habe ich 2 Fans, nämlich die Eltern der kleinen, verloren…
01.10.2007
Heute geht es mal wieder zur Leberwurstfrau. Meine Impfungen müssen aufgefrischt werden. Außerdem meint Frauchen, dass nach den kulinarischen Verirrungen in Frankreich (Kuhfladen, Muscheln etc.) mal wieder eine Wurmkur fällig sei. Wie immer versetze ich mit meinem Drang zum Behandlungszimmer alle Menschen und Tiere im Wartezimmer in Erstaunen. Nachdem Hypnotisieren und Belagern der Tür sowie plötzliches Losspurten beim Öffnen der Selbigen nichts genutzt haben, versuche ich es mit Kratzen. Da ist es dann aber mit Frauchens Geduld vorbei und ich muss unter ihrem Stuhl „Platz“ machen. Endlich drin, gibt es wie immer schmackhafte Hundeleberwurst. Den kleinen Pieks habe ich - vertieft in die Dose - gar nicht gemerkt : - )
30.09.2007
Heute geht es nun also endgültig nach Hause. Während sich bei Frauchen der Urlaubs-Abschluss-Blues breit macht, freue ich mich schon mal auf Omi! Aber noch liegen ca. 600 km zwischen ihr und mir.
Bei aller Eile nach Hause zu kommen: Pausen müssen sein. Und wir machen heute einen ganz besondere - am Wildförstersee!! Nun weiß ich endlich, woher mein Name kommt und natürlich muss ich auch erst einmal ausgiebig in „meinem“ See schwimmen gehen. Ist ja wohl Ehrensache!
Schließlich in Halstenbek angekommen, mache ich noch eine Pischirunde um meinen „Haussee“. Mal sehen, wer oder was hier so alles in meiner Abwesenheit los war. Nachdem ich ausgiebig „Zeitung gelesen“ und auch einige „Artikel“ selbst geschrieben habe, geht es endlich zu Omi. Die Wiedersehensfreude kennt keine Grenzen und so hole ich sie auch fast von den Füßen mit meiner „Schleck-Attack“ : - )
29.09.2007
Au revoir Bretagne
Heute nehmen wir Abschied von unserem Haus in der Bretagne. Ich sage tschüss zu den Hofhunden, den Kühen und dem Traumstrand. Dann heißt es wieder lange Autofahren. Unser Zwischenübernachtungshotel ist dieses Mal zum Glück sehr hundefreundlich. Nicht nur, dass das Zimmer groß und geräumig ist, ich darf sogar in den Hotelgarten und mich dort nach Herzenslust austoben. Nur schade, dass der Fluss, der hinter dem Hotel vorbeifließt mit einem Zaun abgesperrt ist. Ich wäre doch zu gerne noch ein bisschen baden gegangen. : - )
28.09.2007
Hungersnot
Unverzeihlich: Frauchen hat die notwendige Futtermenge falsch berechnet und nun habe ich nichts mehr zu fressen. Leider gibt es in Frankreich nicht an jeder Ecke ein „Futterhaus“ (oder „Fressnapf“ etc., will ja hier schließlich keine Schleichwerbung machen ; - )). Nur einmal, vor einer Woche, haben wir etwas Vergleichbares in Brest gesehen. Jetzt heißt es, den Laden wiederfinden. Eine Stecknadel im Heuhaufen suchen, ist glaube ich einfacher - 2 Stunden lang irren wir durch die Straßen von Brest. Endlich haben wir den Laden gefunden. Mein Futter haben sie leider nicht, aber immerhin die Kombination „Lamm und Reis“. Als kleine Entschädigung kaufen mir meine 2-Beiner noch einen tollen Fußball mit Tragegriff und eine neue Hundedecke.
Nachdem ich nun „verarztet“ bin, kommt Herrchen an die Reihe. Er möchte unbedingt die Steine von Carnac sehen. Dort angekommen, stellt sich die Sache allerdings als Flop heraus. Die Steine sind komplett eingezäunt und können nur von weitem bestaunt werden. Außerdem sind freilaufende Hunde hier ausnahmsweise nicht erlaubt. Also werfen wir vom Auto aus nur einen schnellen Blick auf die Steine und nehmen Kurs auf den nächsten Stand. Der ist schnell gefunden und so verbringen wir den Nachmittag wie so häufig mit dem Schwimmdummy am Wasser.
Zum Abschluss des Tages geht es dann noch nach Quiberon. Nach einem kurzen Stadtbummel, stärken wir uns in einem super schicken Restaurant. Die Leute dort sind sehr freundlich, auch wenn meine 2-Beiner im sandigen „Ich-spiele-mit-meinem-Flätty-am-Strand-Outfit“ sind und ich beim Trinken mal wieder den halben Speisesaal flute (hallo Mama!!). Nach dem vermurksten Tagesauftakt, ein schöner Abschluss unseres Urlaubs.
27.09.2007
Nach der schönen Wanderung von gestern sind wir im Inselfieber und beschließen spontan auf die Île Callot in der Nähe von Morlaix zu fahren. Die Insel hat eine Besonderheit: Eine „route submersible“, will heißen - man kann die Zufahrtsstraße nur bei Ebbe, bzw. halber Flut befahren, ansonsten ist sie überflutet. Ein kurzer Blick auf den Gezeitenplan lässt uns glauben, dass wir noch eine Stunde Zeit bis dahin haben. Es macht uns zwar ein bisschen stutzig, dass uns nur Autos entgegen kommen, aber egal…
Auf der Insel angekommen, parken wir den Wagen und gehen auf Enddeckungstour, ein bisschen im Schnellschritt, denn wir haben ja schließlich nicht so viel Zeit. Ich bin etwas frustriert, weil meine 2-Beiner an jedem schönen Badestrand vorbeirennen. Schließlich ist die Stunde um und es geht im Laufschritt zurück zum Parkplatz. Wir springen schnell, ins Auto und fahren los. Aber was ist das: Wo vorher die Straße war, ist jetzt nur noch Wasser.
Plötzlich haben meine 2-Beiner gaaaanz viel Zeit. Wir gehen den Weg zurück, machen an jedem kleinen Strand halt, erklimmen alle 3 (! ; - )) „Hügel“ der Insel, lassen unseren Drachen steigen und ziehen uns nach Einbruch der Dunkelheit schließlich ins Auto zurück. Also, so langsam könnte dieses Wasser mal wieder weg gehen, schließlich knurrt uns allen der Magen. Ist auch wirklich saublöd, sich auf einer Insel ohne Restaurant einzusperren! Gegen 23.00 Uhr schläft Frauchen schließlich in unsere Badehandtücher eingewickelt ein. Eine halbe Stunde später mache ich mich mit Herrchen zu einem besonderen Spaziergang auf. In Stockfinsteren gehen wir mitten durchs Meer! Gruselig, aber auch irgendwie klasse: Wir können das Meer teilen!!! Nun können wir endlich nach Hause!
26.09.2007
Nach einigen Tagen Pause steht heute wieder ein Ausflug auf dem Programm. Dieses Mal soll es an die Côte d’Amore gehen. Nachdem sich die 2-Beiner in einem kleinen Küstenort gestärkt und ich mir am dortigen Strand die Füße vertreten haben, geht es zur Île Grande. Dort führt ein Wanderweg einmal um die ganze Insel, vorbei an Stränden (jippie!!), Steilküsten, einem kleinen Hafen, stacheligen Büschen (aua!!) und weiten Ebenen. Einziger Wehrmutstropfen: Es gießt wie aus Eimern. Aber erst einmal von unter nass, macht mir das Wasser von oben auch nicht mehr viel aus : - ))
23.09.2007
Monsteralarm
Als ich heute Morgen von meinem Besuch auf der Kuhweide zurückkommen, traue ich meinen Augen nicht: Da versucht doch tatsächlich ein glitschiges, pickeliges, rostbraunes Monster durch die offene Tür in die Küche einzudringen!! Lautstark schlage ich Alarm. Schließlich erschein Frauchen im Türrahmen, erblickt das Monster, kreischt und verschwindet so schnell, wie sie gekommen ist. Daraufhin erscheint Herrchen auf der Bildfläche. Bewaffnet mit einer Kehrschaufel fängt er das Monster (eine Kröte) und setzt es im angrenzenden Straßengraben aus. Gerettet!!!!
21.09.2007
Nach dem morgendlichen Stopp am Hundetraumstrand geht es wieder in den „Wilden Westen“, dieses Mal in die Region Cornouaille. Verglichen zu unserer letzten Tour sind hier die Wege aber eher etwas für alte Hundeopas – ganz breit, mit Seilen gesichert und teilweise sogar asphaltiert. Für den richtigen Kick (vor allem bei meinen 2-Beinern ;- )) krabble ich gelegentlich mal unter einem Seil durch und stelle mich direkt an den Abgrund.
Auf der Fahrt vom Pointe de Van zum Pointe de Raz entdecken wir wieder einen tollen Strand. Nicht so einsam wie der andere, aber mit einer super Brandung. Begeistert stürze ich mich - erst mit Frauchen, dann mit Herrchen und schließlich mit meinem Wurfball - in die Fluten. Ein paar Leuten, denen ich zwischendrin mal tropfnass „Bonjour“ sagen will, reagieren auf meine Annäherungsversuche äußerst freundlich. Echt nett, diese Franzosen!!! : - )))
Schließlich grabe ich mir neben dem Handtuch meiner 2-Beiner eine kleine Kuhle, rolle mich darin zusammen und halte ein kleines Schläfchen.
Zum Abschluss des Tages kehren wir noch in ein tolles Restaurant ein. Die Kellnerin versteht sogar, dass ich auch Crêpes bestellen möchte, bringt mir dann aber doch keine. Dafür zeigt sie uns den Weg zur Hundebar und da darf ich mich dort ordentlich bedienen. Das nenne ich Service!!!
Natürlich hat Herrchen auch wieder ein paar schöne Photos gemacht.
19.09.2007
Nach einem Tag Pause gehen wir heute bei strahlendem Sonnenschein auf Entdeckungstour in Richtung Westen. Damit ich für die Autofahrt gerüstet bin, machen wir erst einmal einen kurzen Zwischenstopp am Hundetraumstrand.
Nachdem ich ausgiebig die Aussicht von den Dünen genossen (Haufen) und unzählige Male meinen Wurfball vor dem Ertrinken gerettet habe, geht es los auf die Halbinsel Crozon. Dort kann man herrlich auf gewundenen Trampelpfaden an der Steilküste entlang wandern. Zunächst bin ich noch etwas zurückhaltend, aber schon nach kurzer Zeit erklimme ich furchtlos jeden Felsvorsprung, genieße den Ausblick und lasse mir die frische Meeresluft im die Nase wehen. Ich muss unbedingt mal Mama Bina fragen, ob unter unseren Vorfahren vielleicht auch eine Bergziege war…
Irgendwann entdecken wir von oben eine kleine Bucht mit tollem weißem Sandstrand und uns überfällt die Lust nach einem Bad. Also runter vom Berg, rein ins Auto und dank Navigationssystem ab an den Strand. Sogar „Frostköttel“ Frauchen überkommt die Lust ins Meer zu springen – einziger Hinderungsgrund: Sie hat natürlich keine Schwimmsachen dabei. Schließlich teilt sie sich mit Herrchen seine Badehose und so können wir alle, wenn auch hintereinander, in die Fluten springen.
Photos dieses genialen Tages findet ihr hier.
17.09.2007
Brrr, der Tag beginnt lausig - es ist kalt, windig und es regnet. Da hilft nur eins: Sich beim morgendlichen Strandspaziergang beim Wurfballapport warmlaufen, mit einer Schlickpackung eine zusätzliche Fellisolierung schaffen und ordentlich durch die verbliebenen Wasserpfützen planschen (es ist Ebbe), damit man das Wasser von oben nicht so merkt.
Im Anschluss an den Spaziergang wollen meine 2-Beiner in Brest bummeln gehen. Na, das klingt nicht gerade nach einem aufregenden Hundeprogramm!! Und so ist es dann auch: Ich muss in den Straßen brav „Fuß“ laufen, warten, wenn meine 2-Beiner sich in Geschäften umsehen wollen und schließlich im Restaurant „Platz“ machen und ihnen beim Essen zusehen. Wie gerne hätte ich auch ein paar von diesen Schalendingern (Muscheln), aber auch der sehnsüchtigste Blick und ein leichter Speichelrinnsal aus dem Lefzenwinkel kann meine Leute nicht erweichen…
Endlich hat der Alptraum „Stadt“ ein Ende und wir fahren an die Küste. Bei einem Leuchtturm (kenne ich noch vom letzten Urlaub an der Nordsee) und einem ziemlich alt aussehenden kaputten Gebäude (die 2-Beiner nennen es Kirchenruine) machen wir halt. Zunächst einmal schauen wir uns diese sogenannte Kirche an und dann wandern wir ein Stück an der Steilküste entlang. Ganz schön aufregend dieser Blick nach unten! Plötzlich gesellt sich ein Kumpel zu uns - eine undefinierbare Mischung aus Golden, Border Collie und ???, mit einem Stück Kette um den Hals und viel Dreck im Fell. Offensichtlich ist er hier zu Hause, also überlasse ich ihm die Führung und gemeinsam erklimmen wir die Berghänge am Wegesrand, steigen ein Stück in die Schlucht hinab, schlabbern aus einer erfrischenden Quelle und schauen uns Pferde und einen Esel an. Irgendwann heißt es dann leider umkehren. Mein neuer Freund begleitet uns noch bis zum Auto und dann heißt es Abschied nehmen.
Wir fahren zurück nach Brest. Dort wollen meine 2-Beiner noch den 2-Wochen-Großeinkauf erledigen.
Währenddessen muss ich im Auto warten. Zur Belohnung geht zum es Abschluss des Tages dann noch einmal mit Wurfball an den Hundetraumstrand. Vielleicht hätten wir doch meinen Kumpel vom Nachmittag mitnehmen sollen. Zu zweit macht Toben am Stand noch doppelt so viel Spaß!
Im Ferienhaus angekommen, schaffe ich es gerade noch mein Abendbrot zu verschlingen. Danach lege ich mich erschöpft aber glücklich zwischen meine 2-Beiner auf die Couch. Vor dem Einschlafen denke ich noch mal kurz an meinen blonden Kumpel. Ob er wohl auch nette 2-Beiner und ein Sofa hat?...
16.09.2007
Heute habe ich mir vorgenommen, erst einmal die Gegend um unser Haus genau zu erkunden und nutze einen unbeobachteten Moment, um auf Entdeckungstour zu gehen. Als erstes stehen die Kühe auf der benachbarten Weide auf meinem Ausflugsprogramm, also schnell unterm Zaun durchgeschlüpft und los. Irgendwann höre ich Frauchen in der Ferne rufen. Sie hat wohl mein Verschwinden bemerkt und mich nach längerem Suchen zwischen den Kühen entdeckt. Weil ich aber mal wieder einen meiner „Du-kannst-mich-mal-Tage“ habe, lasse ich mir viel Zeit beim Zurückkommen, nehme hier noch einen Happen Kuhfladen, da ein paar Grashalme und will als Krönung meines Ungehorsams schließlich noch eine Markierung am Weidenrand setzen. Plötzlich durchzuckt mich ein heftiger Schmerz. HUHUUUU, ich klemme den Schwanz ein und laufe schnell zu Frauchen. Dort angekommen gibt es aber nicht etwa Trost, sondern einen Vortrag über Stromzäune und das unvermeidliche „Hättest Du auf mich gehört…“. Ok, ok, ich gelobe Besserung.
Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt haben, brechen wir alle gemeinsam zu einer Erkundungstour auf. Dabei entdecken wir einen Hundetraumstand (langer, weißer Sandstrand, so gut wie keine 2-Beiner und keine Hundeverbotsschilder), nur 5 Autominuten von unserem Haus entfernt! Also Wurfball ausgepackt und los geht der Spaß. Irgendwann sind wir alle kaputt: Meine 2-Beiner vom Werfen und ich vom Rennen und Schwimmen. Also machen wir uns auf den Rückweg, um uns ein bisschen auszuruhen. Leider reicht das Sofa im Wohnzimmer wahlweise für 4 sitzende 2-Beiner oder einen liegenden Flätty ; - ))
Weil Herrchen heute Geburtstag hat, gehen wir abends noch schön essen. Restaurant mit Meerblick und einem verführerischen Fischgeruch in der Luft. Zum Glück sind hier Hunde erlaubt, allerdings werde ich als einziger mal wieder nicht nach meiner Bestellung gefragt. Frechheit!
15.09.2007
Nach nicht enden wollender Fahrt kommen wir endlich an unserem Urlaubsziel an. Irgendwie sieht das Haus komisch aus – so unfertig, aber Frauchen schwärmt „Ein richtig altes bretonisches Natursteinhaus – wie schööön!“. Naja, dann muss das wohl so seine Richtigkeit haben.
Außer unserem Haus gibt es hier nur noch 2 Bauernhöfe, viel Gegend, noch mehr Kühe und ein paar Hunde. Die wohnen aber alle draußen in ihren eigenen kleinen Häusern und können nicht mit mir spielen, weil sie angekettet sind. Erst dachte ich ja „Man, wie langweilig!“, aber dann habe ich entdeckt, das das auch seinen Reiz haben kann. Es ärgert die Herrschaften ganz schön, wenn ich mit erhobenem Schwanz gerade außerhalb ihrer Reichweite an ihnen vorbeistolziere ; - )
14.09.2007
Frauchen packt. Mittlerweile bin ich ja erfahren und weiß, das die Mitnahme
- meines Beauticases Ausstellung
- von Gummistiefeln und Dummies Training und
- keiner der o. g. Dinge Urlaub
bedeutet. Mal ein schneller Blick in die Taschen riskiert und – es ist Urlaub angesagt!!!
Nach ewig langer Fahrt sind wir endlich am Ziel, naja, fast, denn jetzt gilt es, unser Hotel zu finden. Ohne Straßenname und Hausnummer gestaltet sich das recht schwierig und so drehen wir dann einige Ehrenrunden auf zum Teil abenteuerlichen Feldwegen, bis uns schließlich ein freundlicher Einheimischer unter seine Fittiche nimmt und zum Hotel bringt. Wir wissen zwar bis heute nicht, was der zu nachtschlafender Zeit in der Walachei wollte, aber ohne ihn würden wir wohl noch immer umherirren…
Das Hotelzimmer entpuppt sich schließlich mit ca. 8 m² als nicht gerade Flat geeignet. Da außerhalb des Bettes kaum Platz ist, um mich auszustrecken, halte ich es für legitim, wenn die 2-Beiner ihr Bett heute mit mir teilen. Herrchen versteht das, Frauchen natürlich mal wieder nicht. Bevor aber noch ein Familienstreit entbrennen kann, räume ich das Bett und rolle ich mich mit einem tiefen Seufzer vor der Badezimmertür zusammen.
08.09.2007
Heute soll ich also wieder meine Ausstellungsqualitäten unter Beweis stellen. Im Schlosspark von Lich angekommen, stelle ich fest, dass auch Mama, Tante Jette und ein Großteil meiner Geschwister da sind. In meiner Begeisterung vergesse ich völlig den eigentlichen Zweck unserer Reise, hopse im Ring wie ein Känguru neben Frauchen her, versuche die Richterin zu schleckern und tänzle beim Abtasten herum wie ein Vollblüter. Erst als ich ohne Schleife und Pokal vom Platz gestellt werde und in Frauchens trauriges und etwas betretenes Gesicht blicke, schwant mir, dass ich mich wohl daneben benommen habe. Sorry!
Trotzdem war es ein toller Tag, und meine Geschwister haben dann auch noch mit einem 3. und zwei 4. Plätzen die Ehre der Wildförster gerettet.
01.09.2007
Des Widerspenstigen Zähmung
Nachdem ich auf dem Geschwistertreffen wieder durch die „Ich-sitze-für-das-Gruppenphoto-still-Prüfung“ gefallen bin, ist Unterordnung heute das zentrale Thema unseres Trainings in Eutin. Nach gaaanz vielen „Fuß-“, „Sitz-“, „Platz-“ und „Bleib“-Übungen heißt es schließlich wieder „Angetreten zum Gruppenphoto“. Vorsichtig versuche ich aufzustehen, um mich erneut davon zu machen, lasse mich dann aber von Frauchen überzeugen, dass es in meinem Interesse ist, sitzen zu bleiben : - ((
28.08.2007
Also diese Ente vom Wochenende geht mir ja nicht aus dem Kopf. Warum hat mir Frauchen so ein tolles Ding bisher vorenthalten? Aber warum eigentlich auf Frauchens Großzügigkeit hoffen? Auf dem See schwimmen doch genug Enten zur Selbstbedienung herum. Beim nächsten Spaziergang suche ich mir also eine auffällige weiße Ente aus, wate ins Wasser und hefte mich - trotz Frauchens Protest - schwimmend an ihre Fersen. „Hey, halt doch mal an, damit ich dich apportieren kann!“ Aber sie will nicht und schließlich drehe ich erschöpft ab und schwimme zum Ufer zurück.
26.08.2007
Die WfaF (=Wildförster and Friends) Trophy 2007
Da Hunde ja bekanntlich Frühaufsteher sind ; - ) geht es am nächsten Morgen wieder um 9.00 Uhr los. Heute haben sich Trainer Martin und die „pöööse Züchterin“ etwas besonderes ausgedacht: Einen kleinen „Wettkampf“.
Bei der ersten Aufgabe geht es zunächst per „Fuß“ in eine kleine Baumgruppe. Da musste ich „Sitz“ machen und Frauchen zuschauen, wie sie ein Stück weiter ein Dummy auslegt. Dann geht’s - immer schön „Fuß“ natürlich - zurück zum Ausgangspunkt und endlich darf ich das Dummy holen. Leider hat Frauchen am Vortag mal wieder nicht richtig aufgepasst und schickt mich mit „Apport“ anstatt mit „Voran“ los. Na, ich will mal nicht so sein und das Dummy trotzdem holen, aber durch diese Aktion haben wir bestimmt die ersten Abzüge in der „A-Note“ kassiert.
Als nächstes folgt eine Wendung in Richtung Wasser. Ich höre es klatschen und weiß: Juhu, ein ertrinkendes Dummy wartet auf Rettung : - ). Also noch schnell auf Frauchens Kommando gewartet und ab ins Wasser. Aber komisch, da ist gar kein Dummy sondern nur so eine komische Gummiente. Naja, bevor ich mit leerem Fang vor Frauchen stehe, nehme ich lieber die mit. Schon fasst bei Frauchen angelangt, überlege ich mir plötzlich, dass ich dieses Entending doch noch ganz gerne etwas genauer untersuchen würde, bevor ich es wieder abgeben muss. Folglich schlage ich einen kleinen Haken und verschwinde im Wald. – Das war dann der nächste Abzug, dieses Mal wohl in der „B-Note“.
Bei der letzten Übung mussten wir ohne Leine „Fuß“ gehen (immer diese dämliche „Fuß“!!). Dann machen wir halt und es fallen 3 Dummies, eines in den Matsch, eines in höheren Bewuchs und das dritte hinter einen Baum. Eines davon darf ich auf Frauchens Kommando holen. Leider muss ich mich wie immer sofort entscheiden und darf danach auch nicht mehr tauschen – grumpf…
Aber schließlich ist es vollbracht. Bei Frauchen angekommen schickt die mich (dieses Mal mit „Voran“) wieder auf die Dummies. Unser Meisterwerfer Herrmann hat aber mittlerweile ohne mein Wissen eines der beiden verbliebenen weggenommen. Also muss ich ganz schön suchen, bis ich das letzte gefunden habe. - Vielleicht wieder ein kleiner Abzug in der Note-, aber ich gebe nicht auf und schließlich werde ich fündig und kann Frauchen auch dieses Dummy bringen.
Dann ist der Wettkampf vorbei und wir dürfen noch einmal toben. Zum Abschluss gibt es schließlich die von allen mit Spannung erwartete „Siegerehrung“: And the winner der WfaF-Trophäe is….Carlotta! Herzlichen Glückwunsch Schwesterherz!!!
Zu guter Letzt fallen sich die 2-Beiner in die Arme und bedanken und verabschieden sich. Wir Hunde schauen diesem Treiben aus den Kofferräumen zu. Sind schon komisch diese 2-Beiner, aber dennoch liebenswert…
Dann treten wir die Heimfahrt an, die ich komplett verschlafe. Wie lange waren noch mal 365 Tage bis zum nächsten Treffen?
25.08.2007
Geschwistertreffen
Nun ist es also endlich soweit: 8 von 11 C-chen sind zum Familientreffen gekommen. Zusammen mit Mama Bina, Tante Jette, den sonstigen Mitbewohnern, Aragon (dem Flat unseres Trainers Martin) und unserem französischen Besuch sind wir insgesamt 16 Flats und ein Golden!!!!
Morgens um 9.00 Uhr treffen wir uns und stürmen gemeinsam die Wiesen und Wälder in der Nähe von Schwerte. Nachdem die 2-Beiner unser beeindruckendes Lager aus Klappstühlen, Rucksäcken etc. errichtet haben, startet das Training mit einem Walk-up. Gelegentlich fallen dabei in einiger Entfernung Dummies vor die Füße, die dann entweder einer von uns oder ein 2-Beiner (Frechheit!) holen darf.
Anschließend heißt es „Fuß“ und „Sitz und Bleib“. Dann fällt ein Dummy, das man nicht (!!) aufnehmen darf, wenn die 2-Beiner einen herangerufen. (Im 2. Anlauf, habe auch ich das dann kapiert ; - ))
Schließlich kommen wir (endlich!) zu den ersten Markierungen. Juhu, Action!!!!!!!! Zum Glück habe ich beschlossen, Frauchen nicht sofort zu blamieren und bringe die Dummies ohne Ehrenrunde zurück. Mit dem Markieren ist das aber so eine Sache. Irgendwie schiele ich immer eher auf den Werfer (die „pöööse Züchterin“) als auf den Dummy. Wäre das nicht schon beim letzen Dummyseminar aufgefallen, hätte ich mich ja rausreden können, dass das an der „pööösen Züchterin“ liegt, aber so bleibt wohl doch nur üben, üben, üben : - (…
Wir brechen unser Lager ab und ziehen weiter. In einem Gelände mit hohem Bewuchs heißt es dann Einweisen. Ich gehe mit Frauchen an der Leine durchs Gestrüpp, sie legt ein Dummy aus, geht mit mir zurück und weist mich ein.
Nach der Mittagspause, bei der natürlich wieder nur die 2-Beiner etwas zu Essen bekommen haben, dürfen wir bei einigen Wasserapporten unseren Flugstil perfektionieren. Abschließend steht dann noch einmal Einweisen („Back“) auf dem Programm. Danach dürfen wir endlich nach Herzenslust toben!!!
Abends gibt es dann noch gemeinschaftliches Pizzaessen bei Bruno. Naja, gemeinschaftlich?! – Richtig geraten, es duften wieder nur die 2-Beiner zuschlagen… Als ich dann meinen Appetit an Nachbars Gänsen stillen will, ist es mit Frauchens Geduld vorbei und ich muss für den Rest des Abends angeleint unterm Tisch liegen : – (((
24.08.2007
Aus Kindern werden Leute
Am Wochenende steht nun also unser Geschwistertreffen auf dem Programm. Ich bin schon soooo gespannt, was aus meinen Brüdern und Schwestern geworden ist: Sind Ciro und ich wirklich Zwillinge, was macht der wilde Bruno, wie geht es der „Prinzessin“…???
Aber wie heißt es so schön: Keine Rose ohne Dornen. Zum Treffen wird natürlich auch unsere „pööösen Züchterin“ kommen. Sie hat mir schon so eine verheißungsvolle Nachricht geschickt, dass sie sich auf mich freut. Na, was das heißt, habe ich ja das letzte Mal gesehen. Vielleicht sollte ich noch schnell meine Moxonleine im Halsbereich polstern oder meine Sachen packen und nach Belgien auswandern…Allerdings, wenn man es recht bedenkt, sind wir 4-Beiner ja in der Mehrzahl. Wenn z. B. 3-4 C-chen die „pöööse Züchterin“ niederschleckern und ein weiteres „Fass auf Kehle“ macht, während ein eingeweihter 2-Beiner sie fesselt und knebelt, dann können wir ungestört Spaß haben : - )) Ja, dass werde ich auf alle Fälle meinen Geschwistern vorschlagen…
23.08.2007
Treu meinem Motto „Immer für eine Überraschung gut“, lasse ich heute im Training mal wieder den Kasper raushängen. Bei der Markierung mit Schuss bleibe ich zunächst brav sitzen und gehe auf Kommando zügig raus, drehe dann aber vor der versammelten Damenwelt einige Ehrenrunden mit dem Dummy.
Das „normale“ Einweisen klappt sehr gut. Doch dann sollen wir „Back“ machen. Auch wenn ich das noch nicht so oft geübt habe, weiß ich eigentlich schon, was zu tun ist: Auf Kommando einfach umdrehen und zu einem Dummy hinter mir laufen. Heute scheitert das ganze allerdings am „Sitz“. Hin und hergerissen zwischen Kommando und Dummy will ich einfach nicht sitzen bleiben. Der anhaltende prasselnde Regen macht die Sache auch nicht besser. Also fällt die Übung wegen massiven Ungehorsam für mich aus : - ((
Bei der Suche reiße ich mich dann allerdings wieder zusammen und so endet das Training dann noch mit einem positiven Erlebnis für alle Beteiligten.
19.08.2007
Von der Kunst und vom Fliegen
Zunächst einmal bin ich mit Herrchen und Frauchen heute auf eine Kunstausstellung gefahren. Leider war kein einziges Hundebild dabei und schleckern durfte man die Kunstwerke auch nicht – von den anwesenden Besuchern ganz zu schweigen…
Der folgende Programmpunkt war dann schon eher nach meinem Geschmack. Im Ostroher Moor durfte ich nach Herzenslust meiner Leidenschaft für Schwimmdummies frönen. Dabei habe ich dann auch gleich für meinen Segelflugschein trainiert: Mit ordentlich Anlauf abspringen, es folgt eine kurze, steile Flugphase und dann - wassern…

Halte mich dabei genau an mein großes Vorbild, Papa Porsche:
Weitere tolle Bilder von meiner Flugstunde findet ihr im Photoalbum. – „Papa, watch me fly!“
18.08.2007
Heute sind beim Training die Männer unter sich. Zu Beginn ist wieder Unterordnung angesagt. Unter den wachsamen Augen von Uta machen Calle, Barney und ich Fuß-Übungen und trainieren den Stopp-Sitz-Pfiff.
Dann geht es endlich ans Dummytraining: Eine Markierung mit eingebauter Fußarbeit, eine weitere Markierung über eine Bergkuppe (klasse, aber auf der Wiese wachsen überall pieksige Disteln, aua!!) und zum Schluss noch Einweisen auf ein sichtiges und ein nicht sichtiges Dummy. Da ich heute wieder meinen „Ich-mache-Frauchen-eine-Freude-Tag“ habe, klappen alle Übungen gut, besonders das Einweisen. Nach dem Training rolle ich mich zufrieden im Gras zusammen und halte ein Nickerchen, während die 2-Beiner bei einem kleinen Picknick das Training Revue passieren lassen.
Plötzlich kommt Leben in die Runde: Calle hat einen Reiter mit Hundebegleitung erspäht. Ehrensache, dass wir den Neuankömmlingen entgegenlaufen, um „Guten Tag“ zu sagen. Leider ist unsere stürmische Begrüßung für das Pferd zu viel und es beginnt nervös zu tänzeln und zu steigen. Folglich gibt’s sofort „Hier“ Pfiffe von unseren Frauchen und der Spaß ist vorbei.
Auf dem Rückweg setzten wir noch schnell Calle und Uta zu Hause ab. Zuerst haben wir beiden Herren ja nicht schlecht gestaunt, als wir uns im gleichen Kofferraum wiedergefunden haben, aber dann waren wir die Fahrt über doch ganz ruhig. Calle und Ares haben übrigens einen tollen Abenteuerspielplatz. So etwas könnte mir auch gefallen, nur ausbruchssicher dürfte er nicht sein ; - )
Einige Bilder vom Training gibt’s hier.
13.08.2007
Hausbesuch
Am Rande unseres Seerundwegs liegt eine imposante Villa. Da wohnen natürlich 2-Beiner (die man allerdings so gut wie nie sieht) und 2 Terrier (die man zwar auch selten sieht, dafür aber umso mehr hört ; - )).
Heute ist jedoch alles anders: Die 2-Beiner stehen auf der Auffahrt und unterhalten sich, einer der Terrier streift umher und die Haustür im Hintergrund steht einladend offen. Das bringt mich auf die spontane Idee, dort mal einen Besuch abzustatten: Unbeeindruckt von Frauchens „Nein“ und „Hier“ laufe ich die Auffahrt hoch, passiere die staunenden 2-Beiner, ignoriere den kläffenden Terrier und verschwinde im Haus, um kurz darauf mit einem Ball im Fang und dem 2. Terrier an den Fersen wieder zum Vorschein zu kommen. Den Ball bringe ich brav auf direktem Weg zu Frauchen. Die ist mittlerweise schnaufend und mit hochrotem Kopf am Eingang der Villa angekommen. Ich höre gerade noch so Wortfetzen wie „Entschuldigung“, „noch jung und extrem neugierig“, „Flegelphase“ und dann muss ich auch schon an die Leine und den Rest des Weges ein unerfreuliches Unterordnungstraining über mich ergehen lassen.
Eigentlich kann ich die ganze Aufregung gar nicht verstehen. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Villa-Leute über meinen Besuch gefreut haben, schließlich haben sie herzhaft gelacht…
12.08.2007
Heute habe ich mit Frauchen nach langer Zeit mal wieder einen Ausflug zu den Holmer Sandbergen gemacht. Ein wirklich tolles Gelände mit Wald, Wiesen, Feldern und einem See. Ehrensache, dass wir Dummies dabei hatten und immer mal wieder eine kleine Suche oder einen Apport in unseren Spaziergang eingebaut haben. Ich war so richtig gut drauf und habe mich sogar dazu hinreißen lassen, auf Entfernung „Platz“ zu machen. Frauchen war schier außer sich vor Freude : - ))
Abends kommt dann Herrchen von seinem Konzertwochenende in Köln zurück. Endlich ist das Rudel wieder vollzählig! Entzückt mache ich ihm den „bebenden Hund“ und trage freudig schnorchelnd meine Stofftiere im Haus umher.
11.08.2007
Na, das war ja zu erwarten: Nach meinem etwas unrühmlichen Auftritt beim Dummy Seminar am letzten Wochenende stand heute erst einmal Unterordnung auf dem Programm. „Sitz“, „Platz“, „Beib“ und immer wieder „Fuß“ im strömenden Regen – das hält ja der stärkste Hund nicht aus!
Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben habe, werden dann aber doch noch die Dummies aus der Tasche gezaubert – und siehe da, alles klappt wieder bestens: Einweisen in unwegsamem Gelände, eine Markierung mit sportlicher Sprungeinlage über einen Holzstoss und zum krönenden Abschluss noch eine Apport über einen Graben. Letzteres war besonders aufregend. Bin gleich nach Erhalt des Kommandos losgestürzt, am Grabenrand abgesprungen, habe dann – wie Frauchen es nennt – die fliegende Riesenfledermaus gemacht und bin schließlich bäuchlings auf die gegenüberliegende Böschung geklatscht. Leider war dort alles schlammig, sodass ich mit meinen Pfoten keinen Halt finden konnte und mit dem Po voran in den Graben abgerutscht bin. Bin dann etwas frustriert zu Frauchen zurück gekommen. Aber ein weiters Dummy hat mich motiviert, es noch einmal zu versuchen. Dieses mal lasse ich mich vorsichtig in den Graben rutschen, kämpfe mich von dort auf der anderen Seite nach oben und schnappe mir stolz das Dummy. Wie aber nun zurück kommen???! Naja, ich versuche noch einmal die Sache der fliegenden Fledermaus und siehe da, dieses mal reicht es bis auf die andere Seite.
Während ich Frauchen stolz das Dummy in die Hand drücke streift mich Calles Blick. Darin steht in etwa geschrieben: „Was machst Du da eigentlich, Kleiner? Soll ich Dir mal zeigen wie das geht?“. Und das macht er dann auch: Nach dem Kommando läuft Calle einfach ein bisschen weiter nach rechts, nutzt bequem eine flache Stelle und bringt das Dummy ohne viel Anstrengung zurück. Ok, das nächste Mal schaue ich mir das Gelände vorher vielleicht etwas genauer an : - ((
08.08.2007
Auch mein 2.Tag als Zahnarzthelferhund läuft gut. Omi ist auf dem Weg der Besserung und Frauchen kommt morgen Abend wieder, also alles bestens!
07.08.2007
Zahnarzthelferhund
Heute darf ich zum ersten Mal mit Herrchen zur Arbeit fahren. Leider ist mein hundefreundlich ausgestatteter Volvo Kombi in der Werkstatt und so muss ich mich in den - eine Nummer kleineren -Leihwagen quetschen. Meine anfänglichen Versuche vom Kofferraum aus die Rückbank zu entern, werden von Herrchen mit einem grimmigen „Nein“ unterbunden und so finde ich mich schließlich mit meinem Schicksal ab, rolle mich im Kofferraum zusammen und halte noch ein kleines Schläfchen.
In der Praxis angekommen möchte ich umgehend zur benachbarten Leberwustfrau. Ihre Praxis riecht irgendwie besser, weil vertrauter. Doch dann zeigt mir Herrchen das eigens für mich mit Körbchen, Wassernapf und Spielzeug eingerichtete Zimmer. Na, ich glaube, das lässt’s sich doch ganz gut aushalten!
Noch schöner wäre es natürlich, nach Belieben in der Praxis herumzustromern, die Patienten stürmisch zu begrüßen und sie - hilflos auf dem Behandlungsstuhl sitzend – mal so richtig nach Flättyart abzuschleckern ; - ). Aber das geht natürlich nicht und so muss ich in meinem Zimmer warten, während Herrchen behandelt. Zwischen den Terminen jedoch können wir miteinander spielen. Dabei ist der lange Praxisflur wie geschaffen zum Apportieren!
Um 12.00 Uhr haben Herrchen und ich uns eine Mittagspause verdient. Gemeinsam fahren wir raus ins Grüne und machen ein Picknick. Anschließend darf ich mich - unter Herrchens neidischen Blicken - noch in einem nahegelegenen See abkühlen.
Am Nachmittag habe ich dann meinen großen Auftritt: Nichtsahnend döse ich gerade bei Herrchen an der Rezeption, als sich mit einem lauten „Ding Dong“ die Tür öffnet und ein junges Mädchen samt Mutter und kleinem Bruder, ohne Termin, aber dafür mit einem entfernungsbedürftigen Milchzahn erscheint -. Schnell rappele ich mich hoch und komme meiner Meldepflicht mit einem lauten, tiefen „Wuff“ nach. Die Neuankömmlinge lassen sich davon jedoch nicht beeindrucken, ganz im Gegenteil, ich werde begeistert gestreichelt und darf nach Behandlungsende sogar noch ein bisschen mit meiner kleinen neuen Freundin durch die Praxis toben.
Zum Abschluss des Tages kommt dann noch ein netter Patient mit Leckerlies in der Tasche. Echt klasse so ein Praxistag. Bin schon gespannt auf morgen!
06.08.2007
Ausnahmezustand
Frauchen muss für 4 Tage verreisen, Herrchen arbeiten und Omi das Bett hüten. Folglich ist mein Rudel in heller Aufregung und sucht verzweifelt nach einem „Jungmannsitter“ für mich. Der ist zum Glück schnell gefunden. Taras 2-Beiner wollen das Experiment wagen und mich zumindest für einen Tag bei sich aufnehmen.
Als Taras Herrchen mich abholen kommt, gehe ich zunächst freudig mit. Irgendwann kommt mir die Sache dann allerdings merkwürdig vor. Wie komme ich eigentlich dazu, mit Günter spazieren zu gehen?! Irritiert bleibe ich erst einmal wie angewurzelt stehen. Motiviert durch gutes Zureden und einige Leckerlies setze ich mich schließlich doch wieder in Bewegung. Bei Tara angekommen ist dann alles klar: Wir toben, tollen, spielen und der Tag vergeht wie im Fluge. Nur manchmal laufe ich zur Haustür und schaue raus, ob ich nicht doch einen meiner 2-Beiner erspähen kann…
Abends bringt Günter mich dann wieder nach Hause und als schließlich Herrchen kommt und mit mir noch einen Ausflug zum See macht, ist die Welt wieder in Ordnung.
05.08.2007
Heute ist es also so weit – mein 2. Dummy Seminar steht auf dem Programm. Im Gelände angekommen stelle ich erfreut fest, dass auch mein Kumpel Calle mit von der Partie ist. Außer uns sind noch 2 Golden und 2 Labies dabei.
Zunächst einmal gibt es eine Vorstellungsrunde. Dabei stellt sich heraus, dass ich als Einjähriger mit Abstand der jüngste Teilnehmer bin. Dann geht es zur ersten Einstufungsübung, einer Markierung mit Geländeübergang. Zu Utas (=Calles Frauchen und unsere Trainerin) und Frauchens großem Erstaunen markiere ich nicht richtig, überlaufe das Dummy, verschwinde im dahinterliegenden Feld und beginne dort eine großangelegte Suche. Frauchen pfeift mich zurück, aber ich möchte nicht ohne Dummy vor ihr stehen und so suche ich weiter. Weil ich einfach nicht aufgeben will, muss Frauchen mich schließlich abholen. Nun müssen wir erst einmal ein paar Unterordnungsübungen einbauen. Dabei fühle ich mich lebhaft an meine „pöööse Züchterin“ erinnert. Dann dürfen wir einen zweiten Versuch starten, der allerdings auch nicht viel besser läuft. Im dritten Anlauf und unter Verzicht auf den Geländeübergang klappt es dann endlich.
Bei der nächsten Übung soll Frauchen mich absetzen, ein Dummy auslegen und zurückkommen. Nun bilden 2 Hunde und ihre 2-Beiner kurz vor dem Dummy ein Spalier. Anschließend tauschen die Hundeführer die Plätze und rufen ihre Hunde einzeln ab. Weil ich während der ganzen Aktion brav sitzen bleibe, darf ich anschließend das Dummy apportieren und Frauchen ist - trotz des verpatzten Auftaktes - stolz auf mich.
Dritte und für mich letzte Übung ist eine weitere Markierung. Der Helfer soll dabei das Dummy weit hinter sich werfen. Da ich heute wirklich an akuter Markierungsschwäche leide, orientiere ich mich zunächst am Helfer, werde auf seiner Höher langsamer und fange kurz an zu suchen. Dann besinne ich mich, laufe weiter zum Dummy und bringe es - wenn auch als Handtasche - zu Frauchen.
Nach dem Training gehen alle noch gemeinsam essen. Zu gerne würde ich dabei an Herrchens Schweinshaxe knabbern, aber das kommt natürlich nicht in Frage. Zum Abschluss darf ich mir noc die Füße vertreten und dann ist wieder tiefer traumreicher Schlaf angesagt.
Fazit: Auch wenn ich heute nicht meinen besten Tag hatte und folglich keine allzu anspruchsvollen Aufgaben arbeiten durfte, haben wir einiges mitnehmen können (Tipps zur Unterordnung, zum Einweisen, Stopp-Sitz-Pfiff etc.)
02.08.2007
Ich glaube, jetzt ist es vorbei mit meinen morgendlichen Stromerspaziergängen im Garten : - ((
Als Herrchen heute Morgen die Haustür aufmacht, sitzt da doch glatt diese Katze. Ein kurzer Blick und schon geht sie los die wilde Jagd: Um die Hausecke, am Pool vorbei, ab durch die Hecke und über den dahinterliegenden Zaun in Nachbars Garten. Leider habe ich die Katze nicht erwischt, dafür aber ein paar von Nachbars penibel gepflegten Zierpflanzen. Sorry…
29.07.2007
Heute haben Herrchen und ich den zimmereigenen Whirlpool getestet. Er ist reingestiegen und hat das Blubbern sowie buntes Licht aktiviert und ich habe mir das ganze hoch interessiert von draußen angesehen. Frauchen hat Photos gemacht, aber die werden natürlich nicht veröffentlicht ; - )
Nach dem Frühstück, das ich nach der gestrigen Erfahrung leider allein im Hotelzimmer einnehmen muss, machen wir uns auf den Weg zum Strand. Dort finden wir ein Mega Dummy. Soll laut Herrchen irgendetwas von einem Boot sein, aber ich finde, es sieht aus wie ein Dummy. Folglich will ich es auch gleich apportieren, als Herrchen es in die Fluten wirft. Leider kriege ich es nicht zu fassen und gebe schließlich etwas frustriert auf.
Nach dem Spaziergang geht es schließlich - mit einem kleinen Umweg über ein Restaurant, in dem ich noch einen Schnitzelklau-Versuch starte - nach Hause. Ach, so ein Wochenende macht Spaß. Ich glaube, ich weiß schon, was ich mir zu Weihnachten wünsche.
28.07.2007
Auch im Urlaub wird man nicht von der Arbeit verschont. Frauchen will mit mir nach Eutin. Aber erst einmal stärken wir uns alle mit einem ausgiebigen Frühstück. Die schöne weiße Tischdecke, die der nette Mann vom Hotel auf unseren Tisch legt, ist bei unserem Aufbruch braun (Kaffee), gelb (Orangensaft), rot (Joghurt)… gesprenkelt. Was stellen die da auch so wackelige Bistrotische hin, die ein Flätty allein schon durch seine Schwanzaktivität fast zum Umfallen bringt.
In Eutin angekommen lamentiert Frauchen erst einmal lang und breit über meinen angeblichen momentanen Ungehorsam. Naja, ihr kenn ja sicherlich diese Leier von wegen „hört nicht“, „kommt nicht“, „macht was er will“ und so… Na, der werde ich’s zeigen. Erst einmal gibt es eine kombinierte Fuß-Markierungsübung. Vorbildlich gehe ich ohne Leine mit Frauchen über die Wiese, mache Sitz, gehe weiter, mache wieder Sitz, sehe mir die Markierung an, mache Kehrt, laufe immer schön bei Fuß über die halbe Wiese zurück, mache Kehrt und Sitz, hole auf Kommando blitzschnell das Dummy und bringe es - ohne Ehrenrunden, Zwischenpinkeln etc.- direkt zu Frauchen. Die ist selig, aber noch nicht völlig überzeugt. Könnte ja ein Zufall gewesen sein. Also auf zur nächsten Übung: Einweisen über eine sehr lange Strecke. Sitzen, warten, Hand und Pfiff, schnell in gerader Linie raus, Dummy geschnappt (sogar richtig mittig!!) und ab zu Frauchen. Die kann immer noch nicht fassen, was ihr da widerfährt, also noch einmal das Ganze. Alles fängt wieder gut an, bis mir auf dem Weg zum Dummy plötzlich unser Werfer entgegenkommt. Jetzt bin ich verwirrt und weiß nicht mehr, was ich tun soll. Aber warum muss der auch unbedingt in diesem Moment die Akkus für seinen Photoapparat holen?! Egal, ich habe ja noch eine Chance Frauchen mit ein paar perfekten Wasserapporten zu schockieren – was dann auch vollends gelingt : - )))). Müde und glücklich fahren wir schließlich nach 4 Stunden ins Hotel zurück.
Nach einem kurzen Nickerchen geht es zum Abendessen. Wir treffen uns mit dem Bruder von meinem Herrchen und seiner Familie beim Chinesen. Die haben noch Bekannte mit einem Terrier im Schlepptau. Der ist wie fast alle Vertreter seiner Art laut und unfreundlich. Also platzieren sich unsere Leute jeweils an den entgegen gesetzten Enden der Tafel. Irgendwann schaffen wir es aber doch, uns unter den Tischen näher zu kommen. Wildes Knurren und Bellen sowie scheppernde Teller und schwappende Gläser sind die Folge. Als wir schließlich gehen wollen, nutzt der Terrier die Chance und stürzt sich auf mich. Erschrocken mach ich einen Ausfallschritt rückwärts, rutsche aus meinem Halsband und trete die Flucht in die hinteren Speiseräume des Restaurants an. Ihr könnt euch vielleicht das Gesicht der dort sitzenden 2-Beiner vorstellen, als ein großer, vermeidlich herrenloser Hund auf sie zugesteuert ist ; - )
Zum Abschluss des Tages darf ich mich dann noch einmal so richtig nach Herzenslust am Strand austoben. Danach lege ich mich genüsslich auf „mein“ Ledersofa und schlafe mit einem zufriedenen Grunzen ein.
27.07.2007
So, an diesem Wochenende wird nun mein Geburtstagsgeschenk – die Reise an die Ostsee – eingelöst. In Großenbrode angekommen inspiziere ich erst einmal unser Zimmer. Sehr nett, mit einem kleinen Teich direkt vor der Terrasse (will schwimmen, aber darf nicht!!!) und einem eigenen kleinen Rasengrundstück nebenan. Da das Hotel als einziges am Ort große Hunde nimmt, habe ich jede Menge nette Nachbarn. Gelegentlich besuchen wir uns auch mal gegenseitig, auch wenn die 2-Beiner das durch dekorative Anordnung der Balkonmöbel zu verhindern suchen ; - )
Besonders angetan haben es mir aber die überdimensionale Ledercouch und das Wasserbett. Erstere belege ich gleich mit Beschlag. Als ich jedoch das Wasserbett mit einem gekonnten Hechtsprung entern will, staune ich nicht Schlecht: Nicht dass Frauchen fürchterlich schimpft (das war ja abzusehen), nein, das Bett unter mir wabbelt ganz merkwürdig hin und her. Na, da gehe ich doch lieber wieder runter.
Nachdem ich mich überall umgeschaut habe, geht es zum Strand. Gleich um die Ecke gibt es einen schönen naturbelassenen, an dem auch Hunde erlaubt sind. Bilder davon findet ihr hier.
25.07.2007
Eigentlich bin ich doch ein ganz netter Kerl, deshalb kann ich gar nicht verstehen, warum in letzter Zeit immer häufiger andere Rüden so unfreundlich auf mich reagieren. Heute in der Hundeschule z. B. hat sich Theo, ein Labby, mit dem ich frührer friedlich gespielt habe, nahezu ohne Vorwarnung auf mich gestürzt und mich richtig böse vertrimmt. Weil sein Herrchen nichts unternommen hat, ist Frauchen dazwischen gegangen. Daraufhin hat sich Theo von mir ab- und Frauchen zugewendet. Ihr Knie zeigt jetzt ein paar Zahnspuren und ich bin ihr den Rest der Stunde nicht mehr von der Seite gewichen. Noch nie war meine Fußarbeit so gut wie gestern…
24.07.2007
Ich hasse Regen!!!!!!!!!
Gerade habe ich mich mit Frauchen auf den Weg zu unserer Abendrunde am See gemacht, da fängt es wie aus Kübeln an zu gießen. Schüttelnd „rette“ ich mich von Baum zu Baum. Wasserhund ja, aber nur, wenn das Wasser von unten kommt!!!
23.07.2007
Und wieder habe ich eine neue Freundin – ganz gegen meine Gewohnheit mal keine kleine zarte Blondine, sondern eine Deutsche Dogge. Ja, ja, bin schließlich ein moderner Rüde und finde nicht, dass der Mann immer größer sein muss als die Frau… Eines ist aber ärgerlich: Wenn Herrchen das Schwimmdummy wirft, ist sie mit 2 Sätzen schon fast da, während ich noch meilenweit weg bin : - (
21.07.2007
La Boum 2 – Die Fete geht weiter
Im Anschluss an unser seeehr ausgiebiges Training (Einweisen, Suche, Markierungen und Wasserapporte, Wasserapporte, Wasserapporte…), habe ich meinen „Eutiner“ Kumpels heute erst einmal eine Runde selbstgebackene Hundeleckerlies ausgegeben und im Gegenzug eine ganze Tüte Geschenke abgesahnt: Ein Dummy, ein schwimmender Schleuderball, ein „Autoreifen“ und ein Plüschknochen. Meine Verluste nach Ares letztem Besuch sind damit mehr als wett gemacht. : - )))
Abends kommt dann noch Tara mit ihren 2 Beinern vorbei. - Und wieder gibt es Geschenke: Ein riesiger Beinknochen und ein Knotentau. Beides wird im Laufe des Abends ausgiebig von Tara und mir bearbeitet. Anschließend falle ich völlig erschöpft in mein Hundebett. Muss wohl noch etwas an meiner Party-Kondition arbeiten…
19.07.2007
Mein erster Geburtstag!!!!
Die pöööse Züchterin, meine Geschwister und Freunde, alle haben sie gesagt, dass man an seinem Geburtstag machen kann, was man will. Das ist aber nicht wahr!!!!
Dabei fing alles so gut an. Gleich nach dem Aufstehen überhäufen meine 2-Beiner mich mit Geschenken: Ein Riesen-Kauknochen, ein Kuscheltier und ein Wochenendtripp ans Meer von Herrchen, ein Hundegeburtstagskuchen, jede Menge selbstgemachte Hundeleckerlies und 2 Geschicklichkeitsspiele von Frauchen und von Omi den tollen Football am Seil und eine große Dose Hundekekse. Dann legt Herrchen Stevie Wonder auf und wir hopsen zu „Happy Birthday“ durchs Haus.
Diese ausgelassene Stimmung scheint mir günstig, um zu testen, ob mir meine „Volljährigkeit“ neben Geschenken vielleicht auch gewisse Privilegien eingebracht hat. – Auf den Sprung ins Bett und das genüssliche Zusammenrollen darin folgt ein strenges „Raus!!“ Das mit den Privilegien war dann wohl leider nichts… : - ((
Mit 2 Stücken Geburtstagskuchen im Gepäck geht es schließlich zum morgendlichen Tara-Treff. Erst einmal wird der Kuchen „eingeatmet“ und dann geht’s ans Spielen. Irgendwie gerät Tara dabei zwischen 2 Baumstämme. So eingekeilt, kann ich es ihr mal so richtig geben. : - )) Plötzlich kommt mir diese interessante Hündin entgegen. Sie soll irgendwie aggressiv sein und muss daher immer mit ihrem Herrchen an der Leine spazieren gehen. Ich finde sie aber irgendwie geheimnisvoll und laufe - trotz Frauchens Doppelpfiff und der Tatsache, dass mich Tara bei meiner Rückkehr bestimmt vermöbeln wird - zu der Hündin. Völlig auf mein Ziel konzentriert, übersehe ich dabei das nahende Auto. Zum Glück sieht der Fahrer mich, denn sonst wäre mein erster Geburtstag mein letzter gewesen. Frauchen ist außer sich, schnappt mich am Nackenfell und nimmt mich sofort an die Leine. – Wie war das: An seinem Geburtstag darf man alles?!...
Tief im Wald fernab jeglicher Straßen erhalte ich dann meine Freiheit wieder. Doch was ist das?! – Ein betörender Luft à la Julie liegt in der Luft. Und da kommt auch schon die Quelle um die Ecke, eine schwarze Hündin. Nachdem ich Anstalten mache, sie nach allen Regeln der Kunst zu umwerben, muss ich wieder an die Leine und trotte missmutig neben Frauchen her. Nach einer ganzen Weile und nachdem ich aufgehört habe zu schnüffeln und mich umzudrehen, leint Frauchen mich wieder ab. Tara fordert mich erwartungsvoll zum Spielen auf, aber mir geht diese schwarze Hündin nicht aus dem Kopf. Schließlich ist heute meine Geburtstag und alle haben gesagt, dass ich haben kann, was ich will. - Und ich will jetzt diese Hündin, also auf dem Absatz kehrt gemacht und hinterher. Bei der Hündin angekommen, fängt mich leider deren 2-Beiner ein und bringt mich zu Frauchen zurück, die in einiger Entfernung auch schon angelaufen kommt.
Fazit: Man kann an seinem Geburtstag zwar ohne Ende 2-Beiner ärgern, aber bei weitem nicht alles machen was man will!!!!!!!!
Nach diesem anstrengenden Morgen gibt es eine entspannte Mittagsrunde im eingezäunten Hundefreilauf und eine kleine abendliche Familienfeier im Garten. Dabei kann ich dann auch endlich mein Geburtstagsgeschenk - den Riesenknochen – bearbeiten. Was für ein Tag!!!
18.07.2007
Morgen ist mein großer Tag – ich werde 1 Jahr alt. Deshalb ist Frauchen heute mit mir zum Futterhaus gefahren und ich durfte mir etwas zum Spielen aussuchen. Nachdem ich die Sachen im Spielzeugregal mit Augen, Zunge und Zähnen untersucht habe, entscheide ich mich für einen Gummi-Football am Seil. Vom netten Inhaber bekomme ich noch ein Quietschkissen und eine Straußensehne dazu. Hat sich also voll gelohnt unsere Shoppingtour.
Danach geht es zum Supermarkt. Schließlich will ich morgen mit Tara ein Geburtstagsfrühstück im Wald machen und am Samstag in Eutin eine Runde Leckerlies ausgeben. Also muss Frauchen heute Abend noch die Backbleche in der Küche schwingen.
P.S.: Inzwischen schiele ich übrigens nur noch über die Schulter, wenn wir an dem bewussten Baum vorbeigehen.
13.07.2007
Zum Baum gerannt und nach dem Eichhörnchen gesehen…
12.07.2007
Zum Baum gerannt und nach dem Eichhörnchen gesehen…
11.07.2007
Bin heute Morgen mit Frauchen gerade aus der Gartenpforte, als direkt vor unseren Füßen plötzlich ein Eichhörnchen die Straße kreuzt, den gegenüberliegenden Baum erklimmt und in der Krone verschwindet. Leider muss ich feststellen, dass ich - obwohl ja nun schon groß und stark - immer noch nicht auf Bäume klettern kann. : - ((
10.07.2007
Heute möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr morgens den Kreislauf eures Herrchens / Frauchens in Schwung bringt:
- Klaut einen Badelatschen während euer 2-Beiner im Pool schwimmt, wartet bis er / sie rauskommt und rennt dann mit dem Latschen davon. Euer 2-beiniges Familienmitglied wird euch freudig auf einem Bein hopsend durch den ganzen Garten folgen.
- Schnappt euch den Gürtel vom Bademantel während er / sie draußen badet. Danach weiter wie bei 1., allerdings auf 2 Beinen aber dafür halbnackig ; - )
- Rennt nach eurer Morgenrunde im Garten (Fußbad im Goldfischteich nicht vergessen!!!) direkt ins Schlafzimmer, springt auf den dort im Bett liegenden 2-Beiner und schleckert ihn ausgiebig.
09.07.2007
Auf Abwegen
Da sind sie wieder diese Gedanken. Na, ihr wisst schon „Alle Macht den Hunden“ und so…
Mein aktuelles Lieblingsfremdwort ist „Hier“. Außerdem leide ich unter partiellem Gedächtnisschwund. Ich renne dann einfach los - `nen Kumpel abchecken oder den Wald inspizieren - und vergesse dabei völlig, dass ich eigentlich mit Frauchen unterwegs bin. Wenn es mir dann wieder einfällt, fühle ich mich plötzlich einsam und renne ganz schnell los, um sie zu finden. Aber „It’s cool man“ – sobald ich sie sehe, verlangsame ich meinen Lauf und schlendere locker lässig auf sie zu. Muss ja keiner wissen, dass ich sie vermisst habe. ; - )
08.07.2007
Heute habe ich das erste Mal in der Ostsee gebadet - nicht schlecht, weil weniger Wellen und Salz als in der Nordsee.
Anschließend ging es mit Hilfe von Herrchens neuem GPS-Gerät auf Schatzsuche ins Hinterland. Dabei sind wir auf ein tolles halbverfallenes Wasserschloss gestoßen. Das wäre eine super „Hundehütte“ mit privatem Hundepool, Wiesen und Wald zum toben und arbeiten. Ich fürchte aber dieses Projekt steht und fällt mit so kleinen weißen Bällen mit Zahlen drauf. Die 2-Beiner nennen es Lotto und bisher haben sie den Jackpot noch nicht geknackt.
Anschließend gibt’s noch ein Schloss. Da haben Herrchen und Frauchen vor 4 Jahren geheiratet. Der Park ist super, zumal 2 2-Beiner und dann plötzlich auch ein Flätty darin Fußball spielen ; - )
07.07.2007
Lumberjack
Was ist denn jetzt los??! Das Frauchen Koffer packt ist ja nichts außergewöhnliches, aber muss Herrchen damit jetzt auch noch damit anfangen???! Na gut, seine Menschenschule hat Geburtstag, das ist natürlich ein Grund zum Feiern. Also Herrchen, lass dich zum Abschied noch einmal schleckern und viel Spaß.
Nachdem Herrchen gegangen ist, ziehe ich mit Frauchen los zum See. Da wartet schon Tara. Im gestreckten Galopp fliegen wir durch die Baumschule. Ich bin Tara dicht auf den Fersen. Sie dreht sich nach ihrem Verfolger um, dann knackt und kracht es plötzlich und einer der jungen Bäume steht auf Halbmast – Tara hat ihn - wie der Seemann sagt - volle Breitseite gerammt. Zum Glück ist ihr nichts passiert und auch der Baum wird von unseren 2-Beinern wieder aufgerichtet und festgestampft.
06.07.2007
Heute habe ich es zum ersten Mal ganze 3 Stunden allein zu Hause ausgehalten. Es war hart, aber ich habe es überstanden und die Wohnungseinrichtung ist auch noch heile. : - )
02. - 05.07.2007
Bin mal wieder mit Omi und Herrchen allein zu Haus. Während erstere mich tagsüber bespaßt, versüßt mir Herrchen unsere Morgen- und Abendspaziergänge mit leckeren Trockenfischchen (schleck!) und witzigen Schwimmdummy Aktionen (z. B. Schwimmdummy bleibt beim Werfen im Baum hängen und muss durch das Hochwerfen von Stöckchen gerettet werden, auch `ne Art zu apportieren : - )).
01.07.2007
Heute steht also mein erstes Dummy Seminar (bei Anke Bogaerts) auf dem Programm. Ich bin furchtbar aufgeregt und dementsprechend zappelig: Soll ich einen der anderen Retriever zum Spielen auffordern oder vielleicht die dazugehörigen 2-Beiner schleckern oder doch lieber den offenen Korb mit den Dummies plündern??!
Endlich werden wir aufgerufen und ich darf meine erste Markierung arbeiten: Leine ab, Dummy fliegt, Flätty springt ein. Naja, neuer Versuch: Leine, Dummy, - Flätty apportiert und dreht eine Ehrenrunde vor versammeltem Publikum. Schließlich muss ich doch zeigen, was für ein tolles Dummy ich da erbeutet habe. Nächster Versuch mit einer Doppelmarkierung. Brav laufe ich erst zum ersten Dummy, bringe es zu Frauchen und hole das zweite. Das steckt in einer weißen Socke und plötzlich habe ich nur noch die im Maul. Also Socke ausgespuckt, zurück gelaufen, Dummy geholt und – wo ist Frauchen? Ah, da hockt sie hinterm Busch und spielt mit einem interessanten Entendummy. Das muss ich mir näher anschauen, also schnell hin und das Dummy abgeliefert.
In der nächsten Runde fällt wieder eine Markierung. Da Frauchen schon wieder mit dieser tollen Ente spielt, laufe ich schnell mit dem Dummy zurück. Plötzlich huscht irgendetwas über den Weg. Ich mache eine Vollbremsung und überlege kurz, ob es sich vielleicht um eine Fata Morgana oder etwas Reales verfolgenswertes gehandelt hat. Ist aber eigentlich auch egal, schließlich will ich ja zu Frauchen und die Ente bestaunen. Also weiter!
Nach der Mittagspause steht dann Einweisen auf dem Programm. Das klappt soweit gut, auch wenn ich immer noch nicht so ganz von der Notwendigkeit überzeugt bin, das Dummy auf direktem Wege zu Frauchen zu bringen.
Dann sollen wir uns alle in einer Reihe aufstellen. Plötzlich gibt es einen lauten Knall. Noch bevor ich lange darüber nachdenken kann, sagt Frauchen apport und ich schieße los, finde das Dummy, hebe es auf und - suche weiter. Schließlich kann es sich doch nicht nur um ein normales Dummy handeln, was ich da finden soll. Das knallt ja schließlich nicht. Als ich jedoch nichts anderes finde, breche ich die Suche ab und bringe das Dummy zurück.
Beim nächsten Versuch bin ich korrekt auf Dummykurs, als mir plötzlich eine bekannte Witterung in die Nase steigt. Also Nase auf den Boden und der Spur bis vor die Herrentoilette gefolgt. Da habe ich mich dann brav hingesetzt und auf Herrchen gewartet. : - ))
Zum Schluss darf ich noch eine Verlorenensuche im Wald machen. Bei der Abschlussbesprechung fallen mir dann die Augen zu. Ich höre noch ein paar Wortfetzen wie „typischer Augen-Aktionshund“. Keine Ahnung was die damit meinen, ich bin sooooo müde!!
Tolle Photos wie immer in meinem Photoalbum
30.06.2007
Der Duft der Frauen
Und schon wieder ist es Samstag und damit Zeit für unser Training in Eutin. Bei unserer Ankunft steigt mir sofort ein unwiderstehlicher Duft in die Nase. Eine kurze Windpeilung führt mich direkt zum Auto von Julies Frauchen. Praktischer Weise öffnet sich just in dem Moment die Tür, also schnell reingesprungen und die Quelle dieses verlockenden Aromas gesucht. Die ist schnell gefunden: Julie. Leider sitzt sie durch ein Netz abgetrennt im Kofferraum. Noch bevor ich das Netz auf seine Festigkeit prüfen kann, ist leider Frauchen da und zerrt mich aus dem Auto.
Nun beginnt für uns Herren ein Training unter stark erschwerten Bedingungen. Besonders hart hat es Barney erwischt. Er nutzt jede Gelegenheit, um mit verklärtem Blick hinter Julie herzurennen. Markieren, Einweisen, Verlorenensuche – Fehlanzeige. Alle seine Wege enden nicht beim Dummy sondern bei Julie. Aber wir anderen sind auch nicht viel besser. Wir arbeiten zwar, aber Ares und Calle strapazieren ganz schön ihre Stimmbänder dabei und ich Frauchens Schultergelenke. ; - )
Ein paar Photos von unserm anstrengenden Tag findet ihr hier.
28.06.2007
Heute Mittag bin ich meinem Intimfeind José begegnet. José ist ein Bernhardiner und - er mag mich nicht. Schon bei unserem ersten Zusammentreffen hat er äußerst unfreundlich reagiert und heute startet er bei meinem Anblick sofort durch und rennt im gestreckten Galopp knurrend und bellend auf mich zu. Während ich wie festgenagelt mit eingezogenem Schwanz auf die sich nähernde Gefahr starre, wirft sich plötzlich Frauchen vor mich und brüllt José an. Der ist irritiert und macht erst einmal eine Vollbremsung. Leider erholt er sich aber ziemlich schnell von seinem Schreck und will sich nun an Frauchen vorbei auf mich stürzen. Zum Glück kann sie den Fellkoloss so lange in Schach halten, bis sein Herrchen angeschnauft kommt. Puh, noch mal gut gegangen. Manchmal sind 2-Beiner noch wirklich zu etwas zu gebrauchen…
26.06.2007
Das war heute Abend aber ein komischer Ausflug! Unser komplettes Rudel ist nach Kiel gefahren. Da haben wir mit vielen anderen 2-Beinern, darunter die Herrchen und Frauchen von Ares & Calle und Barney, aber ohne weitere Hunde in einem Saal rumgesessen. Dann ist plötzlich eine fremde Leberwurstfrau erschienen. Die hat aber nicht wie sonst Leckerlies verteilt sondern lang und breit über Unfälle und was 2-Beiner dagegen tun können referiert. Na, ich hoffe doch sehr, dass mein nächster Tierarztbesuch wieder in altbewährter Weise abläuft. ; - )
23.06.2007
Endlich wieder Training in Eutin!!! Ich hoffe nur, dass mich die anderen nicht auslachen, weil ich immer noch diesen blöden Schuh tragen muss…
Zum Glück ist meine Sorge unbegründet. Aber bevor wir so richtig toben können, müssen erst wieder diese blöden Übungen absolviert werden. Obwohl – nach der langen Schaffenspause machen die heute richtig Spaß: Erst Fußübungen mit Dummy, dann sichtiges und nicht sichtiges Einweisen (geradeaus, rechts und links) und zum Abschluss noch eine Markierung.
Dann heißt es endlich „Hobby“. In wildem Galopp jagen wir über die Wiese. Julie entdeckt dabei einen riesigen Misthaufen und fängt auch direkt an, sich darin zu wälzen. Ich mache den Fehler und werfe Frauchen bevor ich zum Sprung ansetzte noch einen fragenden Blick zu. Der wird natürlich gleich mit einem Doppelpfiff beantwortet. Ist also nichts mit Wälzen, schade… Nach Picknick und Klönschnack treten wir schließlich den Heimweg an. Dort angekommen, lege ich mich gleich in meinen Kennel. Nach 10 Tagen Schonprogramm hat meine Kondition wohl doch etwas gelitten.
Gerde bin ich eingeschlafen, da weckt mich Frauchen schon wieder und zieht mir Schuh und Leine an. Erst tagelang keine Action und nun Programm ohne Ende. Können die 2-Beiner meine Freizeitaktivitäten vielleicht etwas ausgewogener planen?! Aber dann merke ich, dass es zu Tara geht und schon ist alle Müdigkeit wie weggeblasen. Während ich mit Tara spiele, sehe ich Frauchen plötzlich durch die Ausgangstür verschwinden. Ich will schnell hinterher laufen, aber die Tür ist schon zu. Ok, dann warte ich halt, sie wird schon wieder kommen: 10 Minuten, 20 Minuten, 60 Minuten… Zwischendurch kommt immer wieder Tara zu mir in den Flur und fordert mich zum Spielen auf. Merkt die denn nicht, dass ich beschäftigt bin?! Nein – na, dann ggggrrrrrrrrrrrrrrrr!!!!!!!
Irgendwann muss ich meinen Wachposten verlassen und mit Tara und ihren Leuten spazieren gehen. Anschließend gibt es dann Fressen. Mit vollem Magen sieht die Welt schon ganz anders aus. Ich vergesse, das Frauchen mich vergessen hat und mache es mir für den Rest des Abends gemütlich. Als meine 2-Beiner schließlich wieder auftauchen (übrigens klitschnass, weil sie im strömenden Regen auf einem Open Air Konzert waren ; - ))), will ich eigentlich gar nicht mehr so dringend nach Hause – obwohl, irgendwie bin ich ganz schön müde, also los und zu Hause sofort in einen tiefen traumreichen Schlaf gefallen : - )))
21.06.2007
Endlich bin ich meinen Verband los!!! Als die Leberwurstfrau ihn heute abgemacht hat, roch es ganz schön nach Käsepfote. Habe ganz erstaunt geschnüffelt und konnte gar nicht glauben, dass das von mir kommt. ; - ) Die Schnittwunde sieht übrigens gut aus. Leider habe ich mir durch den Verband eine kleine Druckstelle geholt, die jetzt noch versorgt werden muss. Deshalb soll ich noch 3 Tage meinen Schutzschuh tragen. Der ist ohne Verband allerdings viel zu groß, also wird Herrchen beauftragt, mir passendes Schuhwerk kaufen. Nun habe ich insgesamt 3 Paar in verschiedenen Ausführungen und damit - wie ich finde - Anrecht auf einen eigenen Schuhschrank : - ))
20.06.2007
Habe Tara heute zum ersten Mal zu Hause besucht. Zuerst war ich ja etwas verwirrt, weil meine Leute nicht wie sonst geradeaus zum See gehen, sondern links abbiegen wollten. Herrchen hat ständig was von Tara erzählt, aber Tara ist doch immer im Wald am See! Also ziehe ich mit doppelter Kraft geradeaus. Aber schließlich gebe ich nach und stehe plötzlich vor Taras Haustür. Als die sich öffnet, stürme ich sofort rein, sause die Treppe hoch, untersuche den ersten Stock, komme wieder runter, teste das Sofa im Wohnzimmer, untersuche die Küche auf Fressbares, nehme einen ordentlichen Zug Wasser aus den Übertöpfen im Garten, teste Taras Spielzeug und fange schließlich wild an, mit ihr zu spielen. Super Ausflug. Jederzeit gerne wieder!!!!!!
18.06.2007
Heute Morgen fahren Frauchen und ich zur Leberwurstfrau, um meine Pfote verarzten zu lassen. Obwohl das Wartezimmer gerammelt voll ist, will ich natürlich wieder als erster drankommen und beziehe meinen üblichen Posten direkt vor dem Behandlungszimmer.
Nach einigen Fehlstarts ist es dann endlich soweit – ich bin an der Reihe. Also rein, links um die Ecke und hin zum Tresen mit den Leckerlies. Schleck – eine offene Dose mit Hundeleberwurst. Heute ist mein Glückstag!!! Noch schnell ein paar Bissen runtergeschlungen, bevor Frauchen eingreifen kann. ; - ))) Dann kommt jedoch der Ernst des Lebens. Ich muss auf den Tisch, der alte Verband wird entfernt, die Wunde begutachtet und verarztet. Dieses Mal bekomme ich einen besonders schönen Tape Verband – pink mit lila Herzen. : - ))) Wenn das Tara sehen könnte, aber leider haben wir ja noch immer Spielverbot...
15.06.2007
Als Herrchen heute mit mir zur Morgenrunde aufbrechen will, merke ich, dass meine linke Vorderpfote ganz doll weh tut und ich gar nicht richtig auftreten kann. Bei näherer Begutachtung stellt sich heraus, dass ich mir den Ballen aufgeschlitzt habe. Herrchen legt also erst einmal einen provisorischen Verband an und geht am Nachmittag mit mir zur Tierärztin. Die entschließt sich zu einem Tape Verband. Jetzt habe ich einen Klumpfuß und muss jedes Mal wenn ich nach draußen will auch noch eine Art Schuh über dem Verband tragen. Mal ganz ehrlich: Ich kann wirklich nicht verstehen, was Frauchen an Schuhen so toll findet!!! Das Schlimmste jedoch ist, dass ich auf unbestimmte Zeit Dummy-, Spiel- und Schwimmverbot bekommen haben!!!!! Was soll denn ein Flätty bitte schön anderes machen??!!
Aber wenigstens herrscht wieder Ordnung. Frauchen ist endlich zurückgekommen. Pflichtbewusst habe ich ihr heute Nacht um 2.00 Uhr den „wedelnden Hund“ gemacht ; - )
12.06.2007
4.00 Uhr früh und Frauchen packt. Geht es etwa schon wieder zu einer Ausstellung?! – Ach nee, sie legt nur ihre Sachen in den Koffer und zieht anschließend die „spring mich jetzt nicht an“ Klamotten an. Ok, dann ist die Sachlage klar – Männerparty!!!
09.06.2007
And the winner is…
Heute war ein irrer Tag. Erst einmal haben meine 2-Beiner mich um 4.00 Uhr aus dem Bett geschmissen. Schlaftrunken bin ich anschließend hinter Frauchen zum See getrottet. Um diese Zeit schlafen all meine Kumpels natürlich noch. Also was soll ich dann am See?! Schließlich treffen wir aber doch noch einen Hund und da ich nicht weiß, ob ich noch eine zweite Chance bekomme, fange ich ganz gegen meine Gewohnheit sofort an, mit ihm zu toben. Im gestreckten Galopp geht es durch die Baumschule und als wir nicht mehr können, gehen wir zum Staubcatchen am Wegesrand über. Frauchen ist darüber irgendwie nicht entzückt. Keine Ahnung warum, vielleicht ist sie mit dem falschen Bein aufgestanden. Wäre ja kein Wunder bei der Uhrzeit…
Zu Hause angekommen, ist Herrchen dabei das Auto zu beladen. Super, ist vielleicht schon September und damit Zeit für den zweiten Urlaub am Meer???!!! Beim näheren Hinsehen macht mich die Ausrüstung allerdings etwas stutzig: Kennel, Beauty Case, Vorführleine, Klapphocker, … Das sind nicht die richtigen Utensilien für einen Standurlaub. Das sieht eher nach A u s s t e l l u n g aus!! Und tatsächlich, es geht zur Spezialzuchtschau nach Hoisdorf. Zum Glück ist das nicht so weit weg und als wir ankommen, stelle ich zu meiner Begeisterung fest, dass
- das Ganze open air stattfindet und
- meine Kumpel Calle und Ares mit von der Partie sind.
Gemeinsam mit 2 Flatmädels und unsere 2-Beinern beziehen wir ein Camp aus Kenneln, Strandmuscheln und Sonnenschirmen und dann heißt es warten, warten, warten… Zum Glück ist hier aber viel Platz, sodass wir uns von Zeit zu Zeit die Beine vertreten können. Nur Leine los und spielen ist natürlich nicht angesagt. Was für ein Jammer bei all den netten Retriever Jungen und Mädels hier…
Frauchen macht übrigens irgendwie einen nervösen Eindruck, während ich - ganz Profi - gemütlich im Schatten des Sonnenschirms döse. Dann geht es plötzlich los. Im Ring läuft das übliche Programm ab: Betatschen, Zähne zeigen, stehen, laufen, laufen, laufen, stehen und – richtig – warten... Die Richterin redet zwischendrin ziemlich viel mit Frauchen und die schaut daraufhin nicht so glücklich drein. Irgendwas ist wohl falsch gelaufen…
Dann ist plötzlich alles vorbei. Die anderen 3 verbliebenen Hunde bekommen alle diese hübschen Schleifen, die man dem Richter aus der Hand reißen und stolz aus dem Ring transportieren kann. Nur ich bekomme so ein komisches glänzendes Ding. Mist, ist dieses Mal wohl wirklich nicht so gut gelaufen. Aber was ist denn das: Frauchen flippt völlig aus, fällt erst mir und dann den 2-Beinern aus unserem Team um den Hals und hopst mit mir über den Rasen. Na, dann habe ich es wohl doch hingekriegt : - )))
Irgendwann muss ich dann noch einmal in den Ring, aber dieses Mal haben der Veteran und der Jungster (also ich) keine Chance gegen die Rüden der anderen Altersklassen. Naja, nächstes Jahr, wenn ich meinen Body „developed“ und „more coat habe“ ; - )
Nun heißt es Pfotendrücken für den Rest der Truppe… Als endlich sind alle fertig sind fahren wir zur Belohnung an den nahegelegenen Möchsteich. Dort angekommen heißt es „Leinen los“ und 5 Flätties brechen auf ihrem direkten Weg zum Wasser durchs Unterholz, schießen an einer ahnungslosen Picknickgesellschaft vorbei und springen ins kühle Nass. (Anmerkung der Redaktion: Die Picknickgesellschaft ist danach auffällig unauffällig verschwunden ; - ))
Zu Hause wartet dann noch eine Überraschungsgartenparty mit Calle, Ares und Tara auf mich. Während die 2-Beiner im Pool baden, die Photos des Tages gucken und Essen, gestalten wir 4-Beiner erst einmal etwas den Garten um: Die Beete bekommen hundegerechte Laufstraßen, die Hecken entsprechende Schlupflöcher, der Goldfischteich wird zur Badewanne und der Springbrunnen zur Tränke umfunktioniert ; - ))) Zum Schluss gebe ich noch eine Runde Hundefutter aus und als dann alle Gäste gegangen sind, versinke ich in eine gnädige Ohnmacht, die mehr oder minder den gesamten Folgetag anhält…
04.06.2007
Hasta la vista, Baby…
Heute Abend nutzen Frauchen und ich die letzten Sonnenstrahlen und machen einen Spaziergang zum See. Dort angekommen, tummeln sich schon der wasserscheue Setter Sammy und ein mir unbekannter Welpe am Strand. Der Welpe heißt Rocky, ist 5 Monate alt, so eine Art italienische Dogge – und sehr schüchtern. Sammy und ich versuchen ihn ein bisschen aus der Reserve zu locken. Als er gerade anfängt aufzutauen, stößt ein Jack Russel Terrier zu unserer kleinen Gruppe. Der ist irgendwie schlecht drauf und stürzt sich bellend auf Rocky und versucht ihm in die Ohren zu beißen. Das kann ich nicht mit ansehen und dränge mich knurrend zwischen Rocky und den Neuzugang. Der nimmt jedoch keine guten Ratschläge an und bedrängt immer wieder „klein“ Rocky. Plötzlich reißt mir der Geduldsfaden: Knurrend und zähnefletschend stürze ich mich auf den Jack Russel und vermöbele ihn nach Strick und Faden. Die 2-Beiner sind vor Schreck wie gelähmt. Schließlich bin ich überall nur als der „sanfte Riese“ bekannt. Endlich lasse ich von meinem „Opfer“ ab und siehe da: Der Jacky ist plötzlich lammfromm und spielt freudig mit Rocky, Sammy und mir. Na, geht doch. Manchmal sind die Arnold Schwarzenegger Methoden also doch gar nicht so schlecht – werde ich mir merken ; - )
03.06.2007
Und wieder hat sich etwas im Garten verändert: Neben dem Pool steht jetzt ein großer (Hunde?)Korb, also erst einmal reingehopst und mit Frauchen Probe gesessen. Nicht schlecht, beinahe wie im Urlaub : - )))

Doch dann sehe ich plötzlich 2 Monster auf dem Pool treiben. Pflichtbewusst versuche ich sie zu verbellen, aber sie zeigen sich völlig unbeeindruckt (Anmerkung der Autorin: Es ist Sonntag 14.00 Uhr und unsere Nachbarn legen extremen Wert auf ihre Mittagsruhe!). Schließlich kommt Herrchen, schnappt sich die Monster und rettet Frauchen und mich (und die Nachbarn). Photo dieses dramatischen Tages hier :

02.06.2007
Heute hat sich das Rätsel der großen blauen Plane gelöst. Darunter befindet sich ein gigantischer Trinknapf, die 2-Beiner nennen ihn Swimming Pool. Leider lässt Herren das herrliche braune Brackwasser ab und macht den „Napf“ mit Hilfe von komisch brummenden und zischenden Geräten (Hochdruck- und Dampfreiniger) sauber. Anschließend schnappt er mich und setz mich mitten in den leeren Pool. Hilfe!! Das ist ja wie bei den Tieren im Zoo. Kann einer meinem Herrchen mal erklären, dass ich kein Seehund bin?! Unruhig streife ich an den Wänden entlang. Der einzige Weg nach draußen führt über eine Rampe. Die traue ich mich aber nicht hoch. Schließlich bleibe ich jammernd mit eingezogenem Schwanz stehen und warte darauf, das Herrchen mich wieder herauswuchtet (was er dann zum Glück auch gleich tut). Pools sind doof. Ich halte mich lieber an Seen und das Meer.
29.05.2007
Als ich heute Morgen aufwache, bin ich erst einmal etwas orientierungslos. Wo sind die Dünen und das Meer? Warum geht Herrchen zur Arbeit und nicht mit mir zum Brötchenholen und an den Strand?? Dann fällt es mir plötzlich wieder ein: Der Urlaub ist zu Ende und wir sind zu Hause.
Nun beginnt auch für mich die Plackerei: Auf unserem Morgenspaziergang muss ich alles neu beschnuppern und markieren. Hätte ich gestern bloß mehr getrunken! So reicht mein Pipi nicht einmal bis zum See : - ((
Dort angekommen wartet schon die nächste Enttäuschung – Tara ist nicht da!! Und regnen tut es auch noch!!! – Was für ein vermurkster Tag…
28.05.2007
Nachdem der Tag heute fast normal begonnen hat (beim Morgenspaziergang bin ich Herrchen leider entwischt, habe mein Geschäft - weil es so drückte - in einem benachbarten Vorgarten verrichtet und bin erwischt worden) verfallen meine 2-Beiner plötzlich in Hektik. Alle unsere Sachen werden aus den Schränken geholt und in die bereitgestellten Taschen gestopft. Ich will bei der vermeintlichen Aufräumaktion helfen, trabe hinter meinen Leuten her, um die Arbeiten zu überwachen und bringe mein Spielzeug nach und nach in die Dünen.
Irgendwann schnappt mich Frauchen und wir gehen spazieren. Als wir zurück kommen geht es dann gleich ins Auto und nach Westerland. Nach einer letzten Shopping Tour und einer Runde durch das nahe gelegne Wäldchen heißt es dann Abschied nehmen von Sylt.
Zu Hause angekommen begrüße ich erst einmal stürmisch feucht Omi, mache noch eine schnelle Inspektionsrunde durch Haus und Garten und falle in einen tiefen Schlaf.
27.05.2007
Der Tag beginnt blond – nein, leider nicht mit Sonne, aber mit einer flotten jungen Golden Hündin namens Laila. Gemeinsam haben wir den Strand von Kampen unsicher gemacht. Erschöpft vom vielen Toben leere ich in der nächsten Strand Bar erst einmal den Hundewassernapf und klaue Herrchen eine Gurkenscheibe von seinem Teller. Schließlich muss ich wieder zu Kräften kommen ; - ))
Abends wandern wir dann am Strand entlang zur Sansibar. Dort angekommen zeige ich allen Anwesenden was für ein netter Hund ich bin, indem ich eine ausgiebige Schleckattacke auf Herrchen starte : - )))
Schließlich wollen wir per Bus den Heimweg antreten. Beim Studieren des Fahrplans stellen meiner 2-Beiner dann aber leider fest, dass der eine Bus gerade weg ist und der nächste erst in einer Stunde kommt. Nun steht eine außerplanmäßige Nachtwanderung an. Schon ziemlich erschöpft schlurfen wir am Stand entlang, als ich in den Dünen plötzlich gefährliche Standräuber entdecke und meine 2-Beiner lautstark auf die Gefahr aufmerksam mache. Da soll noch mal einer sagen Retriever sind keine Wachhunde…
25.05.2007
Nach diversen Spaziergängen und einem guten Abendbrot bin ich abends rechtschaffen müde. Nachdem ich es mir gerade in meinem Hundebett so richtig gemütlich gemacht habe, fangen die 2-Beiner an, sich Schuhe und Jacken anzuziehen und mit meiner Leine zu wedeln. Was wollen die denn nun schon wieder?!!! Mit einem lauten Protestseufzer stehe ich auf und trotte folgsam zum Auto. Unser „Ausflug“ endet in Weddingstedt in einem Restaurant oder besser gesagt, auf einer Restaurantterrasse. Natürlich bekomme ich mal wieder nichts ab, aber wenigstens bin ich an der frischen Luft und kann mich ein bisschen umschauen.
Der Abend schreitet voran und irgendwann wird aus dem Restaurant ein Tanzlokal. Ich sitze an der Tür, schaue mir das ganze an und wiege meinen Kopf leicht im Takt. Tanzende 2-Beiner - hoch interessant!!!!
24.05.2007
Unser Morgenspaziergang führt und heute in die Braderuper Heide. Frauchen hat sich mit Dummies bewaffnet - nur gemütlich stromern ist also nicht… In der Heide gibt es jede Menge interessante Dinge zu sehen: Schafe, Vögel, Spaziergänger, Reiter… Weil meine Steadiness folglich mal wieder zu wünschen übrig lässt, bindet mich Frauchen jedes Mal an die Begrenzungspfähle des Wanderwegs, wenn Sie die Dummies auslegt. Als einmal ein besonders interessanter Vogel vorbei fliegt, vergesse ich das, sprinte hinterher und werde unsanft gestoppt. Aua!!!!!
23.05.2007
Nach Süden und Osten geht es heute in den Norden der Insel - nach List. So früh am Morgen ist der Strand noch menschenleer und da es auf der Wattseite kaum Brandung gibt, kann ich wunderbar toben und schwimmen. Irgendwann entdecke ich in der Ferne den Fähranleger im Lister Hafen. Sieht aus, als ob riesige Stöckchen im Mehr stecken. Finde ich irgendwie merkwürdig, also erst einmal kräftig gebellt. Da wir gerade auf Höhe einiger Bettenburgen sind, fängt sich mein Gebell an den Häuserwänden und es gibt ein Echo. Das wusste ich aber natürlich nicht und habe gedacht, dass mir da ein anderer Kumpel antwortet. Also habe ich zurückgebellt usw. Als mir Frauchen dann schließlich die Schnauze zuhält, ist bereits ganz List wach ; - )
Auf der Standpromenade treffen wir dann einen Mann, der die Gehwegplatten fegt. Super, da kann ich doch gleich noch „Besenfangen“ spielen. Zum Glück hat der Mann Humor. In List angekommen, muss Frauchen mal wieder shoppen (gähn!!!) Schließlich geht es zurück zum Auto und wir fahren nach Keitum. Frauchen trinkt Tee und ich bekomme in tollen Fressnäpfen ein paar Hundekekse und Wasser serviert. Das nenne ich Service!!!
Den Nachmittag verbringe ich dann schlafend und Schweineohr knabbernd in den Dünen vor unserer Ferienwohnung. Daraufhin hat Frauchen wieder Großeinsatz mit der Zeckenzange. : - ((
22.05.2007
Nachdem wir Herrchen wieder bei seinen Zahnarztkollegen abgesetzt haben, fahren Frauchen und ich in den Osten der Insel nach Morsum. Mit 2 Dummies bewaffnet, arbeiten wir uns zunächst auf ein paar Feldwegen am Rande des Naturschutzgebietes voran: Ein bisschen Einweisen, ein paar Markierungen und eine Suche. Das Zurückbringen klappt heute wirklich gut, dafür lässt meine Steadiness zu wünschen übrig. Naja, schließlich habe auch ich Urlaub, aber das sieht Frauchen natürlich mal wieder ganz anders : - (((
Nach einer kurzen Pause geht es noch aufs rote Kliff. Da noch alles menschenleer ist, darf ich es ohne Leine erklimmen. Oben angekommen, sehe ich auf einem kleinen Vorsprung ein Grasbüschel. Der perfekte Platzt wie ich finde, um mein „Gipfelkreuz“ zu setzen. Also schnell hingerannt und Bein gehoben. Eines weiß ich jetzt – ich bin schwindelfrei…
21.05.2007
Wow, habe heute einen Labbi kennengelernt, dem ein ganzes Strandbistro gehört. Hätte ich auch gerne: Den ganzen Tag Leckerlies und Streicheleinheiten von den Gästen abstauben, zwischendurch mal kurz zum Wasser runter rennen, um ein Bad zu nehmen und ansonsten faul in der Sonne liegen… Kann nicht einer meiner 2-Beiner umsatteln und Gastronom werden?!!
Wie war ich jetzt auf das Bistro gekommen? - Ach ja, meine 2-Beiner und ich sind da eingekehrt, nachdem wir die Südspitze von Sylt umrundet haben. War ein toller Spaziergang - ein fast menschenleerer Stand mit viel interessantem Standgut (Muscheln, Krebse, Algen) zum Fressen und nicht zu hohen Wellen zum schwimmen!!
Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir anschließend nach Westerland gefahren, haben Herrchen bei seiner Tagung abgesetzt und sind Shoppen gegangen. Leute ich sage euch: Geht nie mit einer Frau einkaufen!!!!!!! Vor jedem Schaufenster bleibt sie stehen, in den Läden muss man Sitz machen, währen sie in 2-Beiner Pelzen wühlt und wenn man dann vor Langeweile anfängt an so einem Pelz zu nagen, gibt es vernichtende Blicke der Verkäuferin und Schimpfe. Endlich ist es überstanden und wir gehen in kleines Wäldchen. Hier heißt es endlich „Leine los“ und ich darf mir den Stadtfrust von der Seele toben.
Schließlich sammeln wir Herrchen wieder ein und machen einen letzten Spaziergang am Rantumer Hundestrand. Nachdem ich mehrfach mein Schwimmdummy aus den Wellen gerettet, mit Frauchen um die Wette gebuddelt und mit ihr Fangen gespielt habe, geht es zurück zu unserem Urlaubsdomizil. Noch schnell das Abendbrot verschlungen, sich dann mit einem zufriedenen Grunzen auf die Couch geschmissen und eingeschlafen…l
20.05.2007
Während Frauchen einen Ausritt macht, gehe ich mit Herrchen auf Schatzsuche. Geocaching heißt das Zauberwort. Also ich bin ziemlich schnell fündig geworden: Kuhfladen und Schafdung zum wälzen und fressen sind herrliche Schätze!!! Herrchen hat etwas länger gebraucht, schließlich aber doch eine kleine Photodose mit Logbuch drin entdeckt. Nach einem Beweisphoto geht es zurück zum Reiterhof, um Frauchen abzuholen. Dort angekommen bin ich hoch erstaunt: Auf uns kommen 3 dieser Pferdemenschen zu und einer davon spricht wie Frauchen. Das finde ich irgendwie gruselig und konzentriere mich lieber auf die Jagd der Hofkatze, da bin ich auf vertrautem Terrain.
Nach einem ausgiebigen Nickerchen, machen wir uns auf dem Weg zum nahegelegenen Hundestrand. Ich soll baden, um meinen kombinierten Kuh/Schaf-Gestank und entsprechende Verkrustungen im Fell loszuwerden. Weil ich allein keine Lust habe, geht Herrchen mit ins Wasser. Wow, ist der mutig, rennt einfach so in die Wellen!! Ich bleibe lieber etwas zurück und beobachte das Ganze. Falls Herrchen ertrinkt, kann ich dann wenigstens Hilfe holen ; - )
Und schließlich hält der Tag auch wieder eine Blondine für mich bereit – dieses Mal auf 4 Beinen: Jackie, eine einjährige Labrador Retriever Hündin, mit der man toll spielen kann.
19.05.2007
Geburtstag auf Sylt
Heute ist mein Geburtstag (10 Monate) und meine 2-Beiner haben mir einen ganz tollen Tag geschenkt! Erst einmal bin ich morgens mit Herrchen Brötchen holen gegangen und habe dabei gleich ein morgendliches Bad im Meer genommen. Nach dem Frühstück sind wir dann alle drei zu einem Strandspaziergang in Richtung Westerland aufgebrochen. Das Wasser war jetzt irgendwie weg, dafür lagen große weiße Berge am Strand, die ich natürlich sofort inspizieren musste. Danach sah ich aus, als trüge ich Wadenwickel.

Auch sonst gab es allerlei am Strand zu sehen: Reiter, Kumpels, buddelnde Kinder… Kurz vor Westerland kommt plötzlich ein netter, rot gekleideter „Baywatch Mann“ auf uns zu und erklärt, dass wir den Stand jetzt leider verlasen müssten, weil Hunde hier nicht erlaubt seien. Das ist Diskriminierung!!!!!!!!! Wie dem auch sei, der Mann ist nicht zu erweichen und so müssen wir unseren Weg in den Dünen fortsetzen. In Westerland angekommen leere ich erst einmal die erste Hundebar, die mir in die Quere kommt. In der Fußgängerzone bin ich ziemlich aufgeregt. So viele Leute und Läden und dazwischen immer wieder Kumpels, mit denen ich - zu meinem großen Verdruss - nicht spielen darf. Aus 2-Beinern soll übrigens einer schlau werden: Manche zucken bei meinem Anblick zusammen und machen einen großen Bogen, andere kommen angerannt und wollen wissen, was ich für einer bin und ob man mich mal streicheln kann.
Zurück geht es schließlich per Bus. Dort schäkere ich noch ein bisschen mit einer 2-beinigen kleinen Blondine und falle - in unserer Ferienwohnung angekommen - nahezu unmittelbar in einen tiefen, traumreichen Schlaf.
Tolle Photos findet ihr wie immer hier.
18.05.2007
Unser Hab und Gut steht in diverse Taschen verpackt im Flur. Das sieht verdammt nach Urlaub aus. Juhuuu!!! Aber erste einmal machen wir noch einen Abstecher an Herrchens Arbeitsplatz. Ist schon spannend so eine Zahnarztpraxis. Es gibt 1000 Sachen zu entdecken und zu untersuchen (diverse Kabel, der Röntgenentwickler, das Wartezimmer (habe da leider eine mit Schaumstoffkugeln gefüllte Stoffkuh gekillt)…). Anschließend haben wir dann noch einen kurzen Besuch bei der benachbarten Leberwurstfrau gemacht. Wie alle Frauen ihrer Spezies ist sie sehr freundlich und hat mich mit Leckerlies vollgestopft. Schleck!!!! Da war es dann auch nicht schlimm, dass sie mir mit einem Skalpell ein paar Haare von der Nase schabt hat. Irgendwie haben die 2-Beiner den Verdacht, dass da ein Pilz wächst. Lächerlich – ich habe Pilze letztes Jahr im Wald gesehen und so etwas ist definitiv nicht in meinem Gesicht!!!!!!!
Endlich geht es weiter. Wir fahren mit dem Auto auf einen Zug (das wackelt ganz schön!!!) und nach einer Weile sind wir dann endlich am Ziel. Sieht ein bisschen aus wie St. Peter Ording hier. Viieeel Strand und Wasser. Letztes macht aber viel höhere Berge, als ich es bisher gewohnt war. Prompt werde ich dann auch - als ich einen Moment nicht aufpasse - von so einer Welle überrollt. Prrrrrrrr!!!!
Kumpels gibt es übrigens auch hier. Habe am Strand gleich eine nette Airdale Terrier Hündin getroffen und toll mit ihr gespielt.
15.05.2007
Als ich heute Morgen mit Tara an den See komme, sehe ich dort in einiger Entfernung eine komische „Ente“ im Wasser schwimmen. Das muss ich mir genauer ansehen und wate ins Wasser. Bei genauem Hinsehen entpuppt sich die „Ente“ als nackige Frau, die im See schwimmt. Zweibeiner können also auch schwimmen!!! Meiner Verwunderung muss ich erst einmal lautstark Ausdruck verleihen. Nun traut sich die Frau erst einmal nicht aus dem Wasser (geschätzte Wassertemperatur: 15°C), aber schließlich ist das Schwimmen für 2-Beiner im See ja auch verboten ; - )
14.05.2007
Nachdem ich meine erste größere Identitätskrise gemeistert habe (Ergebnis: Man muss doch auf seine 2-Beiner hören, seufz…), drängt sich nun ein anderes Thema in den Vordergrund – Frauen.
Also ich fand Hündinnen ja schon immer toll. Wenn man es recht bedenkt, sind sogar alle meine Freunde weiblichen Geschlechts. Aber seit kurzem sehe ich die Damenwelt mit ganz anderen Augen oder besser gesagt, rieche ich sie mit ganz anderen Gefühlen. Meine Freundin Lotte z. B. hat im Moment einen so unwiderstehlichen Duft an sich, dass ich alles rund um mich herum vergesse wenn ich sie sehe oder auch nur auf ihren Spuren wandle. Ich laufe dann wie ein Schlafwandler durch die Gegend und muss in der Regel von meinen 2-Beinern eingefangen und an der Leine nach Hause gebracht werden. Ehrlich, ich kann nichts dafür. Wie sang schon ein weiser 2-Beiner namens Westernhagen: „Frauen gegenüber bin ich willenlos…“
12.05.2007
Heute haben wir (Calle, Ares, Julie und ich) wieder fleißig in Eutin trainiert. Nach der allseits „beliebten“ Unterordnung (Fuß ohne Leine an den Kumpels vorbei, sitzen und durch die Gasse abrufen) standen Verlorenensuche und Einweisen auf dem Programm. Eigentlich war ich gar nicht so schlecht, nur Kaninchendummies mag ich nicht, die sind mir zu fusselig. Julie ist da ganz anderer Meinung. Sie will die tolle neue Beute gar nicht mehr hergeben und jagt damit knurrend einige Runden um die Wiese.
Schließlich ist das Training vorbei. Die 2-Beiner rotten sich zum Kaffeetrinken zusammen und wir können ein bisschen stromern. Aber dann der Schreck: Alle 4-Beiner werden in die Autos verladen. Nur ich bleibe übrig und werde unter einen großen Regenschirm gezerrt. Dort fallen dann Uta und Frauchen über mich her und verpassen mir so einen „Primaner Kurzhaarschnitt“. Jetzt sehe ich wieder aus, als könne ich kein Wässerchen trüben. Wie soll ich da morgen nur Tara gegenüber treten? Die bellt mich doch aus! Die „Best of“ Photos des Tages - inklusive Impressionen aus dem Open-Air-Friseursalon findet ihr hier.
09.05.2007
Das andere Ende der Leine…
…war heute ungewöhnlich besetzt. Weil Frauchen im Büro festsitzt, fährt Herrchen mit mir zum Retriever Club. Dort angekommen stelle ich noch andere Merkwürdigkeiten fest: Es sind unheimlich viele 2-Beiner da, ein verführerischer Geruch liegt in der Luft und nach der Aufwärmrunde ist auch schon Schluss mit Training. Dafür strömen die 2-Beiner zum Vereinshaus - der Quelle der tollen Gerüche. Hier ist ein großes Buffet aufgebaut und auf einer Grillstelle brutzeln leckere Steaks. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Aber stellt euch vor: Obwohl das ganze hier Retriever Club heißt, bekommen die Retriever von all den Köstlichkeiten mal wieder nichts ab. Das will ich so nicht akzeptieren und versuche erst mich Charme und dann mit „roher Gewalt“ meinen Anteil einzufordern. Dabei stellt sich heraus, dass plastikante Gartentische einem hungrigen Flatt nicht gewachsen sind. Mit einem lauten Klirr fällt Herrchens Weizenglas um und der Inhalt ergießt sich über den Tisch und sein Gegenüber. Jetzt gibt es richtig Ärger und ich beschließe vorsichtshalber den Rest des Abends lieb zu sein.
06.05.2007
Heute hat mich Herrchen auf unserem Sonntagsspaziergang verblüfft: Statt Photosession gab es heute gemeinschaftliches Dummytraining. Das war aufregend – so aufregend, dass ich doch beinahe eingesprungen wäre (schäm). Anschließend haben wir uns alle mit einer Erfrischung im nahegelegenen Café belohnt. Um dorthin zu kommen mussten wir allerdings einen kleinen illegalen Ausflug über den Golfplatz machen. Aber zum Glück hat uns niemand erwischt.
05.05.2007
Blondinen bevorzugt
Zu unserer kleinen „Eutiner Männerunde“ (Calle, Ares und ich) gesellte sich heute eine Golden Hündin namens Julie. Calle und Ares waren ganz schön scharf auf sie, aber Julie wollte m i c h !!! Vor dem Vergnügen stand jedoch die Arbeit: Unterordnung, Steadiness, Einweisen und zum Schluss noch Wasserapporte. Dabei entpuppte sich Julie als wasserscheu. Zaghaft watete sie am Rand des Tümpels entlang, während das Dummy in der Mitte auf sie und 3 Herren am Rande auf die Erlaubnis zum „Erretten“ des Dummies warteten. Wie kann man nun nicht schwimmen wollen (Anmerkung der Redaktion: Sagte der Hund, der bis zu seinem 8 Lebensmonat Nichtschwimmer war!).
Endlich war dann die Arbeit getan und während Calle und Ares angeleint zuschauen mussten, konnte ich mich Julie so richtig schön toben ; - ))) Pssst: Top secret Bilder (wegen Tara) hier.
03.05.2007
Weil ich immer noch etwas hinke (besonders morgens nach dem Aufstehen) endet unser heutiger Abendspaziergang bei der Leberwurstfrau. Wie immer kann ich es gar nicht abwarten, bis ich an der Reihe bin und postiere mich direkt vor der Tür zum Behandlungszimmer. Sobald die sich öffnet, versuche ich hineinzustürmen. Als Frauchen einmal ganz in Gedanken versunken nicht aufpasst, hole ich sie dabei glatt vom Stuhl. Der fällt dann auch noch mit lautem Getöse um. Es folgt ein wildes Wau, Miau, Tschip und Fiep meiner tierischen „Leidensgenossen“ sowie ein amüsiertes Grinsen der dazugehörigen 2-Beiner.
Endlich sind wir an der Reihe. Bitte Beeilung bei der Untersuchung, damit ich endlich meine Leberwurst bekomme!!! Wieder werde ich abgetastet, meine Vorderläufe und Pfoten gebeugt und gestreckt, aber die Tierärztin kann nichts finden. Zum Schluss soll ein Röntgenbild Aufschluss geben. Na gut, aber dafür gibt es dann besonders viel Leberwurst – ja?! Ich versuche brav still zu halten, aber trotzdem kann man auf dem Bild nicht genug erkennen. Die Ärztin rät zu einer Aufnahme unter Narkose und gibt Frauchen die Adresse einer Spezialklinik. Am Abend tagt dann der Familienrat. Es wird beschlossen auf Besserung zu hoffen und mit dem Röntgen noch bis zu meinem ersten Geburtstag zu warten.
02.05.2007
In letzter Zeit gehen mir häufig so Gedanken durch den Kopf wie: „Sollte man wirklich alles tun, was die 2-Beiner einem sagen?“, „Sind Hunde nicht doch die besseren Chefs?“, „Warum kann ich das Sofa nicht für mich allein haben?“, „Heißt nein wirklich nein oder vielleicht doch ja?“… Während ich über die Antworten nachdenke, kommt es schon mal vor, dass ich Frauchens Kommandos überhöre. Wir machen dann lange „gemeinsame Wanderungen“ (ich konzentriert mit der Nasen in der Luft oder am Boden und Frauchen stumm mit der Leine in der Hand hinter mir her). Das ganze endet dann immer ausgedehnten Fußübungen : - (((
01.05.2007
Heute haben meine 2-Beiner und ich einen richtigen Abenteuerspaziergang gemacht. Es ging im Zick Zack über Stock und Stein, Felder und Wiesen, Gräben und Bäche. Irgendwie schienen meine Leute keinen wirklichen Plan vom Weg zu haben. Ich glaube das Navigationsgerät hätte „Off Road“ dazu gesagt. Übrigens mal so ne Frage zwischendurch: Warum können 2-Beiner eigentlich nicht einfach durchs Wasser laufen, sondern müssen immer nach irgendwelchen Furten oder Baumstämme zum Überqueren Ausschau halten?! Nun, einen Vorteil hatte das ganze ja, die damit verbundenen Umwege haben uns an einer Kuhweide vorbeigeführt. So ein feines Kuhfladenbad, das wäre jetzt genau das richtige. Also Frauchens Rufen überhört, unterm Stacheldraht durchgeklettert und a a h h –fein gewälzt… Es geht doch nichts über so einen richtig frischen Kuhfladen, außer vielleicht Pferdeäpfel, Fuchskot, tote Fischen und Enten… Meine 2-Beiner waren natürlich mal wieder nicht begeistert und so endete unser Ausflug dann auch unter der kalten Gartendusche. Brrrrr!!!
30.04.2007
Mein erstes richtiges Rendezvous
Heute habe ich Tara zum Grillen eingeladen. Naja, die 2-Beiner haben gegrillt und wir haben Garten und Wintergarten unsicher gemacht. Tara hat all meine versteckten Knochen im Gebüsch gefunden und sie anschließend genüsslich auf dem Rasen liegend verspeist. Ich wusste nicht genau, was ich tun sollte, also habe ich mich daneben gelegt und gehofft, dass sie mir etwas abgibt, aber Pustekuchen… Als es dann Futter gibt, will Tara unbedingt meines fressen und ich habe ganz Gentleman dann auch noch meinen Napf mit ihr geteilt. Sind Frauen eigentlich immer so oder habe ich mir nur ein besonders emanzipiertes Exemplar ausgesucht?!...
29.04.2007
Es ist doch wirklich klasse so weit oben im Norden zu wohnen. Nicht nur dass man dort dem strengen Training der „pööösen Züchterin“ entgeht ; - ))), nein, man hat auch das Meer direkt vor der Tür . Da es meiner Schulter besser geht, darf Tara mit auf den Ausflug nach St. Peter Ording und so wird das ganze dann ein ganz toller Tag mit wilden Verfolgungsjagden, Schlammcatchen und Strandburgenbau… Photos findet ihr hier.
28.04.2007
Wegen meiner Schulter darf ich weder spielen noch toben. Sobald sich uns ein Hund nähert muss daher ich an die Leine. Das ist sooooooo öde. Aber ich habe eine Idee: Bei 2-Beinern werde ich nicht angeleint, also spiele ich doch mit denen. Folglich renne ich an diesem Morgen zu jedem Jogger / Nordic Walker, werfe mich ihm/ihr in den Weg, mache die Vorderpfoten runter und den Po hoch und fordere sie zum Spielen auf. Leider finden die meisten das gar nicht lustig und Frauchen wird in endlose Diskussionen und Schimpftiraden verstrickt.
Entnervt beschließt sie daraufhin mit mir zu einem „Light-Trainig“ nach Eutin zu fahren. Wir machen ein paar Schonübungen und posieren für idyllische Photos auf der Butterblumenwiese. Beim Abschlussapport möchte ich dem Dummy meine Entdeckung der letzten Woche (das Rapsfeld) zeigen. Leider wird diese meine Idee sofort mit einer ganzen Reihe von Unterordnungsübungen geahndet : – (((
26.04.2007
Verhaltene Wiedersehensfreude
Moment mal, das Auto, das da gerade vorfährt kenne ich doch. Ja, Frauchen ist wieder da!!!!!! Begeistert stürze ich auf 3 Beinen zur Gartenpforte. Ja, ihr habt richtig gehört: auf 3 Beinen. Irgendwie habe ich mir weh getan und humple schon den ganzen Tag. Statt mich wie sonst begeistert in den Arm zu nehmen, bleibt Frauchen dann auch wie angewurzelt stehen, betrachtet mich besorgt, interviewt kurz Omi, lädt ihr Gepäck aus und mich ein und fährt zur Leberwurstfrau. Die tastet erst einmal meine linke Pfote und meinen linken Vorderlauf ab (hihi, das kitzelt), dann arbeitet sie sich bis zur Schulter vor und – a u a a a!! Ich bekomme eine Spritze und eine ordentliche Portion Hundeleberwurst (hat sich doch wieder gelohnt der Ausflug ; - )). Zum Schluss geht es dann noch auf die Wage: 33,6 kg - oh je!!! Jetzt beginnt eine angeregte Debatte zwischen den beiden Leberwurstfrauen. Die eine findet mich „kräftig, aber ok“ und die andere „für einen Flat zu fett“. Prompt fällt meine Abendration wieder kleiner aus. BUHUHU!!!!!!!!
24.04.2007
Frauchen macht heute wieder auf „Hui Buh des Schlossgespenst“. Um 3.00 Uhr morgens (!!!) steht Sie auf, werkelt im Bad herum, packt Sachen – und stört mich in meinem Schönheitsschlaf. Meistens verschwindet sie im Anschluss an solche Aktionen für 1,2… Tage und so ist es auch dieses Mal.
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